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Thomas Koch
23. November 2012, 15:24
So unglaublich ist das gar nicht, in Suhl konnte er sich als etwas Besonderes fühlen.
Der Zauber dieser Einzigartigkeit ist dann ja nach der Wende auch schnell verflogen.
mehr...
Axel Nerger
19. Oktober 2012, 13:35
"So schlecht war es in der DDR ja nicht" ... Eine Frage, die sich einem aufdrängt, die im Artikel nicht gestellt wird, aber die eigentlich alles über die DDR sagt:
Ist Rolf Anschütz, der in Thüringen alle Tricks aufbot, um original japanisches Essen anzubieten, eigentlich ein einziges Mal nach Japan gereist? Nein? Warum denn bloß nicht?
Jens Ziegenbalg
19. Oktober 2012, 13:40
Wieso wird immer wieder betont es sei das einzige japanische Restaurant in der Täterä gewesen, wenns doch nicht stimmt? Im Interhotel Merkur in Leipzig gabs das "Sakura" original japanisch, für Ostmark, auch für Ostdeutsche, nicht billig aber ohne 2 Jahre Voranmeldung.
Lars Wenzel
19. Oktober 2012, 14:03
Schöne Geschichte, aber in Details definitiv nicht wahr. Es war vielleicht am Ort das einzige oder vielleicht sogar das erste japanische Restaurant. Aber auch in Berlin gab es das Jade im damaligen Palasthotel und noch ein weiteres, privates, in Prenzlauer Berg.
Die Antwort im Interview: Es gab keine Möglichkeit, sich auf der Warteliste nach vorne zu schummeln (sinngemäß) kann man mit einem anderen Interviewzitat kinderleicht widerlegen: Eine Katja Ebstein hätte sicher ihren Tisch nicht 2 Jahre im Voraus bestellt. Und viele andere mussten das ganz sicher auch nicht.
Für einen Film ist die Geschichte sehr schön, aber bitte nicht das Ganze als historische Fakten umdichten, auf einem Geschichtsportal!
Regina Horn
19. Oktober 2012, 14:13
Man konnte als linientreuer Bürger für eine sagenhafte Summe von mehreren tausend ostmark über "Jugendtourist" nach Japan reisen. Man mußte dazu vermutlich bloß die ganze Verwandschaft anpumpen - oder man war nicht mehr jugendlich.
Katja Ebstein waren die Ostdeutschen zu popelig?
Wenn das Ostfernsehen sie nicht ständig auf dem Schirm gehabt hätte, wäre sie garantiert schon viel eher in der Versenkung verschwunden. "Star" , na ja...
Bernhard Krieter
19. Oktober 2012, 14:49
@Axel Nerger
Wenn Sie den wesentlich informativeren Artikel in der FAZ
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/japanische-kueche-in-der-ddr-sukiyaki-in-suhl-11884028.html gelesen hätten, wüssten Sie, dass Hr. Amstütz sehr wohl nach Japan, obwohl sich die Apparatschiks von der HO querqestellt haben.
H. Thomas
19. Oktober 2012, 16:15
In der Nähe von Lutherstadt Wittenberg gab es ein weiteres japanisches Restaurant in Birkenbusch. In den 70iger Jahren hatten dort japanische Ingenieure gewohnt die der DDR halfen, in Wittenberg einen Chemiebetrieb zu erbauen/ erweitern. Die Küche dort war ebenfalls abwechslungsreich und begehrt auf der einseitig und bürgerlich geprägten Gastronomievielfalt . Die Warteliste zur Reservation war lang. Das Preisgefüge war schon hoch aber nicht Wucher. Somit war in Suhl nicht das einzige japanische Restaurant der DDR.
Anekdote: Zusätzlich brachten die japanischen Gastarbeiter eine besondere Rüstung zum Arbeiten in Höhen von ca.3 m mit. Diese Rüstungen waren begehrte Diebesware und wurden oft von Häuslebauern und Handwerksbetrieben in der Region benutzt und umgangssprachlich Japanerrüstungen genannt.
Der Zeitzeuge
Volker Altmann
19. Oktober 2012, 17:03
Katja Ebstein waren die Ostdeutschen zu popelig?
Wo lesen Sie das, Frau Horn?
Eine Katja Ebstein hätte sich nicht mit wildfremden Ostdeutschen ins Bad gesetzt.
Bei diesem Satz kam mir sofort in den Sinn, dass sich Katja Ebstein wohl auch kaum mit wildfremden Westdeutschen ins Bad gesetzt hätte. Zudem hat Herr Lindenberg auf dieses Ritual verzichtet und auch Herr Maffay ging wohl lieber über sieben Brücken, als ins gemeinschaftliche Nass. Ich glaube kaum, dass man dies als ein Verschmähen der Fans betrachten kann. Man sollte schon jedem selbst überlassen, mit wem er sich in der Wanne tummeln will.
Herr Anschütz - sprechen Sie von einer Vermutung oder hat Katja Ebstein das wörtlich so gesagt? Als Katja Ebstein wäre ich gesetzt den Fall, ich hätte das so nie gesagt - jetzt sauer. An der Reaktion von Frau Horn kann man sehen, wie schnell ein Ruf zerstört werden kann. Und die arme Frau Ebstein hat vielleicht gar nichts Böses gesagt...
Fred Gehlhar
19. Oktober 2012, 17:07
Nein? Doch! Er ist nach Japan gereist, und zwar als Staatsgast. Man stelle sich das einmal vor. Kaiser Hirohito verlieh ihm in Tokio einen Orden für seine Verdienste um das beste japanische Restaurant außerhalb Japans.
Als Suhler weiß ich auch um den Trubel seiner Rückreise. Die DDR-Oberen hatten ihn "abgeschrieben" und ihm kein Rückreisevisum erteilt. Nach einigem Tamtam erhielt er es aber doch und reiste zurück. In die DDR! Unglaublich, aber wahr.
Thomas Koch
23. November 2012, 15:24
So unglaublich ist das gar nicht, in Suhl konnte er sich als etwas Besonderes fühlen.
Der Zauber dieser Einzigartigkeit ist dann ja nach der Wende auch schnell verflogen.
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