Über einestages

1945

Hiroshima 1945 Bilder einer toten Stadt



15 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Bettina Horn

4. Juli 2011, 12:10
Ich bin erschüttert, dass Sie Herr Koll die Atombomben-Abwürfe tolerieren ja sogar als Notwendigkeit erachten, weil der Krieg womöglich noch viele Jahre durch die Japaner hätte weitergeführt werden können. Dass dies aber alles nur eine Annahme ist, denn wer könnte mehr...

Manuel Baghorn
29. Juni 2011, 12:23
Was mich überrascht, ist das der Angriff auf Hiroshima nie offen als Kriegsverbrechen bezeichnet wurde (ganz unabhäbhängig davon, ob durch ihn auch Menschenleben gerettet werden konnten, da der Krieg früher beendet war). Denn auch nach der damals bereits bekannten Haager Landkriegsverordnung war ein derartiger gezielter Angriff auf die Zivilbevölkerung unzulässig.
Der Verdacht drängt sich also hier geradezu auf, dass hier nicht nur die Sachargumente zur Bewertung dieses Angriffs eine Rolle spielen.
Markus Abt
29. Juni 2011, 13:43
Wann zahlen die USA endlich mal Reparationen für ihre weltweiten Kriegsverbrechen?
Simone Goltz
29. Juni 2011, 13:54
Diese Stillleben sind sicher äußerst bedrücken. Die Amerikaner hatten aber auch die "Schäden" an noch lebenden Menschen (Verbrennungen, Zerstückelungen) dokumentiert.
Ich erinnere mich an Bilder, als Ärzte und Fotographen der Siegermacht in obzöner Weise die Opfer entkleidet, die Verbände entfernt und den "Erfolg" fotographiert haben.
Jens Meyer
29. Juni 2011, 13:55
durch die A-Bomben Abwürfe der Amerikaner entsteht bei den meisten Menschen meiner Meinung nach immer der Eindruck, das die Japaner hauptsächlich Opfer des Krieges waren. Tatsächlich waren die Japaner aber die Aggressoren im asiatisch-pazifischen Gebiet, viele Länder wurden besetzt, bereits vor Beginn des 2.WK haben die Japaner 1937 einen Teil Chinas besetzt ( Mandschurei) und einen jahrelangen Krieg geführt. Zahlreiche Kriegsverbrechen und Massaker an der Zivilbevölkerung sind bekannt, ca. 20 Millionen Chinesen wurden getötet und unermesslicher Schaden angerichtet.

Außerdem wurden allein in Deutschland durch die konventionellen Bombenangriffe der Allierten mehr Menschen getötet als durch die A-Bomben in Japan.
Jens Meyer
29. Juni 2011, 13:58
>Was mich überrascht, ist das der Angriff auf Hiroshima nie offen als Kriegsverbrechen bezeichnet wurde (ganz unabhäbhängig davon, ob durch ihn auch Menschenleben gerettet werden konnten, da der Krieg früher beendet war). Denn auch nach der damals bereits bekannten Haager Landkriegsverordnung war ein derartiger gezielter Angriff auf die Zivilbevölkerung unzulässig.
>Der Verdacht drängt sich also hier geradezu auf, dass hier nicht nur die Sachargumente zur Bewertung dieses Angriffs eine Rolle spielen.

Siegerjustiz halt, die gezielten Angriffe auf Deutschlands Zivilbevölkerung wurde auch durch niemanden geahndet
Jens Meyer
29. Juni 2011, 14:01
>Wann zahlen die USA endlich mal Reparationen für ihre weltweiten Kriegsverbrechen?

Die Amerikaner haben keine Kriegverbrechen begannen, die Japaner waren die Aggressoren und haben im pazifischen Raum mehr als 20 Millionen Menschen ermordert, der Unterschied ist nur, das die keine Atomwaffen hatten. Ohne Amerikaner wären wir alle kommunistisch und Sie könnten in keinem Forum ihre freie Meining äußern.
gerd friedl
29. Juni 2011, 14:37

soso..da zerfetzt und verbrennt und verstrahlt eine us-amerikanische bombe hunderttausende japanische zivilisten. immerhin werden ein paar bilderchen ein paar beschaedigter gebauede gezeigt, aber keine einzige leiche. immer schoen schoen, ja kein nachdenken erzeugen.. die wahrheit, die extrem schockierenden bilder der aufgedunsenen, schwarz verbrannten berge aus leichen waere wohl zuviel der wahrheit.. muss man extra googlen
Heinz Strunk
29. Juni 2011, 14:39
Auf dem ersten Bild der Fotostrecke sieht man ein Kneuel Stahlträger, die vor der Atombombe angeblich einmal das Odamasa-Kaufhaus in Hiroshima getragen haben sollen.

Im Hintergrund: Ein völlig intaktes Gebäude, Bäume, die nicht verbrannt sind...

