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Michael Rudloff
1. September 2009, 14:47
Der Text betont die deutschnationale Prägung durch den Vater, Dr. Ludwig Wessel. Sein Name wird in der Kirchengeschichte jedoch noch mit einer anderen Seite in Verbindung gebracht. Am 5. Dezember 1918 war er durch den Preußischen Kultusminister Adolph Hoffmann (USPD) zum
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Jan G. Frick
9. Oktober 2007, 09:44
In dem Text wird fälschlich behauptet, Horst Wessel sei den Burschenschaften Alemannia und Normannia beigetreten. Alemannia und Normannia (die heute noch bestehen) sind aber keine Burschenschaften, sondern Corps.
Thomas Hoffmann
9. Oktober 2007, 11:18
Jan G. Frick 9. Oct 2007, 09:44:
>> In dem Text wird fälschlich behauptet, Horst Wessel sei den Burschenschaften Alemannia und Normannia beigetreten. Alemannia und Normannia (die heute noch bestehen) sind aber keine Burschenschaften, sondern Corps.
Beide tauchen als Burschenschaft hier auf: http://www.burschenschaft.de/wappenkunde/deutsche_burschenschaft/berlin.htm
Zur Zeit Wessels gab es auf jeden Fall die Burschenschaft Alemannia Berlin, aus der mehrere Corps hervorgingen.
Für das Corps Normannia Berlin ist folgender Wikipedia Artikel hilfreich: http://de.wikipedia.org/wiki/Corps_Normannia_Berlin
Daraus geht hervor, dass sich Normannia 1924 in Burschenschaft und Corps teilte. Demnach könnte Wessel sehrwohl mitglied der Berliner Burschenschaft Normannia gewesen sein.
Etwas anderes zum Text:
"Wollte Wesssels aussteigen?" hier sind eindeutig zwei "s" zuviel.
Asmus Löwenhaupt
9. Oktober 2007, 13:27
Es mag ja durchaus eine Burschenschaft Alemannia in Berlin geben, Horst Wessel war aber Mitglied des Corps Alemannia Wien (heute zu Linz). Darüberhinaus wird er in den Kösener Corpslisten eindeutig als Mitglied des Corps Normannia Berlin genannt.
Udo Schlosser
10. Oktober 2007, 00:12
Horst Wessel ist Angehöriger der Corps Normannia Berlin und der Allemania Wien. Dies ist insofern von Bedeutung, als Corps, neben der Toleranz keinerlei weltanschauliche Ziel verfolgen. Aus der Zugehörigkeit von Horst Wessel zu den beiden Corps läßt sich daher, was die Mitgleidschaft in der SA betrifft, nichts herleiten. Hort Wessel hat 1 oder 2 Semester in Wien studiert. Jedenfall das Sommersemester 1927. Von einem Abbruch des Studiums ist nichts bekannt. Horst Wessel hätte bei einem Abbruch des Studiums zumindest vorübergehend nicht mehr Angehöriger der Corps sein können. Er wurde aber mit den üblichen Ehrungen als Corpsstudent beerdigt.
Michael Rudloff
1. September 2009, 14:47
Der Text betont die deutschnationale Prägung durch den Vater, Dr. Ludwig Wessel. Sein Name wird in der Kirchengeschichte jedoch noch mit einer anderen Seite in Verbindung gebracht. Am 5. Dezember 1918 war er durch den Preußischen Kultusminister Adolph Hoffmann (USPD) zum "Regierungsvertreter für die evangelischen kirchlichen Behörden in Preußen" ernannt worden. Wessel hatte sich im November auf einer Versammlung in Berlin, an der etwa 250 Pastoren teilgenommen haben sollen, durch seine Forderungen nach "demokratischer Kirchenreform, Stärkung der Synodalgewalt sowie Kooperation der Pastorenschaft mit der Republik" empfohlen. Gegen die Einsetzung Wessels als Überwachungs- und Kontaktmann gegenüber der Kirche legte der Evangelische Oberkirchenrat entschiedenen Protest ein. Wessels Name wurde in Kirchenkreisen durch diese Episode zum Synonym für Opportunismus. Noch 1945 fürchtete Otto Dibelius, daß wieder "irgendein Pastor zu den Russen laufen und sich als Kommissar anbieten" könne, wie im Jahre 1918 Pfarrer Wessel.
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