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1984-1987

Japaner in Ost-Berlin Herr Furuya und das Ende der DDR



29 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Jens Schuetz

13. November 2012, 23:57
Fleischerei und Bestattungen im selben Haus. Wirklich schoen gesehen und fotografiert.

Bild zwei im Lada Laden 1987 erinnert mich an heutige "Apple Stores". mehr...

Mathias Völlinger
12. Juli 2012, 17:58
OMG!

Das erinnert mich wieder an meine Anfangszeit hier in Berlin. 1991. Wohnung in Niederschönhausen bezogen, Klo wurde dort nachträglich eingebaut und zum duschen musste ich über die Kloschüssel steigen, weil Dusche war hinterm Klo eingebaut, lol.

Schöner Artikel, Danke!
Andreas Goselitz
13. Juli 2012, 07:57
Guten Tag,

ja es ist lange her. Damals mußten wir unserer Tochter erklären was die Männer/Frauen mit den bettelnden Händen von uns wollten. Das gab es in DDR zum Glück schon mal nicht. Und die im Westen übrig gebliebenen Schlaumeier hat hier auch niemand gebraucht. Buschpräme einstecken und dann auch och rummaulen :-)

Schönes WE

Andreas Goselitz
Nikolai Stoikow
13. Juli 2012, 08:03
Der "große, menschenleere Platz" (fehlt eigentlich nur noch das "irgendwo") in Ost-Berlin ist der Straußberger Platz, der auch heutzutage, wenn keine Autos ihn umfahren "groß und menschenleer" ist ;-)
Ansonsten ein schöner und trauriger Artikel.
Rene Koch
13. Juli 2012, 08:08
Der "grosse menschenleere Platz" auf Bild #24 ist der Strausberger Platz in Berlin. Er ist übrigens jetzt immer noch menschenleer, was in seiner Funktion als Verkehrskreisel begründet liegt..
Emil Peisker
13. Juli 2012, 13:31
>Guten Tag,
>
>ja es ist lange her. Damals mußten wir unserer Tochter erklären was die Männer/Frauen mit den bettelnden Händen von uns wollten. Das gab es in DDR zum Glück schon mal nicht. Und die im Westen übrig gebliebenen Schlaumeier hat hier auch niemand gebraucht. Buschpräme einstecken und dann auch och rummaulen :-)
>
>Schönes WE
>
>Andreas Goselitz

Hallo Andreas Goselitz

Hier geht es doch um die Zeit bevor der Westen in der DDR erschien.

Eigentlich sind die Bilder des Japaners nichts Besonderes. Ein Oberstleutnant der Staatssicherheit hat mir die hundertfache Menge in Kisten, zusammen mit seinen ins Deutsche übersetzten russischen Heldenepen (Subarow u.a.) des vaterländischen Krieges vermacht.

Er hatte zwar vor der Wende strengstes Verbot mit Westdeutschen Kontakt aufzunehmen, aber seine nette Frau und seine schwere Erkrankung relativierten Vieles.

1988 und '89 diskutierten wir die Wirkungen Gorbatschows auf die Staaten des Warschauer Paktes. Seine Sicht der Dinge, was die Zukunft der DDR anbetraf, war schon im Juli '88 sehr pessimistisch.

Zwar galt die DDR im Ostblock noch als Wirtschaftswunderland, aber wer hinter die Kulissen der penetrant gefälschten Planzahlen blickte, der wusste, was anstand.

Wenn das die einzige "Errungenschaft" der DDR war, dass es keine Bettler gab, dann wissen Sie und ich doch wovon wir reden.
Hartmut Braun
13. Juli 2012, 14:12
Was mich an dem Artikel stört, sind die Formulierungen, die einen Eindruck erwecken, als wurden Festivitäten damals gezwungenermaßen und mit gesenktem Kopf begangen. Was für ein Quatsch! Wenn er als Ausländer quasi Kontaktverbot zu seinen ostdeutschen Kollegen hatte, war er immer irgendie außen vor und scheint nicht mitbekommen zu haben, wie ausgelassen auch damals gefeiert wurde. Am 1. Mai z.B. wurde der vormittägliche Marsch des politischen Brimboriums als Pflichtübung abgehakt, danach war echte Feststimmung und der Anlass hat die Leute einen Sch... interessiert. Das war bei allen "organisierten" Festen so, von den (privaten) Feiern - eben auch unter Arbeitskollegen und ohne Japaner - ohne rotes Tamtam gar nicht zu reden. Es ist eher heute so, dass man seine Kollegen morgens begrüßt und abends verabschiedet und das war's dann an gemeinsamer Geselligkeit.
Deter Roosu
13. Juli 2012, 15:17
Lieber Mitforist Andreas Goselitz:

Gehören Sie zu denen, die - so ein Buchtitel - "arbeiten wollen wie bei Honecker, aber leben wie bei Kohl"? Sorry, aber DAS muss so gesagt werden dürfen. Ihre offensichtlich heißgeliebte DDR war wirtschaftlich längst auf dem level eines Entwicklungslandes angekommen, konnte sich nur noch Dank der Westsubventionen wie Autobahngebühr, Zwangsumtausch usw. und parallel mit der völlig überzogen Militärstruktur über Wasser halten.
Natürlich gab es keine "Arbeitslosen" - aber für die meisten Menschen gab es auch keine wirkliche Arbeit, sondern lediglich Beschäftigung. Zu den Bettlern verweise ich auf den Beitrag eines Mitforisten.

