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Karl-Marx-Allee

Boulevard der zerbrochenen Träume



6 Debattenbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

max muetze

4. November 2009, 23:11
Hat der Autor in seinem Artikel "Vorsprung durch Technik" etwas daneben gehauen (vor allem die Fotos), lieferte er nun eine genaue Beschreibung. Nicht nur der Karl-Marx-Allee, sondern des ständigen Erlebens von Ossis, die mit Menschen aus dem Westen zu tun haben.

"Die mehr...

Jana Rommel
4. November 2009, 13:31
Sie sprechen mir aus dem Herzen. Vielen Dank!
Dirk Förster-Trallo
4. November 2009, 13:43
Ein sehr lesenswerter Artikel. Allen die mehr über die Karl-Marx-Allee wissen wollen, empfehle ich einen Besuch im Café Sibylle. Man kann eine Audiotour ausleihen, sich von Friedrichshainer Orginalen die Geschichte erzählen lassen oder einfach die Ausstellungen oder Lesungen genießen. Es lohnt sich!

http://www.union-sozialer-einrichtungen.de/index.php?id=84
Thomas Glöckner
4. November 2009, 13:49
Leider hat die Karl-Marx-Allee nach der Wende viel von ihrem Glanz, wie immer man dieses Wort in Bezug auf die Karl-Marx-Allee auch definieren möchte, eingebüßt. Diese Strasse steht für mich vor allem für den Verfall, der nach der sogenannten Wende die alten, vielleicht auch falschen Werte und Normen in neue umgewertet hat. Gleichzeitig muss man zugeben das, je tiefer die DDR in die Krise schlitterte, diese Allee um so bevorzugter behandelt worden ist, was die Renovierung und Instanthaltung der Häuser und die Ausstattung der Läden betrifft, so dass man hier oft, zu DDR-Zeiten, auf eine Kulisse traf.
Zum Schluss wäre zu überlegen inwiefern der/die Architekt(en) der Karl-Marx-Allee auf Bau-Vorlagen des Nazi-Architekten Albert Speer zurückgegriffen haben, denn mir scheint, es bestehen viele Ähnlichkeiten zwischen Bauten für die "Welthauptstadt Germania" und den Bauten der Karl-Marx-Allee.
Armin Herold
4. November 2009, 14:23
Ja, auch mir spricht der Autor aus dem Herzen! Diese billige schwarz/weiß Siegergeschichtsschreibung und diese unwissende und arrogante Besatzermentalität - da ist man oft sprachlos und wütend. Leider hat man nicht immer die Kraft dieser politisch gewollten einseitigen Sicht etwas entgegenzusetzen. Aber wahrscheinlich ist es das Einzige, was man tun kann und vielleicht sogar muss!.
Dazu braucht es aber viel mehr solches Selbst-bewusst-sein!!! Sehr guter und wichtiger Beitrag, dank dafür!

Rainer Schillerwein
4. November 2009, 22:10
Hinweis zu Thomas Glöckner
Wenn ich mir die Straßenlaterne vor dem Haus auf Bild 15 ansehe, erinnert mich die sehr stark an die Beleuchtung der ehemaligen Ost-West Achse.
Die wurde bekanntermaßen entworfen von Albert Speer.
Hat man eventuell an der Karl-Marx-Allee diese Leuchter stehengelassen?
max muetze
4. November 2009, 23:11
Hat der Autor in seinem Artikel "Vorsprung durch Technik" etwas daneben gehauen (vor allem die Fotos), lieferte er nun eine genaue Beschreibung. Nicht nur der Karl-Marx-Allee, sondern des ständigen Erlebens von Ossis, die mit Menschen aus dem Westen zu tun haben.

"Die selbstverliebte Show des arroganten Wessis machte mich wütend. Selten hatte ich mich so aggressiv erlebt. Trotzdem behielt ich meinen Ärger für mich und schwieg. Warum? "

Es erfüllt die Menschen mit Wut, sich von Leuten, die die DDR nicht erlebt haben, ihr Leben in dieser erklären zu lassen. Und wenn sie deren dümmliche Meinung nicht teilen, werden sie als Ostalgiker verschrien.

Ein Freund von mir, der an einer Berliner Uni Menschen aus alten und neuen Bundesländern unterrichtet beschrieb es so: "Die im Westen vom Gymnasium kommen, hätten bei uns früher nicht mal die 8. Klasse geschafft. Keine Ahnung vom Fach, aber tolle Powerpoint-Präsentationen. Und je weniger sie wissen, desto größer ist die Show, die sie abziehen."

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