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Heinz Rudolfheckr
26. April 2012, 00:11
Schade das solch.....
P.S.: Das Ding hieß B 17 oda ???
Schade das ihr nicht mal den Namen eurer "feindlichen Fliegenden Festung" kennt. Da merkt man wiedermal "unsere Überlegenheit!"
*kopfschüttel*
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Peter Kreft
27. Oktober 2009, 12:36
Das Flugzeug im Hintergrund von Bild 2 ist keine Fw-190 sondern eine Bf109, erkennbar am Übergang des Cockpits in den Rumpf. Die FW-190 hatte eine Plexiglaskuppel, die eine wesentlich bessee Rundumsicht ermöglichte.
Peter Kreft
27. Oktober 2009, 12:48
Die erste Maschine mit serienmäßig eingebautem Schleudersitz war der ab 1940 entwickelte Nachtjäger Heinkel He 219, aus dem sich während des Zweiten Weltkrieges immerhin 60 Besatzungsmitglieder per Schleudersitz retten konnten. Das einzige einsitzige deustche Flugzeug mit Schleudersitz waren die Prototypen der Do-335, bei denen es aber passieren konnte das die Arme des Piloten in der Maschine blieben (der Auslösehebel war nicht am Schleudersitz angebracht sondern Teil des Cockpits - den Rest kann man sich denken..)
Die Bf-109 und die FW-190 waren nicht mit Schleudersitzen ausgestattet, was allerdings die Leistung des Piloten eher noch unterstreicht. Es ist ein großer Unterschied per Knopfdruck die Maschine zu verlassen, oder gegen die Zentrifugal einer abstürzenden Maschine ankämpfen zu müssen.
Fabian Mariano
27. Oktober 2009, 14:00
Es ist zwar richtig das die Prototypen der Dornier 335 mit Schleudersitzen ausgestattet waren und im Allgemeinen bekannt war das die Maschine trotz etlicher technischer Neuerungen eigentlich nicht Serienreif war, allerding ist anzumerken, dass das Flugzeug nicht das einzige einsitzige Jagdflugzeug mit Schleudersitz war.
Die Heinkel 162 war ebenfalls mit Schleudersitz ausgestattet und ist im Gegensatz zur Do-335 sogar an Einsätzen beteiligt gewesen.
Ob es mit dieser Maschine zu Notrettungen mit dem von Heinkel selbst entwickelten "Katapultsitz" kam ist unbekannt.
Jedoch ist anzumerken das sich nicht alle 60 Flugzeugführer mit dem Schleudersitz aus einer He-219 retteten, sondern der erste bekannte Einsatz des Schleudersitzes auf den 13.01.1943 datiert werden kann, als sich Flugzeugführer Fritz Schenk aus seiner He-280 rettete.
Steffen Rau
27. Oktober 2009, 18:34
Hmm, sehr seltsam. In der Jet&Prop, Ausgabe 4/07 gibt es einen Beitrag von Dr. Fritz Marktscheffel, selbst ehemaliger Angehöriger des Elbe-Kommandos und bekannter Chronist.
Dieser Beitrag unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich.
Dr. Marktscheffel hat in diesem Beitrag die Geschichte des Fw. Walter Otto wiedergegeben, der beim damaligen Einsatz die B-17 "Snake Eyes" (S/N 42-31366) zerstörte. Fw Otto wurde im Zuge des Jägernotprogramms vom Kampfflieger zum Jäger auf dem Flugplatz Hörrsching umgeschult. Als Görings Aufruf verlesen wurde war niemandem bekannt, um welche Art "Sondereinsatz" es sich handelte. Dies erfuhren die Teilnehmer erst später.
Insgesamt meldeten sich über 2000 Freiwillige, die ein weites Spektrum an Erfahrung aufwiesen (und nicht nur fanatisierte Flugschüler). Die Meldung ansich war lt. Bericht vollkommen freiwillig und konnte bis eine Stunde vor Einsatz zurückgezogen werden.
