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Bernhard Pfendtner
3. Dezember 2008, 19:34
Die IBM-Tastatur lässt sich problemlos auch am Mac und dort am USB-Anschluss betreiben. Dazu ist ein elektronischer PS2-USB-Adapter erforderlich, der quasi den nicht vorhandenen USB-Controller simuliert. Ein rein mechanischer Adapter genügt nicht. Mit diesem Adapter, Kostenpunkt etwa 20
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Hannes Birnbacher
12. Juli 2008, 19:35
Was soll denn der versteckte Zweifel? Meine Tastatur (1391403 von 1995) wasche ich in der Geschirrspülmaschine zwar nur bei 50 Grad, aber nur, weil das das Energiesparprogramm ist.
Alles schluckt sie nun auch nicht. Heute früh (authentisch) schrieb ich noch einer Freundin:
"(...) Du meinst, ich soll die Gemeinde gleich verklagen, die
Gewäääääääääääääääääääääääääääääääääääääää+#
...?!
Hmm. Interessant. An dieser Tastatur habe ich also Marmeladenbrötchen und
Plätzchen gegessen, Erdnüsse geknackt und ein Zuckersteinchen vom Kaffee
vermisst."
Herbert West
12. Juli 2008, 19:38
Kennt jemand eine Seite, auf der man nach alten Tastaturen suchen kann?
Ich habe noch eine alte Tastatur, die dem IBM sehr ähnlich sieht und konnte bisher nicht in Erfahrung bringen von welchem Hersteller sie ist (Typenschild auf der Oberseite fehlt leider).
Auf der Rückseite steht "Model No: FK-2002" und eine Seriennummer.
Jörg Tuschek
12. Juli 2008, 20:06
Danke für diesen Artikel!
Es ist immer wieder nervig, irgend jemanden zu erklären, warum diese Tastatur einfach eine Offenbarung für jeden Vieltipper ist. In Zukunft werde ich einfach jedem einen Link zu dem Artikel schicken, der sich mal wieder im Büro über meinen zu lauten Tastenanschlag aufregt.
Ich durfte meine ersten Erfahrungen mit den M-Types machen, als ich 1990 Informatik zu studieren begann. Die M-Types waren an irgendwelchen veralteten IBM 80286 Maschinen in unserem Rechnerlabor angeschlossen. Die erste Enttäuschung über die lahmen Kisten wich schnell, als ich das erste Mal mein Login eingab. Der Sound war überwältigend - wie ein 911er beim Vollgas geben. Dann der Anschlag - zuerst ein deutlicher Widerstand, der dann durch die Überwindung des Druckpunktes deutlich nachließ und nach dem Erreichen des tiefsten Punktes die Energie wieder sanft an Finger zurückgab . Selbst nach stundenlanger Betätigung war keine Ermüdung festzustellen.
Leider waren diese Tastaturen für einen Studenten damals mit einem Preis von DM 500 unerschwinglich. Deshalb haben wir nur davon geträumt, eine zu besitzen, aber leisten konnten wir uns sie nicht. Irgendwann nach Beendigung meines Studiums vergass ich dann, wie cool diese Schreibgeräte waren, bis ich sie irgendwann 2001 auf Ebay zufällig wiederentdeckte. Ich hab mir dann eine aus nostalgischen Gründen ersteigert, hatte aber keine Hoffnung mehr, das diese noch so gut funktionieren würde, wie in meiner Erinnerung. Aber weit gefehlt. Die Tastatur, obwohl inzwischen 15 Jahre alt, fühlte sich an, als wäre sie gestern produziert worden - ein klarer Druckpunkt, keine hängenden Tasten und der typische Klick - da wusste ich: Nie wieder will ich auf einer minderwertigeren Tastatur als dieser schreiben. Deswegen hab ich mir so viele M-Types ersteigert, dass es bis zum Ende meines Tipperlebens reicht. Ich benutze immer noch die erste M-Type die ich erstanden habe und habe noch sechs in Reserve - das sollte für mich, mein Kinder und meine Enkel ausreichend sein, vorausgesetzt, der PS2-Port stirbt nicht aus.
Guido Pahlberg
12. Juli 2008, 21:24
Es ist schon etwas merkwürdig, plötzlich selbst Teil der Geschichte zu werden. Mein Modell M, oder in IBM-Nomenklatur korrekter: die Part Number (P/N) 55-0383535, Baujahr 1988, besitze ich seit Mitte der 90er Jahre. Ich habe 1993 bei IBM als 'Assistent' angefangen und das erste Jahr meine Büroarbeit noch an einem Host-Terminal nach 3270-Standard erledigt (unter VM/CMS). Dann konnte ich relativ schnell in einen Vertriebsjob aufrücken und bekam einen OS/2-PC zur Verfügung gestellt. Als ich dann 2 Jahre später meinen ersten schwarzen 'Thinkpad' Laptop erhielt, besorgte ich mir für den Büro-Arbeitsplatz eine Modell M Tastatur und einen externen Bildschirm, um vernünftig arbeiten zu können. Der Laptop und der Bildschirm sind längst Geschichte, die Tastatur habe ich aber nach Hause retten können und verwende sie noch heute täglich (siehe dieser Text). Wenn der runde PS/2 Anschluß-Stecker (auch eine Erfindung der IBM) irgenwann nicht mehr unterstützt sein wird, dann hole ich einfach einen PS/2-USB Adapter aus dem Schrank und klappere munter weiter.
