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1908-2012

Geschichte des FBI "Amerikanische Gestapo"



9 Debattenbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

nils gronmeyer

15. Juni 2012, 13:41
>>Der Vergleich mit KGB oder Gestapo ist nicht nur inakzeptabel. Er ist menschenverachtend. Das FBI mag mit wenig zimperlichen Methoden und Mitteln vorgegangen sein - vor allem aus der Sicht unserer permissiven Zeit der Samthandschuhe und des Täterschutzes.
>>


Sicher, nur mehr...

Jens Nurenberg
13. März 2012, 16:38
Hoover hat ausserdem den Staubsaugér erfunden.
Alexander Oliver Humboldt
13. März 2012, 17:27
"Am Ende stürzte Nixon aufgrund der FBI-Ermittlungen, nicht wegen einiger Presseenthüllungen. "

Na, da wird aber ein wenig Geschichtsklitterung betrieben. Bei aller Liebe zur Rolle des FBI bei Watergate, aber die Washington Post kann das so nicht stehen lassen...
Steffen Rau
13. März 2012, 19:13
Und ausserdem hat Hoover auch einen Damm gebaut.
Oliver Kluge
14. März 2012, 11:06
...es heißt ja auch nicht umsonst im Volksmund "Federal Bureau of Intimidation".
Lars Neumann
14. März 2012, 12:42
"zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte des FBI davon sprechen könne, dass sich Sicherheit und Freiheit einigermaßen in einer Balance befinden." Jo, das Gesetz nennt sich NDAA (National Defense Authorization Act) und beraubt den US-Bürgern Ihre Bürgerrechte sowie deren Menschenrechte, die ganze Welt muss unter diesem Gesetz leiden! Ohne Verfahren, was in einem Rechtsstaat die Regel sein sollte, kann in den USA jeder Mensch ohne Begründung verhaftet, eingesperrt, verhört, gefoltert, überwacht, durchsucht(bist auf den blanken Ars...) und ermordet werden! Einfach so, auf der ganzen lieben Welt! Das ist das tolle Vermächtnis von dem Superpräsidenten Obama, der Superdemokrat!
Niels Woisin
14. März 2012, 14:27
"zum ersten Mal überhaupt in der Geschichte des FBI davon sprechen könne, dass sich Sicherheit und Freiheit einigermaßen in einer Balance befinden."

Das soll wohl ein Witz sein! Da sind dem Spiegel Reporter keine weiteren Fragen zu eingefallen??

Ihr seid doch entweder dazu gezwungen ausschliesslich vorher erlaubte Fragen zu stellen, oder Ihr seid absolut unfaehig...

Dieses traurige ende des Interviews macht den ganzen Artikel zur Farce.
Olaf Nyksund
14. März 2012, 14:35
Der Vergleich mit KGB oder Gestapo ist nicht nur inakzeptabel. Er ist menschenverachtend. Das FBI mag mit wenig zimperlichen Methoden und Mitteln vorgegangen sein - vor allem aus der Sicht unserer permissiven Zeit der Samthandschuhe und des Täterschutzes.

Dennoch! Die Geheime Staatspolizei folterte und mordete, rücksichtslos, massenhaft und im Auftrag der dahinter stehenden Diktatur. Die Anzahl der von der Gestapo ermordeten und gequälten politischen Gegner, Andersdenkenden, "Rassenfeinde", Widerstandsangehörigen und deren Familien und Freunde ist groß.

Vermutlich noch größer, wenn auch aus bekannten Gründen eher dürftig dokumentiert, ist die Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Nationalität, sozialer Herkunft, Ethnie, Religion, Überzeugung oder "einfach so" durch das KGB gefoltert und umgebracht wurden.

Wie viele Massenerschießungen gab es in den USA? Wie viele Todeslager? Wie viele Holodomore?

Kleines Beispiel: als der Spion und Verräter Julius Rosenberg zu Tode verurteilt wurde, schrie die ganze Welt hysterisch auf. In derselben Zeit wurden in der UdSSR von Stalins Schergen unschuldige Leute reihenweise mit Tode oder "nur" 25 Jahren GuLag "bestraft" für schwere Verbrechen wie Verspätung am Arbeitsplatz, falsche Äußerung oder weil sie einmal mit einem falschen Menschen auf der Straße gesprochen haben. Von diesen unzähligen Opfern kennen wir nur selten die Namen, während Julius und Ethel Rosenberg in manchen Kreisen immer noch zu Helden stilisiert werden, und die USA natürlich zum Buhmann.

