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1962

Schwabinger Krawalle "Gummiknüppel frei!"



8 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Frank Klatt

24. Juni 2012, 16:17
Wer von der Schutzpolizei damals und heute weiß denn wieviel von oder über Dostojewski? Wenn's nicht so traurig wäre, schriee das Ganze nach Satire. Damals schon nur das linke Auge offen. mehr...

Jens Habermann
22. Juni 2012, 12:05
So viel Unterschied zur Vorgehensweise mancher bayerischer Polizisten von Heute gibt es leider nicht festzustellen: In Jahrzehnten nix gelernt!
Axel Nerger
22. Juni 2012, 12:24
Aus Wikipedia: "1970 wurde Schreiber (...) mit der Wahrnehmung aller zivilen Sicherheitsaufgaben zur Vorbereitung und Durchführung der XX. Olympischen Sommerspiele München betraut."
Wenn die im Film "München" von Spielberg und die in der ZDF-Doku "München '72" nachgestellten Szenen und vorgetragenen Fakten stimmen, dann hat sich Schreiber nicht nur 1962 in Schwabing als Hardliner aufgeführt, dem psychologisches Feingefühl vollkommen fremd war, sondern auch dazu beigetragen, dass die Geiselnahme möglich wurde und den bekannten katastrophalen Verlauf nahm.

Ein Jahr vor dem Geiseldrama der Olympischen Spiele hatte er auch zu verantworten, dass bei dem Bankraub mit Geiselnahme August 1971 in München nur kurz verhandelt und am Abend des ersten Tages bereits unter Einsatz von Schusswaffen gestürmt wurde, in den Quellen wird vom "Kugelhagel" der Polizei gesprochen.

Die sog. "Sonderkommission", die von Schreiber nach dem Oktoberfestattentat v. 26. September 1980 eingerichtet wurde und ihm verantwortlich war, tat sich durch Unterdrückung von Zeugenaussagen hervor, die in Richtung neofaschistisches Attentat gingen, und brillierte dann mit einer Einzeltäterthese, die nach neuesten Erkenntnissen unhaltbar ist und auch damals schon war. Dass der damalige MP des Freistaats Bayern großen Einfluss auf die Ermittlungen nahm und die ganze Sache dann von der Bundesanwaltschaft übernommen und endgültig vergurkt wurde (es wurden 1997 alle Asservaten des Falls vernichtet), spielt bei der Beurteilung Schreibers keine Rolle.

Das Wirken Manfred Schreibers und sein Einfluss auf spätere (gesellschaftliche) Entwicklungen in den 1970er Jahren sollte, wie im Artikel angedeutet, noch einmal untersucht werden.
Michael Elstermann
22. Juni 2012, 12:29
Soll in diesem Artikel Verständnis für die Ausschreitungen geweckt werden ? Das ist mir ein bißchen sehr zeitgeistig !
Arnold Albrecht
22. Juni 2012, 13:29
Ach, wie niedlich: musste der "Buam" 20 DM Strafe zahlen. Stelle mir gerade vor, dies alles wäre in der damaligen "Zone" passiert. Dann würden wir wahrscheinlich noch heute dieses historische Ereignis im Kampf unserer Brüder und Schwestern um Freiheit und Demokratie mit einem Feiertag begehen.
Gerd Meinhold
22. Juni 2012, 13:47
>So viel Unterschied zur Vorgehensweise mancher bayerischer Polizisten von Heute gibt es leider nicht festzustellen: In Jahrzehnten nix gelernt!

Sind aber nicht die einzigen, die nix gelernt haben. Randale werden ja heute auch von gewissen Kreisen immer schön geredet. Schuld sind immer die anderen, gell?
Gabriel Stöckle
22. Juni 2012, 14:47
Verständnis für die Polizei ist ja wohl noch weniger angebracht, oder?
Ernst Woll
22. Juni 2012, 17:16
Wie hätte man in den alten Bundesländern ähnliche Vorkommnisse kommentiert, wenn sie in der DDR geschehen wären? Wenn Beide Gleiches tun – ist es noch lange nicht das Gleiche!
Frank Klatt
24. Juni 2012, 16:17
Wer von der Schutzpolizei damals und heute weiß denn wieviel von oder über Dostojewski? Wenn's nicht so traurig wäre, schriee das Ganze nach Satire. Damals schon nur das linke Auge offen.

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