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Oktoberfestattentat

Bombenterror vor dem Bierzelt



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Michael Nitzsche

20. September 2008, 18:59
Ich war auch auf dem Oktoberfest an diesem Abend. Damals war ich 18 und mit einer Bekannten gerade auf dem Weg nach hause, als etwa 30m links vor uns die
Bombe hochging. Es war ein heller Blitz oder Feuerball der kurz über der Menschenmege erschien und dann der Knall oder Schlag. Instinktiv mehr...

Michael Nitzsche
20. September 2008, 18:59
Ich war auch auf dem Oktoberfest an diesem Abend. Damals war ich 18 und mit einer Bekannten gerade auf dem Weg nach hause, als etwa 30m links vor uns die
Bombe hochging. Es war ein heller Blitz oder Feuerball der kurz über der Menschenmege erschien und dann der Knall oder Schlag. Instinktiv duckten wir uns
wohl, als ich wieder aufschaute, war der ganze Platz wie vom Regen naß, aber es war das Blut der Verletzten. An die folgende Stille kann ich mich auch erinnern.
Ich habe erst gar nicht realisiert was los war, zuerst dachte ich, dass das menschliche-Puppen und Puppenteile wären die jetzt überall herumlagen. Ich lief
zu einem Mann auf dem Platz der irgendwie komisch dasass und fragte ob ich ihm helfen könnte, bis ich merkte, dass ihm die Arme und Beine fehlten, er hatte
wohl den Platz bereits "verlassen". Irgendwie wurde mir erst dann etwas klarer was los war, aber helfen konnte ich niemandem mehr, dazu war ich wie im Schock
nicht fähig. Ich weiß auch nicht mehr so genau wie ich an diesem Abend nach hause gekommen bin..... Schlimm fand ich, war, dass im Hintergrund das Fest weiterging. Und noch schlimmer fand ich die Leute, die an den nächsten Tagen extra zum Oktoberfest fuhren um evt. noch Blutspuren oder ähnliches zu sehen (leider mußte ich auf dem Weg von der Arbeit nach hause immer an der S-Bahn Hackesches Tor vorbei, so dass ich häufiger solche Gespräche in der S-Bahn mitanhören mußte). Auch diese elende Diskussion in der Öffentlichkeit ob das
Fest weitergehen sollte oder nicht, fand ich eklig.
Ich habe es in den folgenden 4 Jahren die ich noch in München wohnte, nicht fertiggebracht auf das Oktoberfest zu gehen, obwohl Spuren, bis auf das Denkmal, wohl nicht mehr da sind.

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