Walter Potzel
18. Juni 2012, 18:44
Der Vatikan hängt da offenbar viel tiefer mit drin als man denkt. Und entscheidend sind doch die Dokumente in seiner Tasche, die seither "verschwunden" sind. Wegen Verschwinden-Lassens der Tasche wurde ja nicht nur Carboni verurteilt, sondern auch Bischof Hnilica.
Wie in dem Artikel schon steht: Da geht es auch um die finanzielle Unterstützung der damaligen polnischen Opposition durch den Vatikan.
Und da könnte auch der ebenfalls noch nicht geklärte Fall der entführten und wahrscheinlich ermordeten Jugendlichen Emanuela Orlandi ein Jahr später noch mit all dem zusammenhängen.
Hier stehen weitere Details:
http://www.theologe.de/theologe16.htm#Banco_Ambrosiano
Mein Hoffnung ist ja, dass über die Vatileaks-Affäre noch weitere Dokumente auftauchen, die auch hier mehr Licht ins Dunkel bringen.
Es gibt ja das bekannte Sprichwort: "Gottes Mühlen mahlen langsam."
Das könnte in diesem Fall auch so mancher im Vatikan noch zu spüren bekommen.
Dietmar Fuernschlief
20. Juni 2012, 05:32
Eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass der Vatikan so gut mit der Mafia und den Drogenbaronen kann. Irgendwie sind sie seelenverwandt.
Der Vatikan betreibt seit Jahrhunderten Schutzgelderpressung im Stile der Mafia. Seine Kirche kassierte und kassiert von ihren gottesfuerchtigen und reuigen Schaefchen Schutzgelder, immer schon und immer wieder in Form von Spenden (Klingelbeutel), frueher auch in Form des Ablasses, heutzutage auch in Form der Kirchensteuer. Als Gegenleistung verspricht der Vatikan ewiges Leben im Himmelreich, zumindest aber Schutz vor den Qualen der Hoelle, die den Suendern als Strafe Gottes droht. Die Gelder fliessen ganz real; Gott, Himmel und Hoelle sind hingegen ganz irreal, fein ausgedacht und mit Macht tradiert.
Der Vatikan verkauft "Opium fuer das Volk", wie das Karl Marx meiner (nichtmarxistischen) Meinung nach treffend formuliert hatte. Ich selbst brauche diese Droge nicht und auch andere Drogen nicht, um "high" zu werden. Mir genuegt schon die Einsicht in das Treiben des Syndikats von Vatikan, Mafia und Drogenbaronen, um high zu werden, high vor Wut. Um in der Sprache des Vatikan zu bleiben, sollte man von einem "Suendikat" sprechen.
Ich will nicht ein Pauschalurteil faellen und moechte daher anmerken: Segen und Fluch liegen manchmal sehr nahe beeinander. Die in den bedrohlichen Zeiten des Ost-West-Konflikts geheimgehaltenen Geldfluesse des Vatikan unter dem polnischen Papst an die polnische Solidarność haben sich letztendlich als Segen erwiesen, haben sie doch wesentlich dazu beigetragen, dass die kommunistischen Diktaturen Europs in sich zusammengebrochen sind.