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SA-Gefängnis in Berlin Tempelhof Schreie aus dem Kasernenkeller



7 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

steffen senf

18. April 2011, 14:42
>Das Bild Nr. 1 ist erschreckend. Allerdings kann das nicht der besagte Keller sein. Die angeschrägte Holzdecke lässt eher auf ein oberirdisches Gebäude, also einen Schuppen oder Garagenanbau schliessen.


Es ist GUT MÖGLICH, dass diese Gefangenen in dem unterirdischen mehr...

Martin Wings
17. April 2011, 08:24
In keinem Land der Welt wird derartig gemahnt und erinnert, wie in Deutschland. Das ist angesichts der unbeschreiblichen Verbrechen und des unvorstellbaren Zivilisationsbruches, der stattgefunden hat, auch richtig.

Man sollte also annehmen, dass das Hauptanliegen solcher Berichte darin liegen muss, die Aufmerksamkeit zu schärfen, damit sich derartige Verbrechen niemals wiederholen mögen.

Nun frage ich Sie:

Warum sind die Leitmedien voll mit Artikeln dieser Art, warum gibt es aber kaum aktiven, ernstzunehmenden Widerstand, wenn heute vor unseren Augen dieselben und noch schlimmere Verbrechen in unserem Namen und von unseren Bündnispartnern USA in Guantanamo, in Foltergefängnissen in Ägypten, Syrien und anderswo begangen werden?

Wozu also die ewigen, scheinheiligen Mahnungen, wenn dann im Falle der Wiederholung beim Verlag die wirtschaftlichen Interessen oder persönliche Motive überwiegen und derartige Verbrechen geduldet und kaum ausreichend angekreidet und herausgestellt, sondern insgesamt durch journalistische Mittel hinten rum noch unterstützt werden?

Wir haben Sie doch, die Kriege, die auf Lügen basieren, die hunderttausenden toten Zivilisten, die ohne Rechtsschutz inhaftierten und gefolterten. Was muss noch geschehen?

Vermutlich kann ich dann in zwanzig Jahren, an dieser Stelle Ihren Betroffenheitsartikel und ihren Fingerzeig zu Guantanamo lesen, während Sie abermals über die tagesaktuellen Umstände schweigen, die Sie vorgeben, mit solchen Beiträgen angeblich verhindern zu wollen.

Die ganze Vergangenheitsbewältigung wird im Licht der Tagesrealität des Spiegel u.a. Medien nicht nur unglaubwürdig, sondern zur Farce.
Wolfgang Bischoff
17. April 2011, 08:28
Ein weiteres trauriges Detail aus der deutschen Geschichte. Ein weiterer Beweis dafür, daß man das Gedankengut der braunen Horden schon im Keim ersticken muß, ohne Wenn und Aber.

Nun wäre es allerdings für Interessierte auch gut zu wissen, wo sich diese Keller befinden!
Manfred Kern
17. April 2011, 09:53
Solche Keller gab es wohl in mehreren Städten. In Karlsruhe z.B. war es der Keller der heutigen LPD am Marktplatz (Hebel-Ecke Karl-Friedrich-Str.), in dem man verhört und gequält wurde. Aussage Zeitzeuge.
Nils Voigt
17. April 2011, 10:48
Das ist ein heisses Thema, deshalb wohl auch keine Diskussionsbeiträge. Es mag aus meiner Sicht alles so sein, klingt ziemlich logisch. Und wie sieht es heute in der US-Folterkammer Guatanamo(auf Kuba) aus ?
Max Hege
17. April 2011, 11:05
dass mein onkel klaus scholz und meine tante sylvia walleczek, die jahrelang für den erhalt des kellers gearbeitet haben, hier als "anwohner" abgestempelt werden, finde ich ja schon frech aber dass nun allen ernstes behauptet, dass der herr heisig dort wohnt ist glatt gelogen! Zitat von Ihnen: "Es stellt sich heraus, dass die Zellen ausgerechnet im Keller jenes Hauses liegen, in dem auch Heisig selbst wohnt." Das diese Aussage nicht stimmt, kann ich persönlich bezeugen, da ich persönlich die ersten drei jahre meines lebens (1984-87) in besagter wohnung über dem folterkeller gewohnt habe. Bis heute wohnt mein onkel dort und hat, genau wie meine tante, die kürzlich verstarb, zeit seines lebens dazu verwendet, den folterkeller werner-voss-damm in tempelhof die würdigung zuteil werden zu lassen, die er verdient. mein onkel liegt im moment im krankenhaus und dieser artikel hat ihn sehr gekränkt. schon vor über zehn jahren hatte er besuche von tempelhofer schulklassen und zeitzeugengespräche organisiert, kunstausstellungen organisiert und sich ständig bei bezirk und senat für die errichtung einer gedenkstätte eingesetzt, ohne erfolg. als (wirklicher!) ehemaliger bewohner des hauses werner-voss-damm 54a in berlin-tempelhof finde ich es lobenswert, dass hier überregional über den keller berichtet wird aber die art und weise ist eine frechheit!

ps: ich empfehle allen interessierten lesern das buch: "SA-Gefängnis Papestraße - Spuren und Zeugnisse" Overall-Verlag Berlin 1996 herausgegeben von Kurt Schilde, Rolf Scholz und Sylvia Walleczek
Oliver Mann
18. April 2011, 10:30
Das Bild Nr. 1 ist erschreckend. Allerdings kann das nicht der besagte Keller sein. Die angeschrägte Holzdecke lässt eher auf ein oberirdisches Gebäude, also einen Schuppen oder Garagenanbau schliessen.
steffen senf
18. April 2011, 14:42
>Das Bild Nr. 1 ist erschreckend. Allerdings kann das nicht der besagte Keller sein. Die angeschrägte Holzdecke lässt eher auf ein oberirdisches Gebäude, also einen Schuppen oder Garagenanbau schliessen.


Es ist GUT MÖGLICH, dass diese Gefangenen in dem unterirdischen Foltergefängnis der SA gelandet sind.

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