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Volker Stieber
31. Mai 2012, 14:41
>So wird es wohl auch mit dem neuen Testament gewesen sein. Das Ende war dem empörten "Testpublikum"(Urchristen) eindeutig zu deprimierend. Also hat man quasi im "Directors Cut" die Wiederauferstehung als Happy-End erfunden. Raffiniert, nicht wahr?! Heyheyhey. ;o))
Ich
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Peter Werner
29. Mai 2012, 11:18
Schade, dass einer der hier genannten Filme - "Dawn of the Dead" - Deutschland nach wie vor in seiner Normalfassung einem Totalverbot (auch für Erwachsene) unterliegt.
Offiziell erhältlich ist lediglich eine grauenhafte, sinnentstellende Zensurfassung. In dieser ist nicht mehr enthalten, was den ursprünglichen Film ausmacht.
Dann ja, es lebe das "zensurfreie" Ausland.
Michael Stiewe
29. Mai 2012, 11:30
Sommerloch?
Kam doch erst, dieser Beitrag.
Rüdiger Kohl
29. Mai 2012, 11:33
Nicht zu Vergessen: Der Herr der Ringe!
Solch einen Stuss am Schluss hab ich selten gesehen.
Herr Tolkien würde "sich im Grab umdrehen".
Klaus Garms
29. Mai 2012, 11:35
Zumindest bei Blade Runner wurde letztlich doch noch die originale Version veröffentlicht (erst als "Director's Cut" und dann sogar noch ein "Final Cut"), die tatsächlich viel stimmiger ist als die zuerst veröffentlichte "kastrierte", die ich auch damals schon merkwürdig und atmosphärisch inkonsistent fand.
Auch bei manchen anderen Filmen finden sich alternative Abschlüsse oder Szenen zumindest auf der DVD/BluRay, was ganz interessant sein kann.
Klaus Garms
29. Mai 2012, 12:35
>Nicht zu Vergessen: Der Herr der Ringe!
>Solch einen Stuss am Schluss hab ich selten gesehen.
>Herr Tolkien würde "sich im Grab umdrehen".
Weshalb? Gerade der Schluß ist da ziemlich nah am Buch.
Tolkien hatte noch zu Lebzeiten selbst mit dem Gedanken einer Verfilmung gespielt und Vorgespräche mit Interessenten geführt. Dabei war ihm immer klar gewesen, daß für eine filmische Umsetzung wahrscheinlich erhebliche Änderungen notwendig gewesen wären, natürlich vor allem damals noch im Hinblick auf die stark beschränkten optischen Trick-Möglichkeiten, aber auch auf die Notwendigkeit von Kürzungen.
Mit Jacksons Realisierung wäre er wahrscheinlich sogar ziemlich zufrieden gewesen; Und zumindest ich fand die Handlungs-Modifikationen der beiden Drehbuch-Autorinnen Frances Walsh & Philippa Boyens in vielen Punkten geradezu genial und teils deutliche Verbesserungen geenüber dem Buch.
Thomas Hartmann
29. Mai 2012, 13:27
>>Nicht zu Vergessen: Der Herr der Ringe!
>>Solch einen Stuss am Schluss hab ich selten gesehen.
>>Herr Tolkien würde "sich im Grab umdrehen".
>
>Weshalb? Gerade der Schluß ist da ziemlich nah am Buch.
>
>Tolkien hatte noch zu Lebzeiten selbst mit dem Gedanken einer Verfilmung gespielt und Vorgespräche mit Interessenten geführt. Dabei war ihm immer klar gewesen, daß für eine filmische Umsetzung wahrscheinlich erhebliche Änderungen notwendig gewesen wären, natürlich vor allem damals noch im Hinblick auf die stark beschränkten optischen Trick-Möglichkeiten, aber auch auf die Notwendigkeit von Kürzungen.
