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Werner Mueller
1. März 2009, 21:22
Es ist beruhigend, zu erfahren, dass wenigstens Herr Bokelberg Spass an seiner Tätigkeit hatte. Ob das auch für die Zuschauer galt? M. E. stellte Viva den besten Beleg dar für die Gültigkeit der von Hans-Joachim Kulenkampff gemachten Feststellung: "Fernsehen wurde zuerst von
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Bert Huber
1. Dezember 2008, 10:59
Aber der erste deutsche Musiksender war Viva nicht.
Das war schon 10 Jahre vorher Musicbox (später Tele 5).
Phil Winter
1. Dezember 2008, 11:10
Böse ausgedrückt: Viva verkörpert auf grausamste Weise die Auswüchse der 90er Jahre.
Viel interessanter wäre doch mal ein Artikel über Viva 2. Denn das war WIRKLICH eine Revolution! Ein Programm, dass sich jahrelang fast ausschließlich auf kleine Sparten kozentrieren konnte.
Björn Peinemann
1. Dezember 2008, 12:13
Rückblickend muss man sagen: Viva war in den ersten Tagen peinlich, aber authentisch - und: teilweise sogar grandios. Man denke nur an den sogenannten Zuschauer der Woche in Stefan Raabs TV-Debut Vivasion. Und für mich als Heranwachsender zur damaligen Zeit ein wunderbares Mittel der sozialen Distinktion: Allein schon, weil meine Eltern diesen Sender hassten (insbesondere Stefan Raab), wurde er für mich zum Pflichtprogramm.
Christian Matzen
1. Dezember 2008, 13:10
Wer hat denn behauptet, der Comet gehe ausschließlich an nationale Künstler? (Text zu Foto 9/12)
Schon in der ersten Verleihung waren unter den Preisträgern Briten (Massive Attac), Iren (The Kelly Family) und Italiener (das Modelabel Diesel).
In der zweiten Verleihung kamen dann auch schon die Kategorien "Newcomer International", Act International", "Video International" und "Dance Act International" dazu.
Dies soll in keinster Weise rassistisch gemeint sein, es soll lediglich eine Falschaussage richtig stellen!
R Stephan
1. Dezember 2008, 14:52
Hmm. Einen jungen Menschen, der Cojones genug hat, dem aufgeschlossenen Publikum vor laufender Kamera wahrheitsgetreu mitzuteilen, das Genesis "irgendwie Scheiße" sind, sogleich vor den Chef zu zerren, ist ja bezeichnend für die ganze Gornykiste. Darf man rückschauend wohl als den Beginn der sich kontinuierlich fröhlich frei entfaltenden Peinlichkeitsolympiade dieser selbstermächtigten "Videoverwertungsanstalt" (giggl) festmachen. Schwamm drüber.
Werner Mueller
1. März 2009, 21:22
Es ist beruhigend, zu erfahren, dass wenigstens Herr Bokelberg Spass an seiner Tätigkeit hatte. Ob das auch für die Zuschauer galt? M. E. stellte Viva den besten Beleg dar für die Gültigkeit der von Hans-Joachim Kulenkampff gemachten Feststellung: "Fernsehen wurde zuerst von Schlauen für Schlaue, dann von Schlauen für Dumme und schliesslich von Dummen für Dumme gemacht."
Viva war die Manifestation der dritten von Kulenkampff postulierten Phase: Moderatoren, die nicht moderieren konnten (die Mädels liebäugelten sowieso meist mit einer anschliessenden Schauspielkarriere, die Jungs waren oft einfach nur peinlich, siehe Herrn Bokelberg und den unsäglichen Tobi Schlegl), präsentierten Sänger, die nicht singen konnten (es war ja eine Plattform für deutsche Bands).
Einer profitierte allerdings enorm von Viva: Harald Schmidt, der in seiner Late-Night-Show sehr gerne Moderatorinnen des Senders und von Viva gepushte hochtalentierte Gruppen (wie Tic Tac Toe) begrüsste. Er bezeichnete diese später auch ganz offen als "Viva-Schlampen".
Herr Bokelberg hat übrigens vergessen, eine wichtige Tatsache zu erwähnen: der Versuch, MTV abzuhängen, ging letztlich in die Binsen. 2004 wurde Viva vom MTV-Mutterkonzern Viacom geschluckt und ist jetzt nur noch eine Filiale.
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