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Joachim Kampe
26. April 2010, 13:17
Frontbunker Kossa ?, wer's glaubt wird selig !. Nach nunmehr fast 20 Jahren weiß die ganze Welt um Funktion und Zweckbestimmung dieser Anlage, nur ein paar Historiker vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr in Potsdam und ein Geschäftsführer geben sich weltfremd.
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Johannes Pein
9. April 2010, 14:11
Vielleicht gar keine Zentrale? Möglicherweise war die Sowjetarmee bereits als Netzwerk organisiert, welches ohne zentrale Instanz arbeitet. Zumindest die Luftabwehr ist in Russland dezentralisiert (im Gegensatz zur Nato) und auch bei Marschflugkörpern werden Schwarmprinzipien verwendet.
Kalte Küche? "Je besser die Armee, desto schlechter das Essen."
Matthias Kihr
9. April 2010, 14:51
Was soll den ein Grossrechner AP3 von Robotron sein? Ein solches Gerät hat es nie gegeben.
Dietmar Fink
9. April 2010, 15:01
"Die Anlage bei Möhlau ist heute verschlossen, sie wurde gesprengt."
Stimmt nicht ganz. Es gibt noch einen offenen Zugang. Kann jemand näheres zur Anlage in Möhlau erzählen?
Thomas Müller
9. April 2010, 15:03
Bemerkenswert, dass 20 Jahre nach Ende des Kalten Kriegs der Autor dieses Artikels den Begriff "Warschauer Pakt" benutzt, was den "Wahrschauer Vertrag" von vornherein diffamieren soll.
Michael Schmidt
9. April 2010, 15:54
Erstaunlich, dass Herr Müller auch 20 Jahre nach dem Ende des Kalten Krieges immer noch Anstoß an diesem, längst Allgemeingut gewordenen Wort finden kann.
Stefan Wogawa
9. April 2010, 18:04
@Thomas Müller
Wundert Sie das? Hier geht es schließlich darum, dass sich das kleine West-Hänschen aus Hinterposemuckel angemessen über die Verruchtheiten des Iwans gruseln kann. Da gehört solche Lyrik natürlich dazu.
Heinz Rim
9. April 2010, 19:44
Der Ausdruck "wollten die Russen von hier aus ihre Truppen in den dritten Weltkrieg schicken" hat mich sofort stutzig gemacht. Genau in dieser Zeit hat der im Westen bekannteste indische Guru gesagt, dass die Sowiets Deutschland angreifen wollten, was evtl. tatsächlich zu einem 3. Weltkrieg geführt hätte. Schön, dass nun so allmählich die Bestätigung dafür kommt. Was fehlt ist die genauere Nachforschung, denn derselbe Guru hat tatsächlich genau in dieser Zeit etwas gezieltes unternommen, das genau diesen Einmarsch unmöglich gemacht hat. Aber statt Deutschland dafür Dankbarkeit zeigen würde, geht es nach wie vor ungehindert gegen alles vor was mit Gurus aus Indien und deren Technologien für Frieden zu tun hat. Kann ein Land noch falscher liegen? Sich noch unfreundlicher verhalten? Da rettet es jemand vor dem komplett geplanten Einmarsch der Sowiets und das Land bekämpft ihn seit Jahrzehnten ... Echt Zeit dass Deutschland umdenkt. Halbe Wahrheiten sind ja gut und schön, in diesem Fall der Hinweis auf einen möglichen Einmarsch der Sowiets und einen möglichen 3. Weltkrieg, aber die volle Wahrheit wäre schöner, nämlich ein gründliches Forschen darrüber was denn diesen Einmarsch letztlich verhindert hat. Das wäre sogar der wichtigere Teil. Und ob Deutschland nun will oder nicht, es muss die volle Wahrheit kenen und akzeptieren und wenn es so ist, dass ein indischer Guru absolut und voll bewusst mit seiner erleuchteten inneren Schau gesehen hat, was die Sowiets machen wollten und gezielt seine Technologien zum Einsatz gebracht hat, die dasselbige erfolgreich verhindert haben. Dafür kann ihm Deutschland nur vollstens dankbar sein, stattdessen geht es auf völlig irrsinnige Weise und unter völlig irrationalen Argumenten gegen alles vor was mit indischen Gurus und deren Ideen für eine Zeit des Wohlergehens und des Friedens und des Himmels auf Erden zu tun hat. Das ist der entscheidende Punkt an dem Deutschland seit Jahrzehnten falsch geht und sich bislang nicht getraut hat das zu Akzeptieren. Da mag nun die christliche Kirche im Untergehensein, da mögen die Finanz- und Wirtschaftsleute als unehrlich dastehen, da mögen uns die Politiker über 50% des Einkommens anhand von Steuern nehmen und unser Land völlig in die Verschuldung führen, nur der Guru darf nicht recht haben. Er ist der einzige der Recht hat und die Wahrheit gesehen hat, aber gerade er wird bekämpft und alle anderen machen munter weiter. Aber die Wahrheit siegt immer!