Natürlich waren damals auch die USA nicht frei vom Machtmissbrauch, aber es war der kälteste Kalte Krieg. Außerdem führten die Migrationswege damals schon von Ost nach West, von den Kommunisten zu den bösen, bösen USA, während freiwillige Fluchtkarrieren der US-Amerikaner ins gelobte Land der Sowjets eher extrem selten waren… warum wohl, stand doch jedem dieser Weg frei?
Henning Sittel
15. März 2012, 08:34
>Der Vergleich mit KGB oder Gestapo ist nicht nur inakzeptabel. Er ist menschenverachtend. Das FBI mag mit wenig zimperlichen Methoden und Mitteln vorgegangen sein - vor allem aus der Sicht unserer permissiven Zeit der Samthandschuhe und des Täterschutzes.
>
>Dennoch! Die Geheime Staatspolizei folterte und mordete, rücksichtslos, massenhaft und im Auftrag der dahinter stehenden Diktatur. Die Anzahl der von der Gestapo ermordeten und gequälten politischen Gegner, Andersdenkenden, "Rassenfeinde", Widerstandsangehörigen und deren Familien und Freunde ist groß.
>
>Vermutlich noch größer, wenn auch aus bekannten Gründen eher dürftig dokumentiert, ist die Anzahl der Menschen, die aufgrund ihrer Nationalität, sozialer Herkunft, Ethnie, Religion, Überzeugung oder "einfach so" durch das KGB gefoltert und umgebracht wurden.
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>Wie viele Massenerschießungen gab es in den USA? Wie viele Todeslager? Wie viele Holodomore?
>
>Kleines Beispiel: als der Spion und Verräter Julius Rosenberg zu Tode verurteilt wurde, schrie die ganze Welt hysterisch auf. In derselben Zeit wurden in der UdSSR von Stalins Schergen unschuldige Leute reihenweise mit Tode oder "nur" 25 Jahren GuLag "bestraft" für schwere Verbrechen wie Verspätung am Arbeitsplatz, falsche Äußerung oder weil sie einmal mit einem falschen Menschen auf der Straße gesprochen haben. Von diesen unzähligen Opfern kennen wir nur selten die Namen, während Julius und Ethel Rosenberg in manchen Kreisen immer noch zu Helden stilisiert werden, und die USA natürlich zum Buhmann.
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>Natürlich waren damals auch die USA nicht frei vom Machtmissbrauch, aber es war der kälteste Kalte Krieg. Außerdem führten die Migrationswege damals schon von Ost nach West, von den Kommunisten zu den bösen, bösen USA, während freiwillige Fluchtkarrieren der US-Amerikaner ins gelobte Land der Sowjets eher extrem selten waren… warum wohl, stand doch jedem dieser Weg frei?

Es geht hier nicht um Quantität, sondern Qualität- und hier steht und stand das FBI anderen Organisationen wie Gestapo und KGB in nichts nach. Der NDAA gibt dem FBI genau die gleichen Rechte, wie sie andere Organisationen haben und hatten. Und wenn SIe jetzt noch behaupten, Guantanamo sei ein Feriencamp, ist das Idyll perfekt. Dies ist eines der bekannten Lager, aber die Lager des FBI im Ausland, die keiner kennt, vor denen nachts kurz ein Flugzeug landet und gleich wieder verschwindet, sind des Vergleichs ruhig wert. Man hat dazu gelernt und macht sich mehr unsichtbar. Darin unterscheidet sich das FBI von anderen.
Im Übrigen, damit kein Mißverständnis entsteht: jede Tat einer solchen Organisation, die gegen Recht und Menschenrecht ist und insbesondere Leben kostet, ist verurteilungs- und verabscheungswürdig.
nils gronmeyer
15. Juni 2012, 13:41
>>Der Vergleich mit KGB oder Gestapo ist nicht nur inakzeptabel. Er ist menschenverachtend. Das FBI mag mit wenig zimperlichen Methoden und Mitteln vorgegangen sein - vor allem aus der Sicht unserer permissiven Zeit der Samthandschuhe und des Täterschutzes.
>>


Sicher, nur werden das die Verfolgten, Getöteten, zu Unrecht verurteilten der Bürgerrechtsbewegung durch das FBI etwas differenzierter sehen.

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