Sie lagen so was von daneben: Westliche Politiker und Kommunismusforscher prognostizierten der SED-Parteiendiktatur noch in den achtziger Jahren eine stabile Zukunft. Zum 59. Beinahe-Geburtstag der DDR blickt Jens Hüttmann auf die bizarren Fehleinschätzungen der "Experten" zurück.
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Flüchtende hielt er für Kriminelle - und tut das bis heute: Als DDR-Grenzoffizier verhinderte Claus Schnelle jahrzehntelang sogenannte Grenzdurchbrüche an der Mauer. Als das Regime wankte, stellte er manches in Frage. Nur nicht das System. Von Christoph Gunkelmehr...
Nicht nur an der Mauer, auch an den Grenzen der sozialistischen "Bruderländer" ließ die SED-Führung Jagd auf "Republikflüchtlinge" machen. An bulgarische Grenzer zahlte das Ostberliner Regime offenbar eine regelrechte Kopfprämie für jeden erschossenen DDR-Bürger. Deren Leichen wurden einfach im Grenzstreifen verscharrt. Von Stefan Appeliusmehr...
Als ehemaliger DDR-Bürger kannte Robert Schröter das berühmte Video von einer Flucht über die Stacheldraht-Grenze in Berlin. Jahre später lernte er im Rheinland einen faszinierenden Kneipenwirt kennen - und erfuhr dann durch einestages: Es war der jüngst verstorbene Fluchthelfer und Zeitzeuge Werner Hullin.
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Die Berliner Mauer war seine Leinwand: 1986 eröffnete Peter Unsicker die Wall Street Gallery unweit des Checkpoint Charlie und machte das Symbol deutscher Teilung zum Gegenstand seiner Kunst. Die DDR-Funktionäre waren nicht begeistert - und schickten die Stasi.
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Die Mauer war elf Tage alt, als Günter Litfin versuchte, durch den Berliner Humboldthafen in die Freiheit zu schwimmen. Er wurde von Grenzern entdeckt - und erschossen. Vom Tod des ersten Maueropfers erfuhr sein Bruder einen Tag später aus dem Fernsehen. Eine deutsche Familiengeschichte.
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