|
Jenseits der Vorstellungskraft: Niemand hat dem Ein-Mann-Armee-Film zu solcher Beliebtheit verholfen wie Sylvester Stallone mit seiner "Rambo"-Filmreihe, die ab 1982 in den Kinos lief. Stallone schrieb darin Kinogeschichte als Vietnam-Veteran John Rambo, der nach seiner Heimkehr in die USA in einer Kleinstadt mit dem sadistischen Sheriff aneinandergerät - die schließlich in einen blutigen Kleinkrieg mündet.
Härteste Mission: Als Sonnenbrille tragende Kampfmaschine Marion "Cobra" Cobretti, der 1986 in "Die City Cobra" eine Zeugin, nebenbei auch Fotomodell, vor den Häschern einer finsteren Sekte schützen muss. Denkwürdiges Zitat: "Hören Sie auf! Hören Sie auf, oder ich gebe Ihnen einen Krieg, den Sie sich nicht vorstellen können!" ("Rambo", 1982) |
Kerle, Sprüche, Explosionen: In den Achtzigern eroberte eine neue Generation von Kampfmaschinen die Kinos. Im Alleingang besiegten Stallone, Van Damme und Co. ganze Heere und rissen dabei noch lässige Kalauer. einestages huldigt den Männern aus Stahl - auch wenn mancher längst Rost angesetzt hat. Von Danny Kringiel
Ein Kinobesuch im Jahr 1984: Ex-Soldat James Braddock (Chuck Norris) hat den Schrecken des Vietnam-Kriegs hinter sich gelassen. Doch finstere Machenschaften im Dschungel von Vietnam zwingen ihn, noch einmal den Kampf aufzunehmen - und seine einstigen Peiniger für ihre Verbrechen zahlen zu lassen.
Ein Kinoabend 1988: Ex-Soldat Nico Toscani (Steven Seagal) hat den Schrecken des Vietnam-Kriegs hinter sich gelassen. Doch die finsteren Machenschaften eines ehemaligen Vorgesetzten zwingen ihn, noch einmal den Kampf aufzunehmen - und skrupellose CIA-Agenten für ihre Geschäfte mit einem Drogenkartell zahlen zu lassen.
Ein Jahr später im Kino: Ex-Soldat Nick Parker (Rutger Hauer) hat den Schrecken des Vietnam-Kriegs hinter sich gelassen. Doch die finsteren Machenschaften eines Drogenbarons zwingen ihn, noch einmal den Kampf aufzunehmen - und die Entführer seines Freundes für ihre Verbrechen zahlen zu lassen.
Norris' "Missing in Action", Seagals "Nico", Hauers "Blinde Wut" - drei Actionfilmklassiker mit der gleichen Erfolgsformel: In den achtziger Jahren, noch in den Nachwehen von Vietnam und auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges, gebar Hollywood einen neuen Helden-Typus. Keinen strahlenden Ordnungshüter, sondern einen von Traumata geschüttelten, rachsüchtigen Einzelgänger, dessen Kampfmaschine Körper ebenso tödlich war wie sein Waffenarsenal und der unentwegt markige Sprüche klopfte: Die Ein-Mann-Armee. Ein Jahrzehnt lang sollten One-Man-Army-Streifen das Actionkino beherrschen. Ausgelöst worden war dieser Boom - wie sollte es auch anders sein - durch einen einzigen Mann.
Geburt des Kung-Fu-Bodybuilder-Rächers
Im Jahr 1982 schlenderte Sylvester Stallone in der Rolle des Kriegsheimkehrers John Rambo eine einsame amerikanische Landstraße entlang - und mitten in einen Kleinkrieg hinein. In "Rambo" misshandeln sadistische Dorfpolizisten den Ex-Soldaten so lange, bis dieser mit Hilfe von Guerilla-Taktiken einen blutigen Rachefeldzug anzettelt. Eigentlich war vorgesehen gewesen, den einsamen Kämpfer am Ende des Filmes sterben zu lassen. Doch auf Wunsch Stallones wurde die Szene geändert. Rambo überlebte - und brachte etliche Kinder im Geiste zur Welt.
Ganze Armeen kleiner und großer, männlicher wie weiblicher Rambos tummelten sich plötzlich im Kino - natürlich jeder strikt auf eigene Faust: Der schwedische Ex-Türsteher Dolph Lundgren legte sich in "Red Scorpion" 1988 allein mit dem KGB an. Der österreichische Bodybuilding-Champion Arnold Schwarzenegger fegte bei der Suche nach seiner entführten Tochter 1985 in "Das Phantom Kommando" einen südamerikanischen Diktator und dessen ganzes Regime hinweg. Und selbst Kampfsportexperte Chuck Norris beschloss plötzlich, lieber um sich schießende Vietnam-Veteranen zu spielen.
Was tun, wenn blutsaugende Monster angreifen? Einfach den...
Sie nannten sich King Kong Bundy, Hulk Hogan oder Macho Man:...
Kung-Fu aus dem Jenseits: Mit Bruce Lee starb 1973 der...