Letzter Beitrag:
Marvin Walter
30. Mai 2012, 18:28
Mir fehlt ebenfalls eine politische Begründung: stattdessen wird populistisch über RAF als kranke Personen abgelästert und gut ist. Mit Niveau hat das nichts zu tun, aber die Vermutung liegt nahe dass auch ehemalige NSDAP-Massenmörder in hohen Ämtern wie auch der
mehr...
Mathias Völlinger
30. Mai 2012, 12:32
Wieso wurde in diesem Artikel nicht das Münchener Olympiamassaker 1972 erwähnt, welches doch auch in diesem Zusammenhang zu sehen ist? Da hatte die Polizei dann komplett versagt!
Holger Mesle
30. Mai 2012, 12:47
Jaja, Sündteure Sportwagen, Designerbrillen und einkaufen in Nobelboutiquen. Der Komunismus den diese Spinner herbeibomben wollten sollte wohl nur für das Fußvolk gelten. Wer diese Leute heute noch als "Freiheitskämpfer" sieht sollte mal einen Urlaub in Nord-Korea machen um zu sehen wie das ausgegangen wäre.
Günter Brauer
30. Mai 2012, 13:19
Interessant an der ganzen Abfolge der Artikel zur RAF ist immer wieder die Unfähigkeit ihre Mitglieder politisch ins Abseits zu stellen. Keinem Artikel ist es wirklich gelungen die politischen Thesen der RAF im Vergleich zu den damaligen Verhältnissen der Bundesrepublik (die sich zur heutigen Zeit nur marginal unterscheiden) zu setzen.
Wenn man bedenkt das der Kopf der RAF nicht irgend welche dahergelaufenen Dummbolzen waren (wie heutige linksgerichtete Krawallbrüder) dann tuen sich alle schwer.
Lieber wird versucht mit unsachlichen Mitteln die anscheinend verquere Persönlichkeit der Mitglieder erhöht darzustellen und sie dadurch einer Lächerlichkeit preis zu geben. Politisch hat man sie nie ausmanövrieren können.
(und wollen)
Und Ulrike Meinhof hatte doch recht mit ihrem Statement. Der überwiegende Teil der Bevölkerung hat zwar nicht mit wohlwollen auf die Taten der RAF geschaut, aber hat sie auch nie offen verurteilt. Warum wohl.
Und die Meinung der Bevölkerung darf man nicht an der Handlungsweise eines Hausmeisters festmachen.
Alles in allem ist die Geschichte der RAF ein Drama für die Rechtstaatlichkeit der Bundesrepublik.
Aber man deckt alles unter den Mantel des Schweigens und zieht es ins Lächerliche.
Das die Opfer dadurch mit verhöhnt werden, ist ein wohl ein gewollter Kollateralschaden.
Die Gründe für das Handeln der RAF sind allein in der damaligen Politik zu suchen. Die schon damals keinen Wert auf öffentliche Beteiligung und Meinung gelegt und über die Köpfe ihrer anvertrauten Bevölkerung hinweg entschieden hat. Insofern beweist sie bis heute eine traurige Konsequenz.
Markus Ludorf
30. Mai 2012, 13:56
Aus der 3. Etage einen guten Blick in eine Garage...und möglich einen gezielten Schuss abzugeben. In was für einem Winkel denn wohl? Der Schwachsinn geht weiter....
Peter Tauscher
30. Mai 2012, 14:43
>Interessant an der ganzen Abfolge der Artikel zur RAF ist immer wieder die Unfähigkeit ihre Mitglieder politisch ins Abseits zu stellen. <
Die RAF und ihre Mitglieder, hat sich in dem Augenblick ins Abseits gestellt, als sie ob ihrer politischen Ansichten anfingen,
1971 ihre Ziele mit Gewalt zu erreichen.
Sicher lief vieles in damals noch falsch, wie zum Beispiel die Vertuschung des Mordes an Benno Ohnesorg durch Kurras, aber von einem totalitären Staat aller DDR wahr die BRD schon damals Lichtjahre entfernt.
Von der damals politisierten Studentenschaft abgesehen sah das Volk überhaupt keine Notwendigkeit, befreit zu werden, erst recht nicht durch Kommunisten....
