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Liebe in der Raumstation "Besser als Viagra"



7 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Matthias Groß

16. August 2011, 23:56
Lieber Herr Bülow,
ich kann die Kritikpunkte der bisherigen Kommentare gut nachvollziehen und habe ähnliche Ansichten.

Die reißerische Überschrift weckt Interesse und der mäßig recherchierte Artikel ist daraufhin eher enttäuschend:

1. Die Überschrift mehr...

Johannes Bachmann
13. August 2011, 18:48
Und jetzt ? Ein schön langer Artikel, der am Ende mit vielen Worten nichts sagt ! Schade um die Zeit.

Und auch dass die Überschrift (die ebenso in der Blödzeitung hätte stehen können) überhaupt nichts mit den Fakten zu tun hat, erfährt man natürlich erst im letzten Satz.
Lorenz Frank
13. August 2011, 20:57
Der Autor macht, im heutigen Zeitalter und in einer fortschrittlichen Zeitschrift wie dem Spiegel eigentlich unverzeihlich, den Fehler, seine Sichtweise nur auf Hetereosexualität zu beschränken.
Da Sexualität heutzutage weitaus vielfältiger ist, übersieht er die vielen dezenten Hinweise auf andere Möglichkeiten:

- Warum hieß der erste sowjetische Raumstationskommamdant Popow?

- Welcher Kosmonaut überließ Frau Sharman freundlicherweise sein pinkfarbenes Chiffonkleid?

- Warum erinnern die Kopfhauben der NASA auf Bild 6 so verdächtig an Spermien?

- Ist nicht das "Andocken" an eine Raumstation an sich schon eine sexuelle Allegorie?

- Sind unsere Astro- bzw. Kosmonauten auf Sex mit Außerirdischen vorbereitet?

- Ist die "Tschibis-Hose" eine Alternative für Kassenpatienten mit Viagra-Allergie?

Fragen über Fragen, denen sich der Autor dringend widmen und uns an den Antworten unbedingt teilhaben lassen sollte.

Unverständlich auch, dass es noch keinen Christopher Space Day und keine Frauenquote an Bord von Raumschiffen gibt...
Georg Oehl
13. August 2011, 23:55
Hier ein Link zu einer Seite mit Bildern von Helen Sharmans Chiffonkleid, eine Spezialanfertigung mit passenden Shorts:

http://www.collectspace.com/ubb/Forum32/HTML/000173.html
Thomas Zuber
14. August 2011, 13:04
>Und jetzt ? Ein schön langer Artikel, der am Ende mit vielen Worten nichts sagt ! Schade um die Zeit.
>
>Und auch dass die Überschrift (die ebenso in der Blödzeitung hätte stehen können) überhaupt nichts mit den Fakten zu tun hat, erfährt man natürlich erst im letzten Satz.

Ich lese den Spiegel nun seit über 35 Jahren und beobachte den Tribut an Kommerz und Zeitgeist einerseits mit Widerwillen, andererseits mit Verständnis. Die sexistische Überschrift hat offensichtlich den Zweck, Klicks auf den Artikel auszulösen. Mittlerweilen bewegen sich einzelne SPON Redaktoren auf bescheidenen Niveau. Die Frage ist, ob es sich hierbei um eine geförderte Strategie der SPON Verantwortlichen handelt oder sich hier die Charaktere einzelner Verfasser outen. Auf jeden Fall ist es nicht der Stil, den ich hier auf dieser Plattform suche und aufzufinden erhoffe, dafür gibt es genügend andere Machwerke.
Ralf Bülow
14. August 2011, 20:48
Lieber Herr Zuber, als Autor des Artikels kann ich sagen, dass die angeblich sexistische Überschrift auf eine Aussage des Berliner Raumfahrtmediziners Prof. Karl Hecht zurückgeht und die physiologischen Effekte der sog. Tschibis-Hose vermutlich richtig beschreibt. Mehr wurde im Text auch nicht behauptet. Im übrigen lassen sich alle dort geschilderten Ereignisse anhand der Fachliteratur belegen, d.h. wer den Artikel anklickt, wird korrekt über Raumfahrt und ihre Geschichte informiert.
Siegfried Wittenburg
16. August 2011, 21:28
Trotzdem: Ein irrer Gedanke an ein Himmelbett im wahrsten Sinne des Wortes.
Matthias Groß
16. August 2011, 23:56
Lieber Herr Bülow,
ich kann die Kritikpunkte der bisherigen Kommentare gut nachvollziehen und habe ähnliche Ansichten.

Die reißerische Überschrift weckt Interesse und der mäßig recherchierte Artikel ist daraufhin eher enttäuschend:

1. Die Überschrift des Links auf der Hauptseite lautet "Liebe in der Raumstation: 'Besser als Viagra'".
Das impliziert, dass Sex in der Raumstation besser als Viagra ist. Diese Schlussfolgerung hat nichts mit der Aussage des zitierten Raumfahrtmedizers zu tun, denn der sagt nur, dass eine Tschibis-Hose besser wirkt als Viagra, wenn es darum geht, eine Erektion zu bekommen...und ich vermute, dass selbst diese Aussage eher scherzhaft gemeint war. In meinen Augen ist die Überschrift des Artikels nicht nur irreführend, sondern schlichtweg falsch. Sie erzeugt den Eindruck, dass Sex im Weltall stattgefunden hat und besser als Viagra ist.

2. Eine Tschibis-Hose ist meiner Meinung nach nicht wirklich ein geeignetes Hilfsmittel für Sex im Weltall. Haben Sie sich mal so eine Apparatur näher angeschaut? (http://rlf1.at/english/experimente/bodyfluids-Dateien/e_bodyfluids-seite3.html und http://www.staufia.de/programm/06wise07/bilder/2006-114.JPG). Die Tschibis-Hose sollte erdähnliche Blutdruck-Verhältnisse wie auf der Erde für Forschungsexperimente herstellen. Später haben auch Raumfahrer damit vor der Landung trainiert, um die Schwerkraft der Erde zu simulieren.
Ich bin gespannt auf Ihre Ausführungen, wie eine Tschibis-Hose den interstellaren Koitus erleichtern soll ;) Ich würde vermuten, dass ein Rohr, das an eine saugende Apparatur angeschlossen wird, wesentlich zielführender und einfacher in der Handhabung ist.


Ich musste nach dem Lesen des Artikels direkt an einen Bild-Artikel aus meiner Schulzeit (ca. 1998) denken. Die Überschrift lautete in sinngemäß: "Mann aus 140m Höhe vom Funkturm gefallen - überlebt!". Während wir noch dabei waren, die Aufprallgeschwindigkeit auszurechnen, hat sich dann herausgestellt, dass er von einer Plattform in 140m Höhe auf die 5m tiefere Plattform gefallen war. ;)

Guter investigativer Journalismus sieht anders aus...

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