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1943

US-Geheimprojekt Teststadt für den Feuersturm



29 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Siegfried Wittenburg

26. März 2012, 09:48
"Wer hat Schuld auf sich geladen in der DDR?"

Um Schuld vergeben zu können, muss man zunächst miteinander reden, somit verstehen und anschließend verzeihen. Das geschieht gegenüber den durch persönliche Schuld bzw. Mitschuld an Leib, Seele und Eigentum mehr...

Martin Senzel
21. März 2012, 17:46
>Fast der selbe Artikel ist schon im Heft 41/1999 erschienen.

....was damit zusammenhängen könnte, dass der Artikel jetzt in der Rubrik "eines Tages - Zeitgeschichten" steht. (es könnte einen Grund haben, warum alle Beiträge hier mit einer Jahreszahl versehen sind)
Holger Mesle
21. März 2012, 18:01
Jeder der die vorsätzliche Ermordung von (deutschen) Zivilisten begrüßt (selber schuld, die haben ja Hitler gewählt) sollte sich ins gedächnis rufen wieviel % der Bevölkerung ihn tatsächlich gewählt haben. Da man erst mit 21 Wählen durfte (die meisten Soldaten haben ihn also gar nicht gewählt!), und von denen die wählen durften nur ca 50% die NSDAP wählten bleiben nur ca 30% der Bevölkerung übrig. Und ob die sich bewußt waren was das zur folge hat wage ich zu bezweifeln, rückgängigmachen ließ sich der Fehler jedenfalls nicht.
Die Arbeiter die es zu dezimieren galt wählten übrigens gerne Komunistische Parteien, aber sie mußten ja irgendwie von der Arbeit abgehalten werden.
Gezielte Bombardierungen von Wohnanlagen sind Kriegsverbrechen, aber der Sieger legt die Regeln fest.
Hubert Lamberti
21. März 2012, 19:38
Wer befreit werden will und soll muss Opfer bringen?
Friedrich Krebeck
21. März 2012, 20:19
>Eindeutig ein Krieg hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung. Heute würde man diese Aktivitäten eindeutig als staatlichen Terrorismus bezeichnen, wie auch die Atombombenabwürfe in Japan. Leider hat man keinen der mutmaßlichen Verbrecher angeklagt, weil man denkt, ein demokratischer Staat beginge kein Unrecht. Letztlich führt das zur Schlußfolgerung Tucholskys: "Soldaten sind Mörder." Und nicht nur Soldaten, auch die sie befehlenden Politiker. Auch Kissinger ist für seine Verbrechen noch nicht angeklagt worden.
Denis Möwert
21. März 2012, 22:00
Wer in Guernica, Rotterdam und Coventry die ersten Bomben geschmissen hat sollte den Ball ganz ganz flach halten wenn es um "Krieg gegen Zivilisten" geht.

Die US-Armee testete wenigstens an unbewohnten Häusern, die Legion Condor aber...

Nein. Alles hat eine Ursache, und ich finde die Relativierugsversuche unpassend. Trotzdem sind zwar alle Opfer, aber die Frage muzss erlaubt sein, warum die Väter der späteren gerade auf "Auslandstour" weilten, als ihre Familien sie gebraucht hätten.

Übrigens haben die Atombomben nicht nur die US-Invasion überflüssig gemacht, sondern auch die sowjetische. Stalin zog im Sommer '45 Truppen zum Pazifik und war ab Juni bereit, während die USA für November planten.
Was für ein Zufall, dass durch diese "Beschleunigung"die USA in den Besitz des japanischen Raubgolds (Staatsschätze aus ganz Asien) kamen - und nicht die Sowjets.

Ein Aspekt, der möglicherweise unterschätzt wird?
Wilfried Huthmacher
21. März 2012, 23:11
>Na, Sie sind ja ein doller Rechner.
>Leute wie Sie sind genau aus dem Holze, aus dem Bomber gemacht werden.
>Der Zweck heiligt die Mittel.
>Pfui Teufel, da kann einem ja nur übel werden.

