Veröffentlicht: 16.12.2010 Eingereicht von: Christoph Danisch
Ich habe hier eine ganz spezielle Wasserwaage. Die Libelle ist im rechten Winkel zu dem Anschlag beweglich angebracht. Der Anschlag ist aus einer massiven Stahlschiene. Die Libelle ist auf der Seite des Anschlags mit einer Schraube in der Höhe verstellbar, auf der anderen Seite durch den großen Hebel, der seitlich sichtbar ist. Dieser geht über ein Feld mit mehreren unterschiedlichen Skalen. Es könnten verschiedene Winkeleinteilungen sein. Der Verstellwinkel ist auch nicht groß, so dass anscheinend kleine Winkel sehr genau gemessen werden können.
Auf der Messingplatte ist ein Zeichen eingestanzt, das einen beidseitig spitzen Pickel, der in der Hand gehalten wird, darstellt. Darüber steht 'LIFA' .
Wer weiß, wozu dieses Instrument verwendet wurde?
Vielen Dank im Voraus.
Leider kann man auf dem Bild nichts erkennen. Beidseitig spitzer Pickel könnte auf einen Schieferhammer hindeuten, also das Gewerk der Dachdecker. Die Einprägung "LIFA" weisst vermutlich auf den Hersteller hin.
Also Sextant mit Sicherheit nicht.
Die waren meines Wissens immer ganz aus seewasserfesten Materialien, also Bronze und Messing
Es dürfte sich um die Wasserwaage eines Schiffszimmermannes handeln, der auf einem Schiff arbeitet, welches auf der Helling liegt. Unter einer Helling (auch (der) Helgen) versteht man ursprünglich den Platz in der Werft, auf dem ein Schiff gebaut wird, genau genommen die schräg abfallende Fläche, auf der es anschließend beim Stapellauf zu Wasser gelassen wird.
Eine normale Wasserwaage ist hier natürlich nicht zu gebrauchen, da das Schiff auf einer abfallenden Fläche liegt.
Der Neigungswinkel dieser Fläche ist auf dieser Wasserwaage einstellbar, damit bei dem fertigen Schiff auf dem Wasser das gerade ist, was gerade sein muss.
>Es dürfte sich um die Wasserwaage eines Schiffszimmermannes handeln, der auf einem Schiff arbeitet, welches auf der Helling liegt. Unter einer Helling (auch (der) Helgen) versteht man ursprünglich den Platz in der Werft, auf dem ein Schiff gebaut wird, genau genommen die schräg abfallende Fläche, auf der es anschließend beim Stapellauf zu Wasser gelassen wird.
>Eine normale Wasserwaage ist hier natürlich nicht zu gebrauchen, da das Schiff auf einer abfallenden Fläche liegt.
>Der Neigungswinkel dieser Fläche ist auf dieser Wasserwaage einstellbar, damit bei dem fertigen Schiff auf dem Wasser das gerade ist, was gerade sein muss.