Über die Motivation der Freiwilligen kann man wohl nur spekulieren. Sicher waren eine grosse Anzahl fanatisierter Jugendlicher dabei. Genauso sicher waren aber auch viele Piloten dabei die alles verloren hatten, deren Frauen, Kinder und Familien beim alliierten "moral bombing" getötet wurden. Oder die aufgrund des sich abzeichnenden Kriegsendes und der ungewissen Zukunft jede Hoffnung verloren hatten.
Der Hintergrund dieses Einsatzes war, dass Herrmann Zeit gewinnen wollte um eine Luftstreitmacht von 1000 Me262 aufzustellen. Er hoffte, dass ein massiver Einsatz der Rammjäger einerseits zu hohen Verlusten führen und andererseits einen psychischen Schock auslösen sollte der in der Folge dazu führen sollte dass die Bomberbesatzungen weitere Angriffsflüge verweigerten.
Das die Rammflüge keine Kamikazeangriffe waren erkennt man an der geschilderten Einsatztaktik. So flogen die Jäger in Höhen von 10- 11.000m
um Kontakte mit Begleitjägern zu vermeiden. Ausserdem wurde ausschliesslich auf Bf109 (G-10, G-14, K-4) zurückgegriffen, da die Metallblätter deren Propeller sich als sehr wirkungsvolle Sägen erwiesen.
Tatsächlich überlebten etwa 70% der erfolgreichen Piloten.
Lt. Bericht fand der Schulungslehrgang "Elbe" auf den Flugplätzen Prag/Gbell und Kletzan (bei Prag) statt. Stendal wird in dem Bericht nur als Bereitstellungsflugplatz für die 180 Bf-109 erwähnt.
Zitat:" Sie wurden vor dem 7. April 1945 auf den Flugplätzen Stendal, Gardelegen, Sachau, Delitzsch und Möritz bereitgestellt".
Lt. dem Bericht ist die genaue Anzahl der letztendlich von Gbell und Kletzan gestarteten Machinen nicht gesichert. Bekannt ist nur dass von den 180 zugestandenen Maschinen wenigstens 50 nicht starteten oder wegen des Abdrehens der Bomberströme wieder zurückgerufen wurden.
Jürgen Schiffmann
27. Oktober 2009, 19:15
Der Artikel suggeriert, dass feindlicher Bomber erst in den allerletzten Kriegstagen von Flugzeugen der deutschen Luftwaffe gerammt wurden.
Bereits Ende 1943 wurden "Stumjäger", stärker bewaffnete und gepanzerte Focke-Wulf FW 190A, eingesetzt, zu deren letztes Mittel auch das Rammen des feindlichen Bombers gehörte.
<www.jagdgeschwader68.net/frames/artikel/planes/sturmjg/sturmjg.htm>
Als ich die Überschrift laß dachte ich erst, der Artikel handelte über die Einheit.
Was die Aussage "Der Schleudersitz war das einzige Zugeständnis an unsere abendländische Kultur" soll ist mir auch schleierhaft! Kein einmotoriger Kolbenmotorjäger im 2. WK hatte Schleudersitze, ob Alliierte oder Achsenmächte! Deren Entwicklung hatte gerade erst begonnen... Deshalb würde ich diesen Wolfgang Rittmann nicht als seriöse Quelle betrachten.
Redaktion einestages
28. Oktober 2009, 10:34
Da hier mehrmals Fragen zu den Schleudersitzen aufgekommen sind: In der Tat gab es sie nicht serienmäßig in den für die Rammjäger vorgesehenen Maschinen. Laut dem Zeitzeugen Wolfgang Rittmann war es allerdings geplant, sie in die Maschinen einzubauen - zumindest habe Generalmajor Dietrich Peltz das den Flugschülern damals so kommuniziert. Ob es sich dabei um ernst gemeinte Pläne gehandelt hat oder um eine reine Propagandaaussage, vermag Rittmann nicht zu beurteilen. Er hat es damals, wie beschrieben, als ein "Zugeständnis an die abendländische Kultur" empfunden. Als die Rammjäger im April 1945 dann tatsächlich zum Einsatz kamen, sind die Schleudersitze offenbar nicht eingebaut worden.
