Dennis Winckler
25. Dezember 2008, 15:57
Auf dem Stern Titelbild (Bild 17) sehen die zwei Personen sehr verdächtig nach den Personen auf Bild 8 aus. Zumal Bild 1 das Titelbild ohne diese Personen zeigt.
Schade, denn eigentlich finde ich die Szenerie auch ohne diese Manipulation sehr dramatisch.
Mit freundlichen Grüßen,
Dennis Winckler
Wolfgang Blankschein
25. Dezember 2008, 21:29
Beeindruckende Bilder von winterlichsten Wetterlagen in Norddeutschland, an die ich mich persönlich noch gut erinnern kann.
Gerade las ich unter dem Stcihwort "Schneekatastrophe in Norddeutschland 1978" unter wikipedia nach, dass der Beginn des Schneetreibens dort auf den 28.12. datiert ist.
Nun, ich habe den Auftakt früher in Erinnerung: Am 22.12., jedenfalls noch vor Weihnachten, saß ich nachmittags im Phil-Turm der Uni Hamburg im 10. Stock; hier erlebte ich mein letztes Semester vor Beginn des Staatsexamens. Unter den Teilnehmern des philosophischen Seminars verbreitete sich eine gemütliche vorweihnachtliche Stimmung; denn seit dem frühen Nachmittag fielen ununterbrochen große Schneeflocken vom Himmel und unsere Augen waren häufig auf die Fenster gerichtet. Unmittelbar nach Kursende fuhr ich mit meinem Pkw von der Uni zum Horner Teller, die Autobahn in Richtung Lübeck war jedoch schon kurz vor 17 Uhr vollständig gesperrt. Also begab ich mich kurzerhand Richtung Hauptbahnhof, parkte mein Pkw in der Nähe und fuhr mit dem Zug zurück nach Lübeck, meinem damaligen Wohnort. Auch im Zug herrschte eine ungewöhnliche Stimmung angesichts des Schneetreibens draußen.
Am Abend konnte ich dann erfahren, dass ich den allerletzten Zug nach Lübeck gerade noch erreicht hatte, die Bahnstrecke wurde - wie die Autobahn - ebenfalls vollständig gesperrt. An einem Weihnachtsfeiertag konnte ich dann mein Auto nach Hause zurückfuhren, auf beiden Seiten der A1 türmte sich der geräumte Schnee meterhoch.
Diesen Winter werde ich nie vergessen. Nahezu ununterbrochen lag der Schnee bis fast Ende Februar, in meiner Küche waren die Scheiben (auf dem Hausdach) ständig weiß bedeckt. Im Zentrum Hamburgs waren fast immer Langskiläufer unterwegs, z.B. direkt an der Rothenbaumchaussee. In Lübeck konnte man auf der gefrorenen Wakenitz kilometerweit in nahezu verzauberter Winterlandschaft laufen. - Schade, dass wir den Winter in Norddeutschland nicht mehr erleben können!
Wolfgang Blankschein
Lutz Grenzer
27. Dezember 2008, 14:25
Ich erlebte die Schneekatastrophe in Heide an der Westküste. Zu Weihnachten war es bei uns noch grün und danach gab es einen Temperatursturz und stürmischen Ostwind. Der Schnee machte Heide zur Endstation für die Züge, LKWs und PKWs kamen nicht mehr durch. Die Supermarktregale leerten sich langsam und meine Freunde und ich versorgten die Bewohner eines Altenwohnheims mit Lebensmitteln. Wir gingen von Tür zu Tür und sammelten die Wünsche für die Einkäufe ein und die Eltern bekamen eine Sondererlaubnis und fuhren mit viel Mühe durch die Stadt, um die gewünschten Lebensmittel auch zu bekommen. Der Schnee war ein Riesenproblem: Wege, für die man quer duch unsere Siedlung 3 Minuten brauchte, wurden zu 30 Minuten-Märschen durch die Schneewehen. Im Nachhinein fällt mir auf, dass dabei alle einander vertrauten, den Rentnern ihr Geld nicht veruntreut wurde und wir als Jugendliche in dieser Zeit etwas wirklich Sinnvolles taten. Dafür ließen wir uns dann abends den warmen Tee schmecken, wenn der Wind um die Häuser blies und neuen Schnee mitbrachte.