| Das entspannendste Ei: Sieht aus wie ein Osterei mit Motorhaube, ist aber ein sogenannter "Floating Tank". Die schall- und lichtisolierten Kapseln wurden 1954 für die Nasa entwickelt. Astronauten probten in den mit Salzwasser gefüllten Tanks die Schwerelosigkeit. In den Sechzigern wurde der Plastik-Uterus vor allem wegen seiner bewusstseinserweiternden Wirkung geschätzt. John Lennon war einer der prominentesten Fans des Eso-Eis. Heute dienen Floating Tanks einfach nur der Entspannung. |
Die neue Ei-Zeit beginnt jetzt! Pünktlich zu Ostern hat einestages die Gelege der Welt durchkämmt und ist auf jede Menge Wahnsinns-Eier gestoßen. Darunter das kleinste, das älteste, das ekligste und das eckigste Ei - und eins in dem man wohnen kann.
Das Ei ist überall. Es wird gekocht, gebraten, pochiert, geschlagen, getrennt, verbacken, vergoren, verrührt oder im Rohzustand mit Zucker geext. Es wird von Designern für seine strenge Form bewundert, von Physikern für seine geniale Statik und von Politikverdrossenen für die tollen Wurfeigenschaften. In der Mythologie steht es für den Quell allen Lebens, in der Wissenschaft irgendwie auch und in der bierseeligen Männerrunde für ... ach, lassen wir das. Sogar in einestages steckt ein "ei".
Dabei ist es streng genommen eines der langweiligsten Güter der Welt. Geradezu zum Gähnen unkomplex kommt es daher: Dotter, Eiweiß, Schale, fertig. Dazu noch die Form und die Farbe - öde. Sogar das Huhn ist, stellt man es neben einen niedlichen Mops oder einen Buckelwal, deutlich unspektakulärer. Ja, selbst die Frage, was zuerst da war, die Henne oder ihr Gelege, entlockt dem ausgebufften Evolutionsforscher von heute nicht einmal mehr ein müdes Lächeln.
Doch trotzdem gibt es rund um den Globus Menschen, die mit viel Elan dem Ei huldigen. Zum Beispiel in Thailand. Dort haben am 16. November 1997 1000 Köche gemeinsam mit 500 Helfern aus 20.999 Eiern das weltgrößte Omelette gebraten. In Australien wurde am 9. April 1992 von der Firma Cadbury das mächtigste Schokoladenei hergestellt. Mit 4,76 Tonnen Gewicht und einer Höhe von 7,1 Metern war diese Süßigkeit ein haushoher Diabetiker-Alptraum. Und in Deutschland? Wurde natürlich das Ei des Führers entdeckt. Wenn auch nur von der Redaktion der "Harald Schmidt Show".
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