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2010

Auswanderung in die DDR "Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin"



3 Debattenbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

wolfgang lange

4. Mai 2010, 17:27
wolfgang lange

ich wünschte, dieser film käme vor augen und sinne vieler an politischer historie interessierter menschen. wie tief gespalten und mit ambivalenter verführerischer kraft dieses deutschland wirklich war, zeigt dieser auch emotional sehr eindringliche film. als jemand, mehr...

Arndt Hecker
30. April 2010, 11:16
Herrlich, wie Frau Zumpe nach "drüben" blickt, ohne nach "drüben" zu schauen. Herrlich auch, wie Frau Zumpe nach wie vor der Meinung ist, durch ihren vermeintlich freiheitlichen Blick auf die ihr zu Füßen liegende Restwelt, Dinge beurteilen zu können, die sich in diesem Staat DDR abgespielt haben. Hier wurden die richtigen Menschen aus dem Westen Deutschlands nach einem schicksalhaften aber trotzdem naiven oder besser noch: wahnsinnigen Selbstversuch in der DDR bestenfalls in die weltanschauliche Resignation, schlimmstenfalls aber in den Selbstmord getrieben. Schade! Wieder ein Film, der trotz des Umfang der Recherche halbherzig DDR-Geschichte darstellt. Auch schade, das Frau Zumpes Film ebenfalls herzlich wenig zur tatsächlichen Aufarbeitung von DDR-Geschichte in allen Facetten beiträgt. Erschreckend jedoch, das Frau Zumpe mit dem freiheitlichen Blick über die Dinge nicht der Blick hinter das Anschauliche gelingt.
Nils Beier
3. Mai 2010, 15:24
Eine Geschichte, die Geschichte erlebbar macht!
Ein interssanter Blick von außen auf die DDR vernüpft mit der emotionalen Suche nach dem Bruder. einestages bietet immer wieder spannende Einblicke.
wolfgang lange
4. Mai 2010, 17:27
wolfgang lange

ich wünschte, dieser film käme vor augen und sinne vieler an politischer historie interessierter menschen. wie tief gespalten und mit ambivalenter verführerischer kraft dieses deutschland wirklich war, zeigt dieser auch emotional sehr eindringliche film. als jemand, der in der ddr aufgewachsen ist, kann ich nur die betrachtungsbalance bewundern und feststellen, ja, so war das leben in der ddr, die vielen irrtümer und selbstlügen der ideologischen verführer und verführten, von denen der film nachdrücklich und authentisch berichtet, eingeschlossen. für mich ist dieser dramaturgisch mit etlichen kunstgriffen schön aufgeladene film ein sehr lebendiges Dokument eines im zwiespalt seiner gesellschaftlichen konflikte gefangenen landes, dem das wunder der vereinigung gelang.

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