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1960-2005

Die hässlichsten Albumcover Gruselkabinett im Plattenschrank


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Ein Geschenk fürs ganze Jahr?: Im Jahr des Herrn 1971 erschien Heinos Album "Liebe Mutter... Ein Blumenstrauß, der nie verwelkt" mit subtil schmachtenden Titeln wie "Ja, ja, wenn Mutter lacht" und "Weißt du Muatterl, was i träumt hab?"

Schlimmer geht's nimmer, oder?

Heinos LP-Hülle ist kitschig, Manowars scheußlich, Abbas schauderhaft - aber es geht noch viel schlimmer: Online-Galerist Paul Zon hat die hässlichsten Plattencover aller Zeiten gesammelt. Vorsicht beim Angucken, ihre Augen könnten Schaden nehmen!


Es gab eine Zeit, da bedeuteten 900 Quadratzentimeter die Welt. 30 Zentimeter hoch, 30 Zentimeter breit - und davon möglichst viele, möglichst schillernde. Eine ganze Industrie war abhängig von der außergewöhnlich schönen, besonders originellen, vor allem aber auffälligen Gestaltung dieser Fläche von der Größe eines Kuchenblechs: Plattencover.

Diese Mischkunstform aus Stillleben, Schnappschuss und Selbstvermarktung war lange Zeit mitentscheidend dafür, ob eine Langspielplatte floppte oder ein Toppseller wurde - und wenn es richtig gut lief, konnte sie sogar zur Ikone werden. So wie die Cover des Beatles-Albums "St. Pepper's Lonely Hearts Club Band" von 1969, der Sex-Pistols-Scheibe "Never mind the Bollocks" (1977) oder des Nirvana-Schockers "Nevermind" (1991).

Die Ursprünge dieser Kunstform liegen in den Anfängen der Schallplattenindustrie um 1900, doch erst mit Rock 'n' Roll, Beat, später Pop und Punk entfaltete sich die Kunst der Covergestaltung zu ihrer vollen Größe. Zu den kreativen Höhepunkten zählen die Blues-Alben der Sechziger, die Glamour-Rock-Motive der Siebziger und die Heavy-Metal-Hüllen der Achtziger.

Nicht zu lange angucken!

Dann kam der Einbruch: Das Aufkommen der Compact Disc beraubte nicht nur wahre Plattenfans des subtil kratzenden Hörvergnügens einer ungefilterten Aufnahme, sondern nahm durch die Reduzierung des Verpackungs-Formats auf 12 mal 14 Zentimeter der Cover-Kunstform auch ihren Charme. Das heißt nicht, dass es keine guten CD-Booklets gibt, aber der wahre Genuss ist flötengegangen. Nur wer nie eine echte LP besessen hat, käme auf die Idee, sich im Wohnzimmer ein CD-Cover an die Wand zu nageln. Denn solch ein selbstgebasteltes Kunstwerk zu Ruhm und Ehren der Lieblingsband sah wirklich nur als LP-Cover gut aus. Die Jugendzimmer mancher Teenager in den Siebzigern und Achtzigern waren bis unter die Decke mit Plattencovern zugepflastert. Da konnte schon mal Led Zeppelin neben Samantha Fox hängen und Iron Maiden neben Duran Duran.

Manche Cover allerdings schafften es nie an die Wände. Das waren jene Motive, die es einfach nicht verdient hatten - weil sie abgrundtief hässlich sind. So hässlich, dass man beim Betrachten fast Pupillenkrämpfe bekommt und laut "aua!" schreien möchte. Der Londoner Online-Galerist Paul Zon hat seinen Ekel überwunden und solche Cover gesammelt. Auf seiner Website hat er sie ausgestellt, auf einestages zeigt er nun die 30 allerallerhässlichsten Exponate, die absoluten Tiefpunkte der Gestaltung, ach was: der Verunstaltung von Pop-, Rock- und Volksmusik-Alben.

Aber Vorsicht: Nicht zu lange angucken! Ihre Augen könnten Schaden nehmen.

har

Vermissen Sie in dieser Galerie ein bestimmtes Albumcover? Wenn ja - erzählen Sie auf einestages, welches Cover Sie für das schlechteste aller Zeiten halten


Debatte

insgesamt 19 Beiträge zur Debatte
Friedemann Wachsmuth am 28. Januar 2008, 13:37
Da verweise ich doch mal auf meine Sammlung unter
http://www.peaceman.de/inhalt/abfall/schlimme-plattencover.html ...


Andreas Neubert Neubert am 27. Januar 2008, 22:02
http://ecx.images-amazon.com/images/I/51SHLZQUQHL._SS500_.jpg

Mit gefallen vor allem die jungen Damen im unteren Bereich des Covers, die bei so viel geballter Männlichkeit...


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