Haben Sie ausser billigen Beschimpfungen auch etwas anderes zu sagen. Der Vorredner hat doch recht: Hitler war 1933 in einer legitimen Wahl an die Macht gekommen und das deutsche Volk hat sich nicht nur alle demokratischen Rechte nehmen lassen sondern auch muter mitgemacht.
Natürlich ist es traurig, dass 305.000 deutsche Zivilisten -ich dahte immer es wären 600.000- ums Leben kamen.
Das Eizige, was Sie dem Vorredner vorwefen können, ist Unvollständigkeit. Hätten die Nazis den Krieg gewonnen, wären noch weitere Millionen unschuldiger Zivilisten von den Nazis umgebracht worden, mal abgesehewn davon dass wir immer vermutlich noch unter einem verbrecherischen System leben würden, die mir vorgeschrieben hätten, meine Frau been nicht zu heiraten, da sie nicht "arisch", sondern schwarz-afrikanisch war: Meine Tochter würde vermutlich im KZ landen, ich selbst vermutlich wegen "Blutschande" genauso.
Was hatten die Nazis damals gegen das Leben der Polen, Russen, und Juden, die sie töteten, der Männer, Frauen und Kinder?
So gesehen, war der Preis, den wir Deutsche damals zahlten noch glimpflich.
Michael Schnickers
22. März 2012, 00:52
>>Müssen eigentlich immer wieder rechte Revisionisten hier herumspuken und plumpe Lügen verbreiten?
>>"Ausrottung der Zivilbevölkerung"
>>Der angesprochene Jörg Friedrich würde so einen Unfug weit von sich weisen.
>>Die beiden Atombombenabwürfe haben eine geplante Invasion Japans unnötig gemacht, was wahrscheinlich zu sehr viel mehr Toten geführt hätte.
>>Im Übrigen: Allein bei der Belagerung und Aushungerung von Leningrad durch die deutsche Armee sind mehr Menschen elend krepiert als in ganz Deutschland durch Bomben umkamen!
>Na, Sie sind ja ein doller Rechner.
>Leute wie Sie sind genau aus dem Holze, aus dem Bomber gemacht werden.
>Der Zweck heiligt die Mittel.
>Pfui Teufel, da kann einem ja nur übel werden.


Ja, Sie sind genau der Beweis für meine Thesen.
Danke dafür.
Ihre Beleidigungen dürfen Sie gern für sich behalten!
Dirk Borek
22. März 2012, 09:26
Peter Fechner:
> Hoffentlich wissen wir auch das niemand die deutsche Zivil-
> bevölkerung 1933 zur Wahl Hitlers gezwungen hatund das sie
> auch niemand gezwungen hat dem verbrecherischen Handeln
> ihrer gesamten "Elite" tatenlos zuzusehen.

Wissen wir denn dass Kommunisten und Sozialdemokraten, deren
Arbeiterquartiere das Hauptziel der Städtebombardierungen waren,
Hitler gewählt haben? Und welche Verantwortung trägt die Bevöl-
kerung der Sovietunion, Chinas und Kambodschas für die Verbrechen
ihrer "Elite"? Hätte man dort vielleicht auch mal eine halbe
Million Zivilisten töten sollen um die Gerechtigkeit wieder
herzustellen?

Michael Schnickers:
> Allein bei der Belagerung und Aushungerung von Leningrad durch
> die deutsche Armee sind mehr Menschen elend krepiert als in ganz
> Deutschland durch Bomben umkamen!

Würden 550 000 Bombentote eine Aushungerung von Leningrad rechtfer-
tigen? Oder die Bombardierung von London und Antwerpen mit V-Waffen?
Natürlich nicht. Wahllos Teile der feindlichen Zivilbevölkerung zu
eliminieren ist seit 1949 formell ein Kriegsverbrechen, aber die
dahinterliegende Moralität haben normal-denkende Menschen wahr-
scheinlich nicht erst im Jahr 1949 erkannt.

Als Deutscher sollte man die Opfer der Bombardierungen und der Vertrei-
bungen nie in den Vordergrund stellen wenn von Kriegsverbrechen während
des 2. Weltkrieges gesprochen wird. Die deutschen Verbrechen waren
unfassbar grösser.
Das heisst aber nicht dass Allierte Kriegsverbrechen totgeschwiegen
werden müssen. Es wäre natürlich am Besten wenn dies in erster Hand von
Historikern in den ehemaligen Allierten Ländern bearbeitet würde,
leider hapert es da noch ziemlich bei der Aufarbeitung.

Christoph Schlüter
22. März 2012, 10:08
>Wer in Guernica, Rotterdam und Coventry die ersten >Bomben geschmissen hat sollte den Ball ganz ganz flach >halten wenn es um "Krieg gegen Zivilisten" geht.

Die ersten gezielten Bombenangriffe gegen Zivilisten im 2 WKwurden von der britischen Royal AirForce mit dem Angriff auf Mönchenfgladbach (11. Mai 1940) durchgeführt. Das war 3 Monate vor Coventry.
Und lange vor Guernica hat England schon Zivilisten im Irak bombardiert, teilweise sogar mit Giftgas.
Christoph Schlüter
22. März 2012, 10:14
>Im Übrigen: Allein bei der Belagerung und Aushungerung >von Leningrad durch die deutsche Armee sind mehr >Menschen elend krepiert als in ganz Deutschland durch >Bomben umkamen!

Würde mich sehr interessieren ob sie die britische Hungerblockade gegen Deutschland bereits im 1 Weltkrieg die selbst nach dem Waffenstillstand noch fast 1 Jahr aufrechterhalten wurde und die hunderttausenden das Leben kostete auch so verdammen.
Falls Sie davon überhaupt jemald etwas gehört haben.

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