
Corbis
Noch heute streiten Historiker über das genaue Datum, an dem im Jahr 1412 im nordfranzösischen Dörfchen Domrémy-la-Pucelle ein kleines Mädchen das Licht der Welt erblickte. Wäre ihrem Vater Jacques oder ihrer Mutter Isabelle bewusst gewesen, dass ihre Kleine noch Jahrhunderte später als
die französische Nationalheldin schlechthin gefeiert werden würde, hätten sie Tag, Monat und Jahr vielleicht vorsorglich in eine Granittafel oder etwas ähnlich Witterungsbeständiges meißeln lassen. Doch so ging der genaue Geburtstag von
Jeanne Darc verloren, die später von den Franzosen so verehrt werden sollte, dass man ihr den Adelstitel "d'Arc" andichtete.
Zunächst aber war Jeanne nur ein gewöhnliches, kleines, gottesfürchtiges Mädchen. Ganz besonders gottesfürchtig sogar, um genau zu sein: Mit 13 soll sie zum ersten Mal religiöse Visionen gehabt haben - von der heiligen Katharina, Erzengel Michael und der heiligen Margareta. Die Heiligenerscheinungen wiederholten sich, und ihre Besucher bedachten sie mit einer heiligen Mission: Sie solle Frankreich von den Engländern befreien und dem Thronerben des Königs von Frankreich zur Krone verhelfen.
Und so kam es, dass...
1. Schritt: Teenager in heiliger Mission
2. Schritt: "Make Love Not War" im Mittelalter
3. Schritt: Wachtmeister in scheppernder Rüstung
4. Schritt: Rechtschaffener Eindringling
5. Schritt: Weißblau ohne Kettenhemd
6. Schritt: Fromm und fromm gesellt sich gern
7. Schritt: Habebamus papam
