| Die "Landshut" in Rom: Am 13. Oktober landete die Lufthansa-Maschine "Landshut" auf dem Flughafen von Rom. Sie war auf dem Flug von Mallorca nach Frankfurt am Main von Terroristen entführt worden. Die Italiener ließen die Maschine jedoch gegen den Wunsch der Bundesregierung erneut starten. |
Erstmals hat ein deutsches Ministerium Akten zur Entführung der Luftansa-Maschine "Landshut" 1977 freigegeben, darunter eine Art Operationstagebuch des Bonner Krisenstabes. Im Licht der Dokumente stellt sich die Geschichte des Dramas in vielen Teilen neu dar - ein Protokoll der Ereignisse. Von Klaus Wiegrefe
Dienstag, 18. Oktober 1977
00.05 Uhr
Vom Tower aus versuchen die Deutschen, Mahmud abzulenken. Wie denn der Austausch der Geiseln erfolgen solle? Der Chef des Kommandos hat sich die Modalitäten gut überlegt, gibt Anweisungen zum Umgang mit den Medien. Unterdessen schleichen sich die GSG-9-Männer von hinten an das Flugzeug heran. Als sie ihre Positionen erreicht haben, gibt GSG-9-Chef Wegener den Einsatzbefehl. Operation "Feuerzauber" beginnt. Blendgranaten explodieren vor den Cockpit-Fenstern und setzen Mahmud für einen Augenblick außer Gefecht. Durch die von außen geöffneten Türen stürmen die Männer mit den geschwärzten Gesichtern in die Maschine: "Köpfe runter. Wo sind die Schweine?" Dann eröffnen sie das Feuer. Drei der vier Geiselnehmer sind sofort tot. Nur Souhaila Andrawes überlebt. Von den Geiseln wird nur eine Frau am Bein verletzt, ein GSG-9-Mann am Hals.
Peter Horstmüller war 21, als er und seine GSG-9-Kameraden...
Sie überlebte die dramatischste Flugzeugentführung der...
Karl-Heinz Dellwo war Mitglied des RAF-Kommandos, das 1975...