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1945

Flüsterwitze im 3. Reich Hitler, größter Elektriker aller Zeiten


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Fahrt durch Trümmer: "Welcher Unterschied besteht zwischen dem Dritten Reich und der Straßenbahn?" - "Keiner. In beiden Fällen steht vorn der Führer. Hinter ihm steht das Volk. Und wer nicht hinter ihm steht, der sitzt. Dauernd wird kassiert. Abspringen während der Fahrt ist verboten!" (1938) Das Bild zeigt eine Straßenbahn, die im Februar 1945 fährt durch die Ruinen von Dresden fährt.

Lustig, lustiger - Konzentrationslager: Die Humoristen der Nation ließen sich den Mund auch im Dritten Reich nicht verbieten - und verlachten hinter vorgehaltener Hand Regime und "Führer". Doch die Komiker spielten mit dem Feuer. Und ihrem Leben.


Tyranneien und Diktaturen sind argwöhnisch und wachsam gegenüber allzu respektloser Betrachtungsweise ihrer Systeme. Das Dritte Reich war da keine Ausnahme. Das NS-Regime verstand keinen Spaß, wenn sich Bürger über es lustig machten. Die aber verlachten den Staat trotzdem. Und machten Witze.

Eben weil das Nazi-Imperium nicht zum Scherzen aufgelegt war, war in Sachen politischer Witz flüstern angesagt. Witze wurden von Mund zu Mund weitergesagt und boten Zündstoff an den Grundmauern des braunen Imperiums.

Im Dritten Reich hat sich der politische Witz als Ausdruck einer unterschwelligen Widerstandsbewegung erwiesen. Anti-Nazi-Witze sind Ausdruck eines stillen Kampfes, der seit dem Machtantritt Hitlers im Januar 1933 auch mit der "Waffe des Geistes" gegen den Nationalsozialismus geführt wurde.

Kopf riskieren für einen Witz

Die Reaktionen der braunen Machthaber wurden allerdings mit der Zeit immer schärfer und wütender, bis schließlich jeder denunzierte Witzemacher als "notorischer Volksschädling" oder "Wehrkraft-Zersetzer" den Kopf riskierte. Aus Sicht von NS-Funktionären beleidigte der Witzemacher das Reich und konnte sich ab Ende 1934 sich nach dem "Heimtückegesetz" schuldig machen. Ein Beispiel, das zeigt, wie strikt das Erzählen eines Flüsterwitzes geahndet werden konnte: Frage "Was bekommt man für einen neuen Witz?" Antwort: "Zwei Monate Dachau!" In dem Münchner Vorort hatten die Nazis gleich 1933 das erste Konzentrationslager eingerichtet.

Flüsterwitze gab es zu allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. Vor allem die mit den Kriegsjahren immer schwieriger werdende Versorgungslage war ein beliebtes Thema, und auch der "Führer" Adolf Hitler selbst wurde oft zum Gegenstand mehr oder weniger subversiver Witze. Aber auch weltanschaulich-ideologische Fragen kamen auf die Agenda der Witzeerzähler. Und gegen Ende des Krieges drückte sich die Sehnsucht der Bevölkerung nach Frieden nicht zuletzt in der Form oft sarkastischer Witze aus.

Eine Sammlung weiterer Flüsterwitze hat der Autor dieses Beitrages auf seiner Internetseite zusammengetragen. Mahnung-gegen-rechts.de bietet die Möglichkeit, sich nicht nur mit Witzen aus der NS-Zeit, sondern der gesamten Geschichte der NS-Vergangenheit auseinander zusetzen. Das Informationsangebot von "Mahnung gegen Rechts" wird sukzessive ausgeweitet. Immer mehr Städte und Gemeinden öffnen ihre Archive und geben Einblick in die individuelle Vergangenheit vor Ort. Dazu zählen auch lokale Witze. "Mahnung gegen Rechts" ist eine Initiative unabhängiger Journalisten und Medienschaffender seit 1999 aus Stuttgart und Zittau.



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Debatte

insgesamt 4 Beiträge zur Debatte
Heinz Hulden am 21. April 2009, 17:47
Ich weiss nicht,ob das Folgende ein Witz oder wahr war:
Weiss-Ferdl, ein populaerer bayrischer Humorist betritt die Buehne mit drei Schweinen, er deutet auf das Kleinste und...

Anke Lenze am 14. Januar 2009, 21:34
Der meiner Meinung nach beste Flüsterwitz fehlt:

Treffen sich zwei Nervenärzte im 3. Reich;
Sagt der eine: "Heil Hitler!"
Der andere: "Heil DU...


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