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Sportliche Höchstleistungen: Eigentlich wirkt Mehdorn mit seinen nur 1,74 Metern Körpergröße und seiner beleibten Statur keineswegs wie ein Spitzensportler. Selbst Politiker im deutschen Bundestag machten sich über die gedrungene Gestalt des Geschäftsmanns lustig: Hinter vorgehaltener Hand nannten sie ihn "Barney Mehdorn" - als Anspielung auf Barney Geröllheimer, den stämmigen Freund der Zeichentrickfigur Fred Feuerstein.
Und auch wenn Mehdorn sonst keinen Hang zu übermäßiger Selbstkritik zeigt, gab er, der am liebsten Kohlroulade oder Schnitzel im Berliner Café Einstein isst, 2001 im "Bild"-Interview zu, er sei "ein bisschen zu dick". Das war jedoch keineswegs immer so. Denn früher lehrte der forsche Manager nicht nur in der Welt der Wirtschaft seine Gegner das Fürchten. Während er in den sechziger Jahren in Berlin studierte, betrieb Mehdorn Rudern als Leistungssport - mit beachtlichem Erfolg: So nahm er an den deutschen Meisterschaften teil und wurde im "leichten Jungmann-Zweier" sogar Berliner Landesmeister. Symbolbild |
Er ist einer von Deutschlands unbeliebtesten Managern: Mit seiner poltrigen Art und markigen Sprüchen machte er sich als Chef der Bahn unbeliebt, nun ist er bei Air Berlin gegangen. einestages verrät jeden Monat fünf schräge Fakten über eine Persönlichkeit, von der jeder alles zu wissen glaubt. Dieses Mal: Hartmut Mehdorn.
Er war es, den Gerhard Schröder 1999 zur Hilfe rief, um die muffige Bundesbahn zu einem blühenden modernen Konzern zu sanieren. Mit großen Zielen trat Hartmut Mehdorn damals an: massiver Service-Ausbau, 6,6 Milliarden Gewinn innerhalb von fünf Jahren - und am Ende der glorreiche Börsengang des Unternehmens. Doch als er zehn Jahre später seinen Hut nehmen musste, sah die Bilanz bitter aus: Langdauernde Bahnstreiks, eine auf 3,6 Milliarden Euro Verlust korrigierte Gewinnprognose und undurchschaubare Umstrukturierungen des Bahn-Preissystems hatte das Unternehmen in den Jahren unter Mehdorn erleben müssen. Mit seinem Plan, die Bahn an die Börse zu bringen, konnte er sich nicht durchsetzen. Und Mehdorn selbst hatte sich zu allem Überfluss in einen Skandal um die Bespitzelung von Mitarbeitern verstrickt.
Nun geht Mehdorn bei Air Berlin. Der Mann, der für seine restriktive Informationspolitik und seinen übermäßigen Gebrauch von Anglizismen mit Schmähpreisen überhäuft wurde, legt seinen Vorsitz der maroden Fluggesellschaft nieder. Allerdings war er in diesem Fall auch nur als Interimschef angetreten und hat mit harten Sparprogrammen die Sanierung des Unternehmens auf den Weg gebracht.
Über Jahrzehnte konnten wir Mehdorns undiplomatische Art und seine mangelnde Kritikfähigkeit in den Medien mitverfolgen. Aber was wissen wir wirklich über ihn und das Privatleben, in das der mittlerweile 70-Jährige sich nun wohl zurückzieht?
In "Fünf Wahrheiten über..." verrät einestages einmal im Monat vergessene Anekdoten und überraschende Fakten zu einem Thema, über das jeder längst alles zu wissen glaubt.
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dak
Die Lokführer-Gewerkschaft GDL forderte im Bahnstreik 2007...