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Graffiti in New York Alles im Lack



6 Debattenbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Peter Flaskamp

6. Mai 2009, 11:20
Waehrend ich Graffiti bis vor wenigen generell als "Scheiss" abgelehnt habe, sehe ich das heute anders. Sicher, 95% dessen, was da an uns vorbei faehrt, ist auch nach meinem Dafuerhalten keine Kunst, sondern Dreck (insb. Tags). Und Schmiererei auf Haeusern oder Fahrzeugen lehne auch ich mehr...

Jürgen Schulze
5. Mai 2009, 17:05
Graffiti ist nichts anderes als Wandschmiererei.
Wer das als Kunst bezeichnet, hat den Knall nicht gehört.
Ich habe lieber eine graue Wand, als eine mit bunten Bubble-Fonts, Tags oder Figuren in Baggy pants voll geschmierte.
Ich finde Graffiti zum Kotzen
Oliver Reichardt
5. Mai 2009, 19:49
"Vor 30 Jahren machten sie Graffitis zur größten Kunstbewegung der Welt. In "Spraymasters", Manfred Kirchheimers neuem Film, denken 4 ehemalige Graffiti-Sprayer über ihre frühen Jahre als abtrünnige Künstler nach, die sich in New Yorker U-Bahnhöfe schlichen und dort mit gestohlenen Farben Züge dekorierten, immer in Angst vor Verhaftung." (mop-distribution.de)

Den Film zur (Untergrund-)Kulturbewegung gibt es in diesem Jahr im Freiluftkino-Insel im Cassiopeia, Berlin. Sonntag, den 14.06.2009 um 22:00 Uhr.

www.freiluftkino-insel.de
karl anton
5. Mai 2009, 20:26
zitat: Graffiti ist nichts anderes als Wandschmiererei.
Wer das als Kunst bezeichnet, hat den Knall nicht gehört.

ich bitte um Deine Definition des Begriffes Kunst.. . und du wirst sehen, das Du Deine Aussage nicht halten kannst.
Die Tatsache das einem etwas nicht gefällt reicht ja nun nicht aus um der Sache seinen Status zu entziehen.
Danke aber für das Statement zu Deinem Geschmack.
Peter Gunn
5. Mai 2009, 23:46
Es mag den einen oder anderen Künstler unter diesen Typen geben und wenn eine verfallene Hinterhofwand auf diese Art "verschönert" wird, könnte man das vielleicht noch tolerieren. Was mich aber, genau wie meinen Vorredner, ankotzt, ist das undifferenzierte Beschmieren jeglicher Flächen.

Ich habe das hier in Berlin täglich vor Augen und habe schon mehrfach mit ansehen müssen, wie eine gerade erst mühsam gesäuberte und frisch gestrichene Wand am nächsten Morgen prompt wieder vollgekrakelt ist. Das hat mit Kunst soviel zu tun wie Bremsspuren mit einem Picasso.

Und daß sich hier einer dieser Schmierfinken noch großartig darüber ausläßt, was für ein toller und cooler Kerl er doch ist, finde ich, gelinde gesagt, schon eine Zumutung. Was diesen Typen nämlich vollkommen fehlt, ist jeglicher Repekt vor dem Eigentum anderer Leute. Die meisten Hausbesitzer haben ihr Haus nicht im Lotto gewonnen, sondern hart dafür gearbeitet. Und bei öffentlichen Gebäuden müssen wir alle zahlen. Ganz zu schweigen von den bekrakelten U- und S-Bahnen.

Sollte mir einer dieser selbsternannten Künstler mal unter die Finger kommen, werde ich ihm mit dem größten Vergnügen seine eigenen Klamotten "verschönern" und, sofern er ein Fahrrad dabei hat, das gleich noch dazu. Mit seiner eigenen Spraydose. Mal sehen, was er davon hält.

Ich wünsche mir, das dagegen viel härter durchgegriffen wird. Als erstes müsste jeder gezwungen werden, sein Geschmiere selbst wieder von der Wand zu entfernen. Das dürfte dann für's erste schon mal reichen.
Ernesto Vater
6. Mai 2009, 06:31
Herr Schulze, Ihre Meinung in Ehren und auch ich finde hastige Tags auf privaten Häuserwänden ärgerlich. Dennoch ist Ihre Aussage viel zu pauschal und ignoriert, dass Graffiti ein fester Teil der Kultur geworden ist. Schaut man sich einige Bilder an, muss man schon dankbar sein, dass derjenige/diejenige solche Kunstwerke umsonst der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.
Peter Flaskamp
6. Mai 2009, 11:20
Waehrend ich Graffiti bis vor wenigen generell als "Scheiss" abgelehnt habe, sehe ich das heute anders. Sicher, 95% dessen, was da an uns vorbei faehrt, ist auch nach meinem Dafuerhalten keine Kunst, sondern Dreck (insb. Tags). Und Schmiererei auf Haeusern oder Fahrzeugen lehne auch ich ab.
Aber es gibt durchaus Faelle, wo ich Graffiti als Kunst empfinde - und wenn sie dann auch wirklich zur Verschoenerung des Umfeldes beitraegt (z. B. auf Abbruchhaeusern, verfallenen Mauern oder den eigenen Fahrzeugen der Sprayer (Ja, auch das gibt's)) - warum nicht?

Also wie immer im Leben: Etwas mehr Gelassenheit.

Ausserdem gab's mindestens einen Waggon in Deutschland, den auch die DB ewig nicht gesaeubert hat: Einen grossen Weihnachtsmann mit "Merry Christmas!" gefiel scheinbar sogar denen...



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