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1945

Hitlers Nachfolger Reichsregierung ohne Reich



13 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

nils gronmeyer

3. Mai 2012, 12:00
Der unsinnige "Dönitzbefehl" hat viele Menschen das Leben bzw. die Karriere in Nachkriegsdeutschland (vorbestraft) gekostet. Wohl wesentlich mehr als denjenigen die seiner "schützenden" Hand zu Teil wurden.




>Man kann über Großadmiral Dönitz mehr...

Achim Dieteren
1. Mai 2012, 11:13
Hmmm... soll da Ironie durchklingen?
Die vergeht einem, angesichts der Milde der Alliierten gegenüber vielen "Reichsgrößen", auch nach 67 Jahren noch.
Die späteren Urteile gegen Menschen wie Raeder kann man vllt noch nachvollziehen. Im Falle von Figuren wie Dönitz und Speer kann einem nur übel werden, auch nach fast einem Menschenalter...
Cornelius von Tiedemann
1. Mai 2012, 11:29
Vielen Dank für diesen lesenswerten Beitrag. Eine kleine Anmerkung jedoch:
>Dafür akzeptierten die Briten sogar das winzige Restreich im besetzten Holstein: den "Sonderbereich Mürwik"<

Flensburg und Mürwik liegen nicht und lagen nie in Holstein (sondern in Schleswig).
Mathias Völlinger
1. Mai 2012, 11:40
LOL!!!

Schnapps rein und alles vergessen. Die dachten wohl an einen Reboot auf den Stand von Januar 1933. Ohne Onkel Adolf, wohlgemerkt. Warum nur wurden Dönitz und Speer 20 Jahre später freigelassen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Jodl

dem ist's Recht geschehen!

Scheißpack!
Friedemann Hirsch
1. Mai 2012, 12:41
"Reichspräsident" Dönitz?
Gemäß der damals immer noch gültigen, wenn auch vielmals gebrochenen Weimarer Verfassung war der Reichspräsident durch allgemeine Wahl zu bestimmen; eine Ernennung durch den Amtsvorgänger war keinesfalls vorgesehen.
Man kann deshalb die Ernennung von Dönitz nur als
letzten Verfassungsbruch Hitlers bezeichnen.
Markus Wagner
1. Mai 2012, 13:03
"Von einem Überwachungsapparat in bewährter deutscher Form könnten schließlich auch die Siegermächte profitieren. "

Wieso muss ich bei diesem Satz sofort an die Stasi und die geplante Vorratsdatenspeicherung denken?
Stephen phillips
1. Mai 2012, 13:12
Man kann über Großadmiral Dönitz durchaus geteilter Meinung sein.

Aber hätte er nicht seine Hand schützend über meinen Großvater mütterlicherseits gehalten, gäbe es mich heute nicht! Denn dieser war zwar Offizier bei der Kriegsmarine, hielt dennoch seine Meinung über "die braune Bande rekrutiert aus chronisch Arbeitsscheuen, Morphinisten und Kleinkriminellen" nicht hinter dem Berg ...
Angela Markosy
1. Mai 2012, 14:59
Die Nazis bis zum bitteren Ende, waren sie vor allem eins, ein schlechter Witz!
Henning Weede
1. Mai 2012, 16:24
Mitte der 70er habe ich in dem Gebäude den Offiziersgrundlehrgang der Marine absolviert, und ich erinnere mich, dass nie darüber gesprochen wurde, welche Vergangenheit dieses Gebäude hatte. Das kam in unser aller Bewusstsein nicht vor. Es gab da zwar so eine Art Hausmuseum, "Historische Sammlung" genannt, wo wir einmal kurz durchgeführt wurden, aber das war schnell wieder vergessen. Das einzige nazi-ähnliche Überbleibsel war eine etwas faschistisch anmutende nackte Bronzestatue (angeblich ein Fähnrich) vor dem Haupteingang. Die war innen hohl. Bei einem Offizierslehrgang soll es mal vorgekommen sein, dass die nachts heimlich "unten" angebohrt und mit einem Stöpsel verschlossen wurde, und mit Wasser befüllt. Die unbekannten Täter zogen den Stöpsel 5 Minuten vor der Musterung heraus.
Norbert Stiepel
1. Mai 2012, 17:15
Karl Dönitz unterschrieb nie mit Reichspräsident sondern mit Großadmiral, da er sich der brisanz des Titels Bewußt war. Es gibt viele Geschichten um die letzten Tage der damaligen Ersatzregierung von Großadmiral Dönitz aber ein Bild von ihm, welches nach seiner Verhaftung aufgenommen wurde zeigt ihn ohne seinen Marschallstab "Bundesarchiv_Bild_146-1985-079-31,_Verhaftung_von_Dönitz,_Speer_und_Jodl.jpg" . Von daher weiß ich nicht ob er tatsächlich mit Admiralsstab am 23. Mai auftrat. Was wohl wirklich in dieser Zeit gescchah werden wir wohl kaum wirklich erfahren.
Heiko Deutsch
2. Mai 2012, 08:46
Tja, fast jeder ist Gefangener seiner Zeit welche durch den Zeitgeist geprägt ist. Kluge Menschen erkennen das wenigenst und versuchen zumindest die ganze Sache etwas neutraler und mit ideologischem Abstand zu sehen.
Das relativiert sehr Vieles und hilft die Sichtweise breitbandiger zu machen. Das galt in der Vergangenheit genauso wie heute und wird in der Zukunft auch nicht anders sein.

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