Mit besten Grüßen, Christoph Gunkel
Peter Kreft
28. Oktober 2009, 14:29
Für Interessierte: Das "Sonderkommando Elbe" ist auch eines der Themen der History Channel Serie Dogfight (2. Folge der zweiten Staffel). In dieser Serie werden historische Luftkämpfe per Computeranimation nachgestellt und von Teilnehmern oder Experten kommentiert.
http://en.wikipedia.org/wiki/Dogfights_(TV_series)
Frank Hübner
28. Oktober 2009, 17:46
Der History-Channel-Bericht über die Rammjäger ist bei Youtube schnell zu finden.
Mehrere Autoren haben historisch fundierte Abhandlungen zu diesem Thema geschrieben (u.a. Ulrich Saft "Das bittere Ende der Luftwaffe" und Dietrich Alsdorf "Auf den Spuren des Elbe-Kommandos").
Schleudersitze gab es nciht in den Bf109 und den Fw190 und konnten auch nicht eingebaut werden, jedenfalls nicht mehr im Frühjahr 1945. Wenn es diese Aussage gab, dann war es Propaganda oder Beruhigungsversuch.
J.-M. Brandes
29. Oktober 2009, 00:26
Ich weiß nicht warum Herr Gunkel sich auf einen Zeitzeugen beruft, der sich, vielleicht militärisch stramm, als Freiwilliger meldete, aber nie dem "Schulungslehrgang Elbe" angehörte und die Einsatzbedingungen nur vom Hörensagen, bzw. aus der Literatur kennen kann, da er sich ja zu Zeitpunkt des Rammeinsatzes an der Ostfront befand. Gut möglich das sich GenMaj. Peltz im Januar an der Luftkriegsschule Berlin-Gatow aufhielt, zu diesem Zeitpunkt befand sich die Einsatzmethode des massiven Rammangriffs noch in der Planung. Der Aufruf zur Freiwilligenmeldung erfolgte im März 45. Herr Gunkel hat das Fernschreiben vom 8. März 45 in seinem Text auch erwähnt. Für Herrn Rittmann wäre seine Meldung so oder so folgenlos geblieben, die Freiwiligen hatten zu jeder Zeit die Möglichkeit ihre Meldungen zurückzuziehen. Mitnichten sind nur junge, unerfahrene Flugzeugführer zum "Schulungslehrgang Elbe" gestossen, es gab auch "alte Hasen" wie den 34 jährigen Fahnenjunker-Oberfelwebel Heinz Schrader, der seine Fluglizenz bereits vor dem Krieg erwarb und heute, zusammen mit den Resten seiner Bf 109, im als Feldgrab hergerichteten Absturzkrater ruht. Abgestürzt am 7. April 45.
Herr Gunkel erweckt den Eindruck, daß die sogenannte "letzte Luftschlacht" zwei Stunden über dem Steinhuder Meer tobte, tatsächlich gabe es einen ersten Angriff etwa über dem Steinhuder Meer, dem auch mindestens ein Bomber zum Opfer fiel. Der Schwerpunkt der Rammangriffe lag, wie das kleine Rechercheteam um Dr. Fritz Marktscheffel und Arno Rose herausgefunden hat im Raum Schwarmstedt/Ostenholzer Moor und zog sich bis östlich von Hamburg hin. Der letzte amerikanische Bomber über deutschem Boden stürzte auf dem Rückflug bei Pellworm ins Wattenmeer.
Von einem Journalisten erwartet man eigentlich mehr Objektivität und Recherche, statt stumpfes abschreiben, inklusive der Fehler anderer Autoren. Zusammen mit der teilweisen sensationsheischender (...geborstener Schädel...) und reißerischer (...Himmelfahrtskommando für Hitler..) Wortwahl sinkt der Text auf das Niveau eines Landserheftchens.
Florian Geier
29. Oktober 2009, 23:30
Der "große Schlag" fiel auch deshalb aus, weil diese Reserve für das verlustreiche "Unternehmen Bodenplatte" am 01.01.1945 herangezogen wurde, vgl.
Cajus Bekker: Angriffshöhe 4000.
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