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Elektroauto-Revolution vor 100 Jahren Summsumm statt Brummbrumm



31 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Marc-Aurel Evers

12. Juni 2012, 13:30
> Antwort an Herrn
>
>Konrad Goll
>11. Juni 2012, 13:23
>Ich entsinne mich als Kind, dass es in den 50-er und 60-er Jahren auf den Bahnhoefen z.B. sehr viele sog. Elektrokarren gab. Und selbst die damalige Deutsche Bundespost hatte Lastwagen, die mit Elektroantrieb fuhren. Warum mehr...

Daniel Linke
11. Juni 2012, 16:53
In der Arbeit zerren zig Gabelstapler und Transportgeräte seit langem mit E-Antrieb Tonnen von Gewichten rund um die Uhr..., und das (zumindestens in der Firma) völlig emmissionsfrei, das lauteste beim Stapler ist die Hupe, wenn man mal wieder völlig gedankenversunken in die "Staplerrennbahn" in unserer Firma reinrennt. Die Idee ist ja ehh altbekannt, aber Ölmultis willen ja auch noch was verdienen... warum wurde damals der 3-Liter Lupo vom Markt genommen???
Redaktion einestages
11. Juni 2012, 17:22
Liebe Leser, vielen Dank für die zahlreichen Hinweise. Natürlich kam der Bailey Electric mit einer Batterieladung nicht tausend Meilen weit, sondern nur rund hundert. Wir haben das in der Bildunterschrift entsprechend geändert.

Viele Grüße
Redaktion einestages
Deter Roosu
11. Juni 2012, 19:59
Antwort an Herrn

Konrad Goll
11. Juni 2012, 13:23
Ich entsinne mich als Kind, dass es in den 50-er und 60-er Jahren auf den Bahnhoefen z.B. sehr viele sog. Elektrokarren gab. Und selbst die damalige Deutsche Bundespost hatte Lastwagen, die mit Elektroantrieb fuhren. Warum diese verschwanden ist mir allerdings unbekannt.

==================

Da Sie sich noch an die Elektroautos entsinnen können, müssen Sie größenordnungsmäßig in meinem Alter sein. Wie Sie richtig anmerken, fuhren in den 50er Jahren noch die Elektro-Postfahrzeuge in jeder Stadt herum - in den 60ern allerdings nicht mehr , denn unsre tolle Bundesregierung - schon immer sehr innovativ im Erfinden sinnloser Gesetze und Verordnungen - hatte etwa Mitte der 50er Jahre angeordnet, dass der "normale" Führerschein nicht mehr zum Fahren von Elektrofahrzeugen berechtigte. Es musste eine - wahrscheinlich sehr teure - Zusatzausbildung gemacht werden für Fahrzeuge, die so einfach wie ein Autoscooter zu fahren waren bzw. sind!
Als meine Eltern etwa 1957/58 ihre Führerscheine machten, galten diese ausdrücklich nur noch für "Verbrennungsmotoren".

Im übrigen halte ich die Elektro-Euphorie auch für vorübergehend; denn das Problem sind und bleiben die Batterien. Als derzeit beste Lösung gelten die Lithium-Ionen-Akkus. Der Haken ist nur der , dass es - konservativ geschätzt - nur maximal etwa 4 Millionen Tonnen förderbares Lithium auf der Erde gibt. Hochspekulative Annahmen gehen von maximal 40 Millionen t aus. Pro Fahrzeug werden mehrere hundert kg Lithium benötigt. Das Ende DIESES Booms ist damit schon abzusehen.
Kurz-Infos zu Lithium finden Sie unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Lithium
Jan-Olaf Stiller
11. Juni 2012, 20:39
>In der Arbeit zerren zig Gabelstapler und Transportgeräte seit langem mit E-Antrieb Tonnen von Gewichten rund um die Uhr..., [...]

Das ist richtig; ich habe auch einen E-Stapler und bin damit sehr zufrieden.
ABER: Da liegt es auch nahe, billige und relativ robuste Bleiakkus zu verwenden. Der Stapler braucht sowieso ein Gegengewicht; bevor man da ein paar Tonnen Stahl oder Beton verbaut, kann man auch prima einen Akku unter den Sitz setzen.

Der Akku in meinem Stapler speichert 21,6 kWh und ist dabei so schwer wie ein ganzer Kleinwagen.
Kosten für einen neuen Akku: Gute 2000 EUR.
Richard Wacker
11. Juni 2012, 22:26
>Nunja, hier hat die Politik versagt und die Industrie macht, was sie will. Schon damals fahren die Autos 80 km weit und heutzutage scheint es kein Fortschritt zu geben. Wers glaubt ;)

Es gibt durchaus einen, aber ein Auto nach damaligen Maßstäben war ein Kutschgestell mit Motor und
1) sehr langsam -> weniger Luftreibung
2) kaum und Komfort -> Gewicht
3) ohne Sicherheit - bei dem Tempo auch nicht so wichtig!