Randolf Treutler
30. Mai 2012, 14:48
Aus heutiger Sicht mag vieles unverständlich erscheinen, aber wer zu dieser Zeit sozialisiert worden ist, denken wir an die Studentenunruhen 1968, an den Tod von Benno Ohnesorg, die Verletzung von Rudi Dutschke, einem bekannten Anführer der Studentenbewegung, denken wir an das sehr steife, sehr patriachalische und obrigkeitsdenkende Klima zu dieser Zeit, an den Vietnam Krieg und seinen Folgen für die Menschen dort...die schrecklichen Bilder, viele ehemalige Mitglieder der NADAP waren wieder in Amt und Würden, in Universitäten, in wichtigen Verwaltungen, in der Wirtschaft....parallel dazu die Umbrüche in der Jugendbewegung, die Hippie- und Protestbewegungen, das Aufbegehren gegen das Establishment... dann erscheint vieles heute nicht verständliches besser verständlich, wenn auch dadurch nicht entschuldbar....aber es ist wie eine Kettenreaktion..Eines führt zum Anderen...und irgendwann gibt es kein zurück mehr....
Peter Oldenburg
30. Mai 2012, 15:47
Die pure Gewalt der RAF gegen demokratisch legitimierte Politiker, Richter, Polizisten, Vorstände und völlig unbeteiligte (Fahrer) hat mich schon damals abgestoßen. Das ganze Verhalten hatte meiner Meinung nach gar keinen realen politischen Sinn mehr, sondern entwickelte sich zu einem sektenartigen Selbstläufer, wie auch letzlich der gemeinsame Freitod zeigte.
Die "Sympatiesanten" waren offenbar so begeistert, dass sie nicht mehr in der Lage waren objektiv ihren eigenen Kopf zu gebrauchen. Auch wieder sehr "religionsnahe" Weltverbesserer, die nur glauben was gepredigt wird und was in ihr Weltbild passt.
Horst Jungsbluth
30. Mai 2012, 15:49
In der damaligen Bundesrepublik ging es trotz der üblichen Probleme und nicht bestrafter NS-Täter nur aufwärts und das demokratische System bot Parteien die Chance bei Wahlen eine schlechte Regierung abzulösen, um es dann besser zu machen. RAF-Mörder versteckten ihre grausamen Verbrechen hinter einem verlogenem "Antifaschismus" und entlarvten sich durch Sprache und Taten selbst als jene, die sie angeblich bekämpften und wollten nicht bemerken, dass mit der SPD eine Partei die Regierung führte, in der NS-Zeit selbst grausam verfolgt wurde. Erstaunlich doch und logisch die devote Ergebenheit der Ennslin, die dem despotischen, unpolitischen Anführer Bader hörig war, aber sonst keine Skrupel kannte, Unschuldige zu ermorden.
D Brueckner
30. Mai 2012, 17:25
Keine Dummbolzen? Ausser Meinhof waren die anderen nun wirklich nicht weit davon entfernt. Ausser hassgetriebene Phrasen und Hülsen war da nichts. Vor allem, sie haben nicht kapiert, das sie keine Freiheitskämpfer waren. Ich spreche diesen Linksfaschisten jegliche Legitimation ab. Sie hätten es geschaft eine noch schlechtere Welt zu schaffen, als die die sie bekämpften. Mit denen konnten nicht mal die Freischärler in Nahost etwas anfangen. Schlimm ist, dass Baader Meinhof durch ihresgleichen zu viel Folklore erfährt. So blind wie man auf dem linken Auge ist, kann man auf dem Rechten gar nicht sein.
Interessant is, dass Kurras nun auch noch ein Stasi-Mann war. Das passt ja nun gar nicht in die Schweinestaat Doktrin.
Jens Schuetz
30. Mai 2012, 17:57
Laut Text beweist der Verrat durch einen (!) Hausmeister das die RAF keine Unterstuetzung in der Bevoelkerung hatte.
Sehr wissenschaftlich. Nicht.
Sie möchten mitdiskutieren? Melden Sie sich hier an.