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Melanie Merzbacher
3. März 2008, 22:51
Gibt es mittlerweile Listen im Internet, wer das Unglück überlebte?
Der Bruder meiner Oma befand sich an Bord. Er kam als Verwundeter aus dem Lazarett in Königsberg.
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Sven Jehle
30. Januar 2008, 13:26
Herr Schäfer erinnert uns an das Unglück, das auch Deutschen zugefügt wurde. Dieses Unglück darf nicht vergessen werden, ob der Gewalt die ebenfalls unschuldigen Menschen von deutscher Seite zugefügt wurde. Deutsche waren Täter, Deutsche waren aber auch Opfer. Diese Opfer sollen nicht vergessen werden!
Maria Schmitz
31. Januar 2008, 10:11
Mein Großvater war ebenfalls als ganz junger Soldat auf der Gustloff, auch er hatte Glück Glück Glück, wurde halbohnmächtig noch in ein Boot gezogen...
Sein ganzes Leben lang sprach er mit niemanden über diese Nacht, außer mit anderen Überlebenden. Darum vielen Dank an Herrn Schäfer!
Oliver Brandt
5. Februar 2008, 11:01
Meine Familie väterlicherseits stammt aus Danzig.
Mein Großvater konnte für die gesamte Familie Fahrkarten für die Wilhelm Gustloff beschaffen, was sehr schwierig und nur mit guten Kontakten möglich war. Außerdem war mein Großvater in leitender Funktion als Beamter tätig. In dieser Position war es ihm unter Androhung schwerster Strafe untersagt, seinen Aufgabenbereich zu verlassen. Die Organisation der Flucht war also auch mit erheblichen Gefahren für die Familie verbunden.
Doch am Morgen des 30. Januar setzte sich meine sonst eher gehorsame Großmutter auf die gepackten Koffer und verweigerte die Abreise. Weder Zureden noch laute Worte konnten sie dazu bewegen, das Schiff zu betreten.
Am nächsten Tag kamm mein Großvater nach Hause und begrüßte die Familie mit den Worten: "Ihr habt alle Geburtstag, die Wilhelm Gustloff wurde versenkt!"
Die originalen (nicht entwerteten) Fahrkarten befinden sich noch heute in Familienbesitz.
Ohne diese Fügung des Schicksals wäre ich heute vermutlich kaum in der Lage, diese Zeilen zu schreiben.
Isabelle Zahednia
17. Februar 2008, 00:13
Meine Oma (leider verstorben 1995) stammte aus Königsberg und ist mit ihrer Familie aus Heiligenbeil geflüchtet. Sie hat mir erzählt, dass sie eigentlich auch mit der Wilhelm Gustloff flüchten wollten, aber keinen Platz mehr bekamen. Gott sei dank, sonst wäre ich nicht auf dieser Welt ...
Holger Rasper
2. März 2008, 18:07
Übrigens gibt es noch ein zweites Unglück mit ähnlichen Ausmaßen. Ein Schiff das Soldaten ich glaube aus der Normandie, nach England bringen sollte ist mit vermutlich 10000 Soldaten versenkt worden. Churchill hat dies Geheim halten wollen. Erst vor ein paar Jahren habe ich einen Bericht im TV gesehen, mich aber gewundert warum dieses Unglück nicht präsenter in den Medien war im Vergleich zur Titanik und der Gustloff. Ich glaube es war kurz nach dem D-Day und es sollte nicht an die Öffentlichkeit geraten um den Erfolg des D-Day nicht zu schmälern. Dann wurde es einfach vergessen. Vielleicht hat jemand mehr Wissen dazu?
Melanie Merzbacher
3. März 2008, 22:51
Gibt es mittlerweile Listen im Internet, wer das Unglück überlebte?
Der Bruder meiner Oma befand sich an Bord. Er kam als Verwundeter aus dem Lazarett in Königsberg.
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