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Die langweiligsten Filme der Welt Kino mit Gähn-Defekt



14 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Christian Ramb

25. Oktober 2012, 13:31
@Julian Göhren

Ach was, ich finde das ist noch einer der besseren Star Trek Filme. Klar, er hat seine Längen, aber ich denke das liegt zum Teil an den geänderten Sehgewohnheiten von heute. Der größte Sci-Fi Streifen damals war 2001, da hat man sich dann nunmal ordentlich mehr...

Franziska Kast
31. Mai 2011, 12:38
Also, gegen die Aufnahme der jeweils auf ihre Art wirklich großen Filme "Intolerance" und "Letztes Jahr in Marienbad" möchte ich ja leise protestieren. Diese Filme sind ebensowenig "langweilig" wie die Filme von Andrej Tarkowskij, sie setzen aber einen gewissen Willen voraus, sich mit ihnen zu beschäftigen. Da würden mir vorher noch einige Folterwerke des selbstverliebten Herrn Tykwer einfallen, auch wenn die nicht ganz so lang sind.

Was ich aber als heißen Favoriten auf dieser Liste intensiv vermisse ist das 432 Minuten lange, "Satan's Tango" betitelte ungarische Grauen, das ich in meinen glorreichen Filmvorführer-Zeiten einer interessierten Zuschauerschaft von zwei Personen zu zeigen hatte. Dass diese nicht spontan verendet sind, wundert mich bis heute. Tarr wäre gerne Tarkowskij, aber außer einer vagen Namensähnlichkeit gibt es da wenig Berührungspunkte.

Stundenlange Plansequenzen können sehr, sehr, sehr langweilig sein, wie Tarr eindrucksvoll zeigt. Müssen Sie aber nicht - wie Tarkowskij in "Opfer" ebenso eindrucksvoll demonstriert. Aber gut, ein Gábor Medvigy ist halt auch kein Sven Nykvist...
Walter Bohnheimer
31. Mai 2011, 12:41
Ja, solche Interpreten wie Benjamin Maack braucht moderne Kunst. Dort etwas finden, wo eigentlich nichts ist. Also etwas in sich selbst finden. Aber ist das Kunst? Oder besser gefragt: Wer ist da der Künstler?
Wenn ich wirklich unverblümt haargenau wissen möchte, wie monoton ein Gang durch die Wüste ist, gehe ich durch die Wüste und nicht ins Kino. Kunst ist für meine Begriffe das Vermögen, jemandem zu neuen Einsichten zu verhelfen, ohne ihn vor den Latz zu knallen, ohne alles von Adam bis Eva in Frage zu stellen. Wie Schopenhauer sagte: Man benutze gewöhnliche Worte und sage ungewöhnliche Dinge, nicht umgekehrt.
Frank Frank
31. Mai 2011, 12:55
Wenn Maack Meilensteine des Kinos wie Kubricks "2001 Odyssee im Weltraum" und Camerons "Avatar" langweilig findet, was findet er dann *nicht* langweilig? Ich denke es ist eher das Medium Film, das ihn grundsätzlich langweilt nicht die einzelnen Filme selbst.
Luca Nagel
31. Mai 2011, 13:42
Danke für diese Zusammenstellung.
Peter Schmidt
31. Mai 2011, 14:09
Zitat von Frank Frank
"Wenn Maack Meilensteine des Kinos wie Kubricks "2001 Odyssee im Weltraum" und Camerons "Avatar" langweilig findet, was findet er dann *nicht* langweilig?"

Avatar ein Meilenstein des Kinos?! Ich bitte Sie!

Avatar ist technisch vielleicht ein Meilenstein, in Bezug auf Animation, Rendering u. 3D-Effekt.

Vom Plot her ist Avatar allerdings ein totlangweiliger 0815-Hollywood Kinderfilm. Sorry aber wer Avatar ernsthaft als geistigen und intelektuellen Meilenstein der Filmgeschichte sieht, sollte lieber bei Disney-Filmen bleiben ;-)
Sebastian Rüger
31. Mai 2011, 15:11
Wer Montana Sacra so abtut (wenn Jodorwosky in dieser Liste ist, muss Werner Herzuog auch rein!), disqualifiziert sich und diese Liste als Referenz. Danke trotzdem für das letzte Drittel an schrägem Zeug.
Frank Frank
31. Mai 2011, 16:41
>Avatar ein Meilenstein des Kinos?! Ich bitte Sie!
>
>Avatar ist technisch vielleicht ein Meilenstein, in Bezug auf Animation, Rendering u. 3D-Effekt.
>
>Vom Plot her ist Avatar allerdings ein totlangweiliger 0815-Hollywood Kinderfilm. Sorry aber wer Avatar ernsthaft als geistigen und intelektuellen Meilenstein der Filmgeschichte sieht, sollte lieber bei Disney-Filmen bleiben

Ich liebe Disney! Lieblingsfilm ist Bambi!

Nein im Ernst, Avatar hat das Kino nicht komplett neu erfunden, hatte aber viele neue Ideen. Der Film hat ein Rottentomatoes-Score von 83% - das ist zumindest kein Kandidat für den langweiligsten Film ever.
Bettina März
31. Mai 2011, 20:04
Danke, Herr Maack für die gähnisgsten Kinofilme

Schlimmer ist, daß wir seit gefühlten 30 Jahren, die Filme, die ARD und ZDF bringt, das langweiligste, was es überhaupt gab, empfinden.
Das ist einfach nicht mehr zu beschreiben und es gibt kein Aber...
Nur, ins Kino und andere Interessen, bestimme ich selber...
Danke für`s Zulesen.
Johann Schleifer
31. Mai 2011, 20:15
Wo ist Wim Wenders? Wo ist "Der Himmel über Berlin"? Wo ist der behauptete Tiefsinn, der dünn angerührte, dick aufgetragene Quark der Dünnbrettbohrer Paul Thomas Anderson, Soderbergh, Malick, Tykwer, Becker?
Peter Boots
31. Mai 2011, 23:37
Wer mit Alain Resnais "Letztes Jahr in Marienbad" wenig anfangen kann moechte vielleicht mit "Providence" anfangen der aber leider in Deutschland um 6 minuten vekuerzt wurde -- was man da verliert kann ich nicht sagen, ich habe nur die Originalversion gesehen.

Bei Wikipedia kann man einen recht guten Artikel ueber Intolerance lesen und sich den Film bei http://www.archive.org/details/Intolerance ansehen aber leider ist diese Version bei der das copyright verloschen (?) ohne die noetige Musikbegleitung. Eine Version aus England hat Musikbegleitung von Carl Davis der mehrere ausgezeichnete Kompositionen fuer Orchester fuer Stummfime komponiert und dirigiert hat.

Uebrigens ist "Intolerance" zum Teil als Gegenstueck zu "Birth of a Nation" entstanden, ein Film der sehr rassistisch war und den Ku Klux Klan als 'Retter der Nation' verherrlichte.

In London habe ich "Heimat" im Kino gesehen, jeweils zwei Episoden nacheinander, eine 20 Minuten Pause, dann noch zwei Episoden, 60 Minuten zum Abendessen, dann ging es weiter, also am Samstag und Sonntag jeweils 8 Stunden. Sehr intensive und sehr beindruckend.

Peter
NYC

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