>
>Mit Jacksons Realisierung wäre er wahrscheinlich sogar ziemlich zufrieden gewesen; Und zumindest ich fand die Handlungs-Modifikationen der beiden Drehbuch-Autorinnen Frances Walsh & Philippa Boyens in vielen Punkten geradezu genial und teils deutliche Verbesserungen geenüber dem Buch.
Aber dieses Gesinge ging ja wirklich auf keine Kuhhaut!
Sylvia Götting
29. Mai 2012, 13:42
Von etlichen Filmen wurden die Enden aber auch geändert, damit Sequels möglich wurden. Als Beispiel diene, was Dick Donner in der Doku auf der Lethal-Weapon-4-DVD über das Ende von Lethal-Weapon-1 sagt. Siehe auch http://www.imdb.com/title/tt0093409/trivia, vierter Eintrag. Beispiel ist auch Bild 4 in der Fotostrecke.
Manchmal werden auch Szenen mittendrin geändert oder entfernt, damit der geänderte Schluss passt.
Dann wieder gibt es Filme, deren Schluss nicht wie geplant verläuft, weil das Geld ausgegangen ist. Beispiel dafür ist der Schluss von Cross-Of-Iron (1977, Sam Peckinopah), siehe http://www.imdb.com/title/tt0074695/trivia, erster Eintrag.
Sascha Rösinger
29. Mai 2012, 14:15
Meines Wissens wurde das Ende von "Butterfly Effect" nicht wegen Testzuschauern oder Studios geändert, sondern aufgrund interner Überlegungen der Macher (und einem Input des Juristen)
Gerade im Zusammenhang mit dem erwähnten "Butterfly Effect" kann ich der Abänderung des Endes eine gewisse Berechtigung nicht absprechen: dem nicht lange zuvor erschienenen "Donnie Darko" machte man den Vorwurf, er unterstütze bei vielleicht beeinflussbaren Teenagern einen schon vorhandenen Jesus-Komplex. (Darko -der wahrscheinlich nur ein Verwirrter ist, der sich die ganze Filmhandlung zusammenfantasiert- bringt sich um, weil er so in seiner verqueren Logik seine Familie retten kann)
Wenn nun die Figur von Kutcher am Ende von "Butterfly Effect" feststellt, wie alle durchgespielten Varianten, in denen er durch die Zeit reist um die Gegenwart zu verändern, für eine der Personen zu einem Drama führt, weil er selbst irgendwo in der Gleichung ist ... und dann zum Schluss kommt, die einzige Variable, die er noch verändern könnte, sei es, nie geboren worden zu sein, dann kann das in der Tat manchen labilen Zuschauer in einem Jesus-Komplex bestärken. Wie viele Teenager-Suizide wurden in Abschiedsbriefen begründet mit "Es wäre besser, ich wäre nicht da, wäre nie geboren und hätte nicht so viele Sorgen gemacht"?
Da ist es besser, wenn nicht auch noch ein Film diese Lösung als den idealen Ausweg präsentiert...
Karsten Schramm
29. Mai 2012, 14:54
Im Buchende von First Blood (Rambo) erlegen sich eigentlich Rambo und der Sheriff gegenseitig und gehen beide drauf.
Aber auch vorher ist Rambo deutlich enig zimperlich als im Film. Da gehen die ganzen Hilfseriffs im Wald tatsächlich drauf, als sie veruschen, ihn zu fassen.
Aber auch der Sheriff ist im Buch deutlich dreidimensionaler. Da ist die ganze Geschichte mehr eine menschliche Tragöde zweier entgegenlaufender Züge und nicht nicht nur ein Redneck-Sheriff, der mal einen Streuner trietzen will.
Ralf Hübner
29. Mai 2012, 15:06
Hinter dem Begriff "Testzuschauern" sind sicherlich die Geldgeber und angehörige zu verstehen.
Nur diese können Filme in Reihe mit immer denselben und völlig inhaltsleeren (Happy-) Ends versehen, damit Fortsetzungen möglich sind. Der Sinn zählt da nicht.
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