Fritz Bertram
12. Juli 2008, 21:48
Großartig. Klar ist das Modell M spülmaschinenfest. Ich verzichte allerdings auf Spülmittel und nehme nur Wasser, dafür aber auch 70°. Drei Tage umgekehrt auf die Heizung legen, und sie ist wieder wie neu.
Es gibt inzwischen übrigens sogar hervorragende Nachbauten mit USB-Anschluss, aber der alten Mechanik. Schwer empfehlenswert!
Christoph Kruse
12. Juli 2008, 22:57
Das Teil steht mit seinem Gewicht auf dem Tisch wie eine Schreibmaschine und bietet für Vielschreiber eine Arbeitsqualität, die unvergleichlich ist. Und - diese Tastatur ist wirklich untotbar. In über 25 Jahren Leben mit dem PC habe ich wirklich jede Komponente etliche Male ausgetauscht und erneuert; aber nicht dieses Keyboard. Und ich gebe es auch nicht her! ;-)
Brigitte Schönfeld-Herbst
12. Juli 2008, 23:20
So ein Ärger ! Bisher unwissend ob des Sammlerwertes dieser Tastatur habe ich kürzlich zwei dieser Stücke (noch in einem Traumzustand) entsorgt.
Andre Koppel
12. Juli 2008, 23:30
Als alter HP-Enthusiast habe ich zwar nie eine solche Tastatur besessen, kenne sie jedoch sehr wohl und auch ihre Qualitäten. Allerdings dürfte es heutzutage sehr schwer fallen, eine solche Tastatur neu herzustellen und gewinnbringend zu vermarkten, denn selbst wenn man große Stückzahlen produziert, kostet solch herausragende Mechanik einfach eine Menge Geld. Und wer ist schon willens, für eine hochwertige Tastatur sagen wir mal 300,- ? auszugeben (wenn man noch zeitgemäße Features hinzufügen würde eher 4-500 ?). Es ist schade, aber es lohnt sich einfach nicht mehr, sowas zu produzieren. Also gilt es, die alten Tastaturen zu erhalten...
Tastaturhaptik ist eine der (sehr wenigen) sinnlichen Komponenten der Computerbenutzung (nicht virtuell, sondern echte Sinnlichkeit), für mich gilt das übrigens auch für die Tastaturen der alten HP-Taschenrechner (siehe hierzu mein Artikel)
Th. Thiele
13. Juli 2008, 00:08
Viel besser als die "M" war deren Vorgänger, damals unter dem Namen "AT-Tastatur" bekannt. Die mechanische Ausführung war ähnlich solide, das Layout aber viel geschickter: Die Funktionstasten befanden sich links in zwei senkrechten 5er-Spalten. Dafür gab es keine separaten Cursortasten, die waren im Ziffernblock mit enthalten - damals brauchte man NumLock wirklich noch. Mit dieser Anordnung liessen sicht tolle Applikationen programmieren, weil man die F-Tasten mit etwas Übung blind bedienen konnte - die Umstellung der F-Tasten nach oben war dann eine ziemliche Katastrophe. Zum Anschluß diente ein solider 5-pol-DinStecker - der filigrane PS/2-Stecker der "M" paßt mit etwas Kraft beim Blindstecken auch in eine Ethernet-Buchse und formt in dieser dann die Kontake neu....
An modernen Rechnern funktioniert die AT-Tastatur leider auch mit Adaptern nicht mehr, bei Gelegenheit werde ich einmal probieren, eines meiner alten Exemplare mit einem modernen Keyboard-Controller in Betrieb zu bekommen.
Oliver Rau
13. Juli 2008, 01:04
Meine Tastatur hat ein Label auf der Rueckseite, gekennzeichnet u.a.
mit dem Datum "1992-11-27". Also kann ich davon ausgehen, dass sie ein M-Model ist?! -- 'Abgestaubt aus ehemaligen RS/6000 Bestaenden vor ewigen Jahren von (unwissenden) Kollegen und Freunden, die noch nicht zu schaetzen wussten, was es heisst zu hacken... Wenn man die heutigen 'Weicheier'-Tastaturen der Windoof-Generation mit den diversen Maus-Schubser-Aushilfs-Tasten betrachtet, bekomme ich das kalte Grausen... Ich bin jedenfalls froh, den Oldtimer zuhause und einen weiteren im Office zu haben; diese werde ich jedenfalls fuer keinen Euro dieser Gegenwart hergeben. Reinigung: ausklopfen, im 'worst case' Tasten abziehen, mit Spiritus reinigen, aufsetzen = wie neu! -- Spuelmaschine etc. halte ich fuer Fake...
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