Rudolf Probst
9. April 2010, 22:53
Erstaunlich finde ich eher, wie tief doch die Propagandabegriffe des Kalten Krieges im Westen noch verwurzelt sind - 20 Jahre, nachdem der "blutrünstige Feind" sich einfach so in Luft auflöste.
Allein die Bezeichnung "Führungsbunker" ist schon so eine versteckte Frechheit. Kein westdeutsches Bauwerk würde man so nennen. Die etymologische Nähe zum "Führerbunker" wäre viel zu nah - und natürlich pfui bah! In Bezug auf die Sowjet... Tschuldigung "DEN RUSSEN" und die DDR ist das natürlich was anderes.
Irgendwie werde ich den Verdacht nicht los, daß der Westen es dem "Reich des Bösen" bis heute nicht verziehen hat, daß man Europa NICHT in eine atomare Wüste verwandelt hat. Dabei war das doch ausgemachte Sache! Schon vor über 60 Jahren wußte man doch, daß "der Russe" ein "Untermensch" ist. Auch Churchil bemerkte doch so treffend, daß man mit Hitler wohl "das falsche Schwein geschlachtet habe". Und dann geben diese Russen einfach auf! Das geht doch nicht! Was soll die hochgerüstete NATO, was soll die auf Militärgüter spezialisierte US-Industrie (und weite Teile der Westeuropas) ohne Krieg und Kriegsdrohung nur machen? Eine FRIEDLICHE Welt???? Um Gottes Willen! Was soll denn dann aus dem Wachstum werden?
Es dauerte ein ganzes Jahrzehnt, bis man endlich wieder einen Gegner konstruiert hatte, der es ermöglichte, weiter die alten Kriegsspiele zu spielen. Der "böse Russe" ist weg. Die kommunistische Weltbedrohung auch. Ist die Welt friedlicher geworden? Nein!
Ist am Ende in diesem Kalten Krieg doch der Falsche untergegangen? Der Verteidiger geschlagen und der Agressor triumphierte? Man weiß ja so wenig....
Tanja Köhler
10. April 2010, 19:27
Also besonders toll finde ich diesen Beitrag nicht .. das Wort "Führungsbunker" sagt doch schon alles über die Einstellung des Autors.....
Joachim Kampe
26. April 2010, 13:17
Frontbunker Kossa ?, wer's glaubt wird selig !. Nach nunmehr fast 20 Jahren weiß die ganze Welt um Funktion und Zweckbestimmung dieser Anlage, nur ein paar Historiker vom Militärgeschichtlichen Forschungsamt der Bundeswehr in Potsdam und ein Geschäftsführer geben sich weltfremd. Zuletzt wurde die Anlage in dem Sachbuch "Die militärische Sicherheit der DDR im Kalten Krieg" ausführlich von hochrangigen Offizieren und Generalen a.D. der NVA, von Zeitzeugen, beschrieben. Das Buch gibt sach- und fachgerechte Antworten auf die im o.a. Beitrag formulierten Spekulationen. Das Problem, man muss das Buch nur lesen wollen !
Wie im Beitrag zu lesen gab es weder die Direktleitungen nach Moskau (auch nicht nach Ost-Berlin wie der "Berliner Kurier" auf der Grundlage des o.a. Beitrages am 03.04.10 schreibt - der Autor) , noch war das Versenden von Nachrichten mit einer Troposphärenfunkstation durch große Atomblitze möglich. Auch der Eindruck erweckende Hinweis auf die Fahrzeuge mit den Satellitenschüsseln zeugt von Unverstand. Es sind keine Satellitenschüsseln. Im Bestand der NVA gab es nur wenige Satellitenfunkstationen, keine einzige war für den Einsatz in Kossa vorgesehen. Beschriebene Kommunikationsmöglichkeiten für Kossa waren nicht einmal für Harnekop als Hauptführungsstelle der NVA vorgehalten.
Es wird u.a. Bezug genommen auf das in Kossa ausgestellte Sende- und Empfangsfahrzeug eines mobilen Troposphärenfunkgerätesatzes R-417 "Baget", der im Falle eines Krieges dort niemals zum Einsatz gekommen wäre.
Richtig ist, das Troposphärenfunkgerätesystem, speziell für den Einsatz in einem mit Kernwaffen geführten Krieg entwickelt, wurde für den Einsatz in der Gefechtordnung einer Front aus Truppen der GSSD/NVA vorgesehen. Gleichzeitig stellte es ein Bindglied zum strategischen Troposphären-Nachrichtensystem "BARS" dar.
Ich wünsche mir das sich die Leser sehr aufmerksam mit dem Beitrag auseinander setzen, sich eine richtige Meinung bilden. Für mich stellt sich der Beitrag als ein Märchen dar.
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