Der Luftwiderstand wächst zur Geschwindigkeit im Quadrat. Jedes Bissl Komfort wiegt! Reduzieren Sie ein heutiges e-Mobil mal auf Fahrgestell und 4 Stühle statt Sitzen, installieren sie meinetwegen eine Fußheizung :-) und regeln sie die Geschwindigkeit auf 25 km/h runter. Mit der Batterie kommen sie bis nach Spanien - aber eben in einer Woche...

Mal ganz plastisch - wären Sie mit der Rechenleistung eines C64 und einem 8 Zoll-Schwarzweiß-Monitor zufrieden bräuchten Sie dafür heute keine Steckdose mehr. Es würde ein kleiner Akku und eine Solarzelle genügen...
Michael Kalus
11. Juni 2012, 23:07
Ich denke mal "Who killed the electric car" hat nen ziemlich guten Grund gebracht warum die Autofirmen kein Interesse an eAutos haben: Die brauchen weniger Ersatzteile da die Konstruktion an sich einfach ist und Elektromtoren relativ wenig verschleiss haben.

Wenn ich mir z. B. den Chevy Volt anschaue (Opel Ampera) dann frage ich mich auch warum das denn so lange gedauert hat. Die Technologie / wie man das macht ist ja schon hinlaenglich bekannt. Mir kam das damals so vor das GM einfach gehofft hat das die sache mit den Oelpreisen so schnell wie moeglich sich wieder aendern wird und deshalb wurde das ganze hinausgezoergert.

Bzgl. Reichweite, ich denke mal wo ein Wille ist waehre auch ein Weg. Z. B. mit einem Standard Akku den man dann regelmaessig an der "Tankstelle" austauscht. Da gab es ja auch schon Prototypen fuer.

Das groesste Hinderniss fuer das eAuto wird die Industrie sein, denn die werden nach wie vor versuchen alle ihren eigenen Kuchen zu backen. Man stelle sich mal vor jedes Auto wuerde nur mit einer bestimmten sorte Kraftstoff fahren die nur der Hersteller verkauft, so ist das ja gerade mit den Batterien.

Schade eigentlich. Ich geb zu ich mag meinen Subaru und auch die Manuelle Gangschaltung, aber ein eAuto mit Austausch Akku wuerde ich mir schon ueberlegen.
Michael Kalus
11. Juni 2012, 23:10
>Ich kann diesen ganzen Hype um E-Autos absolut nicht nachvollziehen. E-Autos verbrauchen deutlich mehr fossile Energieträger als Benziner. Sie haben Verluste bei Herstellung und Transport des Stroms, auch das Speichern in Akkus ist verlustbehaftet.
>Der Motor selber hat sicherlich einen Wirkungsgrad von nahezu 100%, aber das wiegt nicht die Verluste gegenüber dezentral im Wagen erzeugter Energie auf.

Das schoene am Strom ist das man ihn auf viele verschiedene Arten herstellen kann. Entweder in einem Fossilen Kraftwerk oder aber z. B. durch Tidehub, wellengang, Windmuehle oder sogar Sonnenstrom. Der standard Wagen hingegen braucht entweder Tote Dinosaurier oder Nutzpflanzen.
Michael Kalus
11. Juni 2012, 23:12
> warum wurde damals der 3-Liter Lupo vom Markt genommen???

Zuwenig Auto fuers Geld. Das war es wirklich. Ich hab mir den Lupo damals angeschaut und gedacht: "Netter Kleinwagen fuer die Stadt", leider aber war es das dann auch schon.
Nicola Riitano
11. Juni 2012, 23:52
Es ist immer wieder schön wie viele sich gegen das Elektroauto aussprechen, selbst aber nie eins gefahren, geschweige besessen haben. Da wird viel über Öko Bilanz geredet oder besser nachgeplappert und warum Elektroautos so sinnfrei sind.
Mit dem Strom, der heute regenerativ erzeugt wird, werden alle zugelassenen Elektroautos betrieben und es bleibt noch ein Großteil davon für den Rest übrig. Öl wird definitiv nicht in Elektroautos verbrand. Auch indirekt nicht.
Karli Joachim Mehra
12. Juni 2012, 10:22
>Im Berlin der 50er Jahr wurden die Paketauslieferung der Post und die Müllabfuhr mit Elektrofahrzeugen besorgt.
>Leider habe ich bis heute keine Fotos und technischen Daten dieser Fahrzeuge gefunden.

Damit kann ich dienen. Ein solches Fahrzeug steht im Postmuseum in Nuernberg:

http://www.autogallery.org.ru/k/u/ReichsPost8487.jpg

Es handelt sich uebrigens um ein Fahrzeug der Berliner Firma Bergmann, die bis ca. 1922 E-Fahrzeuge baute.

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