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...die gute, alte Schreibmaschine, die freilich erst mit der Verbreitung des guten, alten Tipp-Ex zumindest ein wenig von ihrem Schrecken verlor. Der vorangegangene Satz wurde übrigens zweimal zur Hälfte gelöscht, bis er ein ordentlicher Satz war.
Es fehlen noch Sounds? Verraten Sie der Redaktion und den anderen einestages-Lesern in der Debatte, welche! |
Wir hassten und liebten und hörten sie ständig: Ratternde Wählscheiben, fiepende Modems, surrende Kassettenrekorder. Doch viele Geräusche von früher sind vom Aussterben bedroht. Nun will ein Museum sie alle retten. einestages präsentiert die schönsten Audio-Antiquitäten - zum Horchen und Erraten. Von Benjamin Maack
Pssst. Machen Sie mal kurz eine Pause. Nicht mit der Maus klicken oder auf der Tastatur tippen. Nun schließen Sie die Augen und horchen genau hin. Hören Sie das auch? Das kreischende "Drrriiiiiiiiiiiiii, drrriiiiiiiiiiiiiiiii" des Nadeldruckers, das Piepsen, Fiepen, Rauschen des Modems, das sich ins Internet einwählt, oder das stoische Rattern der Wählscheibentelefone. Nein, hören Sie nicht. Natürlich nicht.
In den letzten Jahrzehnten ist es immer stiller geworden um uns. Denn auch wenn ständig darüber gesprochen wird, wie schädlich der Verkehrslärm von Autobahnen und Kopfsteinpflasterstraßen ist, sind wir dabei, eine andere Geräuschquelle langsam, aber sicher zum Schweigen zu bringen: die Technik, die uns im Alltag umgibt. Was früher in unseren Büros und Wohnzimmern klickte, knackte und summte, wird mehr und mehr zu einem Heer stiller Dienstleister, die lautlos ihre Aufgaben für uns verrichten. Mit einem schüchternen Klicken der Maus verschicken wir eine E-Mail, unser Lieblingslied spielen wir mit einer stummen Geste auf dem Touchpad unseres MP3-Players ab und navigieren uns ebenso geräuschlos einen Song weiter.
All diese Dinge hatten früher einen Klang: das dumpfe Knacken der Plattenspielernadel auf dem Vinyl, das eilige Eiern des Kassettentonbandes, wenn es im Schnellvorlauf durch unseren Walkman knatterte. Oder das gemächliche Rascheln eines Blattes Papier, das von einem Faxgerät geschluckt wurde, um durch eine Telefonleitung zu seinem Empfänger zu sausen.
Nach und nach verschwinden diese Geräusche. Ein Faxgerät werden viele noch im Büro stehen haben, der tragbare Kassettenrekorder hingegen wird bei den meisten Leuten längst auf dem Dachboden oder gar im Müll gelandet sein. Und mit ihm die Geräusche, die so viele Erinnerungen in uns wecken.
"Die Symphonie einer startenden Windows-95-Maschine"
Deshalb hat vor einiger Zeit still und heimlich im Internet das "Museum der bedrohten Geräusche" eröffnet. Auf der Website savethesounds.info piepst ein altes Nokia-Telefon neben dem Rauschen eines Fernsehers und einem Videorecorder, der sich mit einer ganzen Kakophonie mechanischer Laute eine VHS-Kassette einverleibt.
Unter den Artefakten grinst den Besucher der Kurator der Website an, ein Vollblutnerd mit dickrandiger Brille und aufgescheuchtem Blick. Sein Name: Brendan Chilcutt. Sein Projekt: die Rettung alter Geräusche. "Stellt euch eine Welt vor", steht da mit sattem Pathos, "in der wir niemals wieder die Symphonie einer startenden Windows-95-Maschine hören. Stellt euch Generationen von Kindern vor, die nicht mit dem Geschwätz der Engel aufwachsen, die in den Tiefen eines Röhrenfernsehers wohnen." Bis 2015 will er deshalb alle bedrohten Geräusche gesammelt und das Museum vervollständigt haben. Denn: "Wer wird meinen Gameboy spielen, wenn ich weg bin."
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