Bodo Kälberer
12. August 2012, 12:03
Die CIA hat also bereits 1972 beim Sammeln von Informationen über militärisch relevante Ziele das World Trade Center fotografiert. Sehr vorrausschauen ;-)
Etwas mehr Infos hätte ich mir zum technischen Hintergrund gewünscht. z.B. wie hat man 1972 die Kameras eines Satelliten auf Ziele ausgerichtet?
Georg Scheffczyk
12. August 2012, 15:58
So, so, etwa 40 Jahre später wurde die Sache freigegeben. Immer wieder bewundernswert, diese Amerikaner, wir dagegen kriegen nichteinmal Aufklärung der RAF-Geschehnisse nach so vielen Jahren. Warscheinlich ist der Dreck am Stecken der Regierung zu festgetrocknet.
Christoph Schneider
14. August 2012, 22:43
Das Auffangen von Fallschirmen wurde seit Mitte der 1950er Jahre durch die amerikanische Luftwaffe bei den Einheiten des Air Rescue Service innerhalb des MATS (Military Air Transport Service), bzw. als Aerospace Rescue and Recovery Service des MAC (Military Air Command) entwickelt; diese Einheiten sollten ursprünglich hinter feindlichen Linien eingeschlossene Soldaten und Piloten retten, später kamen alle Arten von Langstrecken-Rettungseinsätzen mit z. B. abgeworfenen Rettungsbooten hinzu. In den 50er Jahren lag z. B. in Wiesbaden-Erbenheim eine entsprechende Einheit mit Albatross-Flugbooten.
Die Rettungstechnik wurde weiterentwickelt, um noch an Fallschirmen hängende abgesprungene Piloten oder Frachtstücke aufnehmen zu können. Dabei flog ein Transportflugzeug auf den Fallschirm zu und versuchte diesen mit der