Man muss kein Nuklearwissenschaftler sein, um zu sehen, dass auf diesem Bild nicht das Ergebnis einer Atomwaffenexplosion abgebildet ist.

Die journalistische Gründlichkeit, mit der bisweilen hier Bildbeschreiben (offenbar ja des US-Militärs) übernommen werden, verwundert mich doch ein ums andere Mal...
Harald Schüler
29. Juni 2011, 15:51
4.000 Fotos der zerstörten Städte Hiroshima und Nagasaki sind 1981 zusammen mit 2.000 Zeichnungen der Überlebenden im Bildband "Hiroshima-Nagasaki. Eine Bildchronik der Atomaren Zerstörung" (353 S.) mit deutschen Untertiteln vom "Publikationsausschuss Hiroshima-Nagasaki" veröffentlicht worden. Bei den veröffentlichten Aufnahmen handelt es sich überwiegend um Aufnahmen, die das Pathologische Institut der US-Armee in Washington D.C. im Jahr 1973 an Japan zurückgegeben hat. Der Bildband trägt keine ISBN-Nummer ist aber über Antiquariate zu beschaffen oder in Bibliotheken einzusehen.
Peter Strom
29. Juni 2011, 16:11
Alle die sich immer noch über den Atombombenabwurf über Japan 1945 ereifern, haben Sie irgend eine Vorstellung vom Pazifikkrieg? Die Härte und Verbissenheit, mit der die Japaner die eroberten Gebiete verteidigten, ganz zu schweigen von Okinawa, was ja eigentlich auch nicht als japanisches "Mutterland" zählen konnte, hat den USA keine andere Möglichkeit gelassen den Krieg ohne weitere viele hunderttausende von Toten zu gewinnen. Und man kann ihnen ja kaum vorwerfen, diese Toten v.a. bei den eigenen Leuten einsparen gewollt zu haben.
Es verhält sich ähnlich, wie bei der Bombardierung Deutschland, die haben angefangen, und wer den Wind sät (Singapur, Shanghai, Nanching, Burmese Death Railway, Bataan Todesmarsch, etc. etc..) wird den Sturm ernten, und das haben sie...

Ich war selbst in sowohl dem Hiroschima Museum, als auch dem Yasukuni Schrein (aber auch an den Orten der Japanischen "Kriegsführung", z.B. Kanjanaburi) und ja, die Leiden der Zivilbevölkerung waren unermesslich und können nicht gebührlich nachvollzogen und beschrieben werden. Aber laut den Japanischen Behauptungen (im Yasukuni-Schrein Museum) war das Japanische Reich 1945 in der Lage weitere viele Monate wenn nicht Jahre mit immer noch Millionen Mann Heer, Luftwaffe und Marine, wenn auch ohne Sprit, aber bewaffnet, Widerstand zu leisten. Weiter ist die Rede dort von einem "Volkssturm" von mehreren 10 Millionen bewaffneten und militärisch ausgebildeten Zivilisten, die für weiteres, endloses Leiden der Japaner und auch der Amerikanischen Soldaten (das waren ja auch Menschen, auch wenn das gerne übersehen wird) gesorgt hätte.
Also, lieber ein Ende mit Schrecken, als Schrecken ohne Ende. Das klingt zynisch, ist es aber nicht im geringsten, sondern nur realistisch.

Und von "unserer" Warte aus gesehen, eine Abschreckung der Sowjets vor einem weiteren Vorrücken und damit einem Weltkrieg 2.5 hat es damals sicher auch gebracht, was ich als West-Deutscher nicht im geringsten bedauere, sonst wäre ich zu meinem Schulabschluss zur Internationalen marschiert und hätte einen Eid auf die DDR bei der Armee abgeben müssen, und nein, danke (und das auch nur, falls von unserem Land nach einem solchen Krieg noch was übrig geblieben wäre...).

Neuer Hinweis:

Bitte beachten: Auf einestages können Hinweise nur unter Ihrem Klarnamen veröffentlicht werden.


Sie möchten mitdiskutieren? Melden Sie sich hier an.


Artikelinfos

Im Web verfolgen




Verwandte Artikel

Atomare Wüsten: Im Niemandsland der Strahlenkatastrophe

Kinder werden missgebildet geboren, an Landwirtschaft ist...

Frühe Atomwaffentests: "Wir konnten sehen, wie die Druckwelle auf uns zurollte"

Geheimprojekt Katastrophenkunst: Bis 1963 zündeten die USA...

Erster Atomwaffentest: "Ein lebendiges Ding, eine neue Art Lebewesen"

Sie sahen einen grellen Blitz, einen gigantischen Feuerball,...


Artikel bewerten

4,5 (36 Bewertungen bisher)


Foto hinzufügen


Mehr aus der Rubrik...



» Album bearbeiten


» Album-Metadaten bearbeiten


» Produktionsansicht