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Veröffentlicht: 13.08.2012 Eingereicht von: Peter Hornung

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Das Fundbüro fragt:

Wer weiß etwas zu diesem Bild?

Weshalb hat der Fallschirm diesen netzartigen Saum?

Bei dem Fallschirm könnte es sich um ein US-amerikanisches Modell handeln (Heidelberg). Vor etlichen Jahren hatte ich über einen Bekannten mehrere Schirme dieser Art als eine Art Vergütung erhalten. Wie mir gesagt wurde, stammen sie alle aus Konkursmasse. Außer dem hier abgebildeten Exemplar sind bei allen übrigen die Leinen noch vorhanden, allerdings nicht das "Geschirr".

Im Internet habe ich noch keine Erklärung für den "Netz-Saum" gefunden. Meine Vermutung: Der Saum wurde verstärkt, um den Schirm belastbarer zu machen. Ist es ein Lastfallschirm?

4 Hinweise

Alexander Hopf 13. August 2012, 17:07

Hallo, es dürfte sich bei dem Schirm um einen militärisch genutzten Schirm des Typs T-10 zum Absetzen von Soldaten handeln. Dieser Schirmtyp wurde in den 1990er Jahren mit einem sog. "Basisnetz" nachgerüstet, welches das Risiko von sog. "Fehlöffnungen", bei denen sich der Schirm nur unvollständig öffnet, vermindern sollte.
Mit besten Grüßen

Michael Hauf 27. August 2012, 22:25

Ich schliesse mich der Aussage von Alexander Hopf an. Ich denke aber, dass es sich um ein T-10R handelt..also der Reservefallschirm eines Fallschirmjägers. Das Basisnetz soll Fehlenfaltungen verhindern (sog. Brötchen). Ohne dieses Netz kam es früher häufiger vor, dass sich die Fangleinen über die Kappe gelegt haben und somit ein "Brötchen" entstand. Für den Springer war das sehr gefährlich und er musste den Reserveschirm kontrolliert auslösen.
Glück ab

Peter Hornung 26. September 2012, 18:50

Besten Dank für die Antworten; ich hätte mich nicht getraut, mit den Dingern zu springen....Grüße
P.Hornung

Thomas Sträter 27. November 2012, 16:55

Hallo Peter Hornung,
so schlimm war es nicht 5-7Mtr. pro Sekunde bei dem T10 und ca 9 beim dem T10R sind bei guter Ausbildung kein Problem. Der Hauptschirm T10 wurde vom Luftfahrtzeug (Transall / Bell UH1D oder CH 53) nach dem Absprung aus dem Packsack gezogen und trennte sich dann vom Luftfahrtzeug. Das Packen dieser Kappen Kappen war jedoch immer eine Herausforderung, da man für viele seiner Kameraden packen musste. Die Lebenversicherung dieser war, das man 4x im Jahr mit seinen eigenen "Packungen" springen musste, wobei man nicht wusste wann mit welcher.


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