Gehören Sie vielleicht zu denen, die meinen, dass der westliche Wohlstand vom Himmel gefallen sei? Verehrter Mitforist: Im Westen wurde knallhart gearbeitet. Jeder meiner Kommilitonen hatte - wie auch ich - während des Studiums in den 60er Jahren für die Semesterferien seinen mehr oder minder festen Job bei meistens der selben Firma; dort waren die Studenten schon als Urlaubsvertretung eingeplant. Unsre Eltern und Großeltern hatten keine kostenlosen Kindergärten, alles musste selbst organisiert und bezahlt werden. Ihre verklärte DDR machte das anders, indem nämlich wertloses Geld einfach gedruckt wurde. Das hatte schon Adolf der Erste und hoffentlich auch Letzte vorgemacht!

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, wie es dem verhassten Westen aktuell wirtschaftlich gehen würde, wenn wir nicht seit der "Wende" zwei BILLIONEN € in das Fass ohne Boden namens ex-DDR hätten stecken müssen? Haben Sie einmal darüber nachgedacht, weshalb bei immer mehr Leuten im Westen die Faust in der Tasche aufgeht, wenn der Osten ständig jammert, dass "noch mehr Hilfe gebraucht wird". Nach heutiger Währung und inflationsbereinigt haben etwa 50 Mio. Westdeutsche Pi mal Daumen 20 MRD. € aus dem Marshallplan als "Hilfe zur Selbsthilfe" erhalten. 15 Mio. Leute in der Ex-DDR haben bislang 2000 MRD. € verfrühstückt, ohne dass wirklich durchgreifende Erfolge zu sehen wären. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl hat die ex-DDR also etwa das 300-fache an Geld verschluckt, ohne dass erwähnenswerte Erfolge zu sähen wären. Beispiel Leipzig: Toller Bahnhof, tolle City - und ringsumher verblühte, vergammelte, verdreckte Landschaften in fußläufiger Reichweite.
Dafür hat man aber sehr schnell den Kapitalismus kopiert und verlangt an der Ostseeküste Preise, die in Frankreich schon zu einer Revolution führen würden; wobei in vielen Fällen der "Service" noch immer auf DDR-Niveau liegt (selbst auf dem ersten Campingplatz links hinter der Brücke auf Rügen). Abzocke JA, Leistung NEIN.

Vielleicht sollten wir die Westgelder sinnvoller in den Wiederaufbau von Peenemünde stecken und eigene Weltraumforschung betreiben; DAS wäre sinnvoller als Leute zu sponsern, die nur jammern können.

Bitte denken Sie mal über meine Worte nach, die nicht abschätzig gemeint sind, sondern ganz nüchtern die Situation beschreiben.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag in der DDR 2.0 mit staatlichen Spitzeln, Meldegesetzen (ganz aktuell!) und weiteren "fortschrittlichen" Dingen!
Siegfried Wittenburg
13. Juli 2012, 19:45
@ Dieter Roosu

Ach, der Forist, dem Sie hier Ihren langen Beitrag widmen, ist schon längst in einem anderen Blog und lässt dort seinen Frust ab. In der DDR war nicht das Geld von Bedeutung, sondern der Sessel, auf dem manche saßen.

Doch zu Ihrem Beitrag: In den ersten beiden Absätzen stimme ich Ihnen uneingeschränkt zu. Aber zu folgenden Sätzen habe ich andere Erfahrungen:

"15 Mio. Leute in der Ex-DDR haben bislang 2000 MRD. € verfrühstückt, ohne dass wirklich durchgreifende Erfolge zu sehen wären."

Herr Roosu, damit beleidigen Sie mich, mein lebenslanges Engagement, das vieler anderer Menschen und sogar unser Staatsoberhaupt.

"Beispiel Leipzig: Toller Bahnhof, tolle City..." Ich möchte nicht über die Schneider-Affäre diskutieren, aber haben Sie schon einmal hingeschaut, wer dort die Investoren, die Eigentümer, die Mieter sind und welche Waren dort verkauft werden?

"Dafür hat man aber sehr schnell den Kapitalismus kopiert..." Kopiert? Der kam mit aller Gewalt!

"...und verlangt an der Ostseeküste Preise, die in Frankreich schon zu einer Revolution führen würden..."
Haben Sie einmal gefragt, wem an der Ostsee die meisten Häuser, Restaurants usw. gehören und wer die Preise bestimmt?

"...der `Service´ noch immer auf DDR-Niveau liegt..." Waren Sie schon einmal in der Lüneburger Heide, in der Pfalz, an der Nordsee? Finden Sie dort überall den Luxus, den Sie suchen?

Und überhaupt: Was sind heute Westgelder???






Siegfried Wittenburg
13. Juli 2012, 19:53
Ach, Herr Roos, bevor ich es vergesse: Was meinen Sie, wie viele Regierungsmitglieder in den Ländern, in den Städten und Dörfern arbeiten, Führungspersönlichkeiten in den Firmen, Professoren und Doktoren an den Universitäten, wie viele Menschen von West nach Ost übergesiedelt sind, sich wohlfühlen, sich engagieren und etwas auf die Beine stellen, was Sie noch gar nicht bemerkt haben.
Ingo Henseke
13. Juli 2012, 21:38
Nur zur red. Info: Bei Bild 14 handelt es sich um einen Moskwitsch 427 und um eine Tatra-Straßenbahn KT4. Könnte man schreiben, wenn man wollte.

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