Letzter Beitrag:
Wolfgang Jaschke
15. Juni 2012, 15:12
Stellt man sich diesen Artikel mit Bildern von damals intakten Märchenparks vor, soll mir niemand erzählen dass diese nicht existieren, so kann man sich dem Eindruck einer gewissen Verlogenheit nicht entziehen.
Die Bilder an sich sind Klasse! Mir persönlich zeigen sie wie diese
mehr...
Johannes Kirch
26. Mai 2012, 16:50
Auch das heutige Phantasialand sowie der Europapark - also die Nummer eins und zwei unter den deutschen Parks - sind jeweils aus einem typischen Märchenwald entstanden.
Johannes Kirch
26. Mai 2012, 16:52
>Wenigen ist bekannt, dass der heutige "Holiday Park" in Hassloch, nahe Neustadt a.d. Weinstr. sich aus genau so einen Märchenpark wie von Walraff beschrieben heraus entwickelt hat. Ende der sechziger Jahren fand man dort nichts Weiteres als eben diese Vitrinen mit genau solchen Märchenfiguren, wie Ralf Walraff sie beschreibt. Erst ab Anfang der Siebziger wurden die Vitrinen nach und nach durch neueren Attraktionen ersetzt. Heute ist es eine der schönsten Freizeitparks Deutschlands.
Auch das heutige Phantasialand sowie der Europapark - also die Nummer eins und zwei unter den deutschen Parks - sind jeweils aus einem typischen Märchenwald entstanden. Es geht also nicht alles zu ende, sondern entwickelt sich mitunter auch - kein Grund zur Verzweiflung ;-)
Marco Vogt
26. Mai 2012, 17:15
Märchenparks leben:
http://www.maerchenpark.de/
Sehr schöner Märchenpark für Kinder! Unserer Tochter hat es super gefallen...
Ursula Petzing
26. Mai 2012, 19:03
Ich erinnere mich mit Nostalgie an unsere Besuche im Maerchenwald in der Naehe von Duesseldorf. Jedesmal erlebte man eine neue Verzauberung. Ich glaube nicht, dass so etwas auch an der heutigen gamer-Generation spurlos vorueberghen wuerde. Wenn doch, dann liegt es wohl an den Eltern, die ihren Kindern die alten Maerchen icht mehr vorgelesen haben. Dabei sind sie gerade heute recht wertvoll : traue keinem Fremden, gehe nicht allein in den Wald, Bestrafung fuer Luege und Faulheit.
Ich hoffe, es wird sich Jemand finden, der wenigstens einen der Maerchengaerten rettet und restauriert. Es ist urdeutsches Kulturgut, das in alle Laender reicht.
peter bond
26. Mai 2012, 23:46
einfach traurig, das so sachen den "bach runtergehen". habe ja auch pc, internet etc. .... darum muss man ja nicht gleich die ganze geschichte und vergangenheit vergessen! das ist oft schade, im filmbereich (remakes dank leuten die nicht denken können, schwarz/weiss nicht mehr verstehen und glauben das effekte schlecht sind weil damals keiner cgi hatte), themeparks ohne zwei grosse ohren die mit europa so viel zu tun haben wie indianer mit türken, etc.
da haben wir den niedergang der kultur ;)
Franz Gundacker
27. Mai 2012, 06:25
Sie finden einen ähnlichen vor etwa 5 Jahren aufgegebenen Western-Park 45 km südlich von Wien, an der Autobahn-Ausfahrt Wöllersdorf. Zufahrt zum Gelände von der Nordumfahrung der Stadt Wiener Neustadt möglich, selbe Abzweigung wie zur Mülldeponie Wr. Neustadt (kein Scherz!).
Jens Schuetz
27. Mai 2012, 07:49
"Frank Bierbichler
26. Mai 2012, 11:22
Gleichnis für dieses Land"
Ein Gleichniss dafuer das es frueher keine Internetforen, kein Toilettenpapier, und keine Demokratie gab und Menschen frueher sterben und mehr arbeiten mussten?
Meine Uroma fand auch das frueher alles besser war. Beim Kaiser kostete ein Ei schliesslich nur einen Pfennig...
Eva Onkels
27. Mai 2012, 19:11
Das solche Parks mehr und mehr aussterben, ist glaube ich nicht (nur) dadurch bedingt, dass Eltern ihren Kindern angeblich weniger Märchen vorlesen.
Es ist vielmehr so, dass solche Parks nicht mehr zeitgemäß sind. Dem Phantasialand merkt man seine Herkunft aus einem Märchenpark auch noch an (vor hallem in z.B. Wuze-Town), aber sie haben eben eins gemacht: Sie sind modern geworden, haben weiter gedacht.
Ich bin 1989 geboren worden und kenne die meisten klassischen Kinder-Grimms-Märchen noch sehr gut, mir ist viel vorgelesen worden, später las ich selbt viel - aber ich muss auch sagen, dass mich solche Parks, die mit animierten Puppen arbeiten weder heute, noch damals hinterm Ofen hervor gelockt hätten. Es war für mich einfach nicht besonders spanned - nein, teils eher gruselig.
Rotkäppchen und der Wolf mochte ich nie und auch Schneewittchen gehörte nicht zu meinen Liebelingsmärchen.
Worauf ich hinaus möchte: Man kann, wie der Kommentator Herr Kirstein tat, natürlich darauf verweisen, dass heute ja alles nur noch über das Handy läuft (seiner Schlussfolgerung, dass der Begriff "Freund" weniger wert ist, kann und möchte ich jedoch nicht folgen), aber das ist nicht der Grund, warum heute die Menschen weniger gerne in die Märchenparks gehen.
Es gibt einfach zeitgemäßere Aufenthaltsorte - auch für Kinder - wo man sich auslassen kann.
Und gerade die großen Freizeitparks bieten in der Regel auch viel für Kinder - und Erwachsene. Ein ganz wichtiger Punkt.
Wer heute nicht mitwächst mit seinem Publikum, wer nicht auf ggf. andere Bedürfnisse achtet, der wird pleite gehen.
Und wenn wir immer die gute, alte Zeit beschwören, dann sollten wir auch die Droschken wieder auf die Straße holen.
Fazel Rati
27. Mai 2012, 21:13
Mal was anderes: warum nur hat der Fotograf hier Schwarz-Weiß gewählt?
Falls das auf Tristesse und Verfall hindeuten soll, hätte das die Dokumentation der verblassenden und abgeblätterten Farben viel besser getan. So finde ich die Bilder eigentlich flach und langweilig.
Marius Lohri
28. Mai 2012, 21:16
Mechanisch animierte Puppen hinter Glas: Für mich eher ein Gruselkabinett denn Märchenatmosphäre.
Sie möchten mitdiskutieren? Melden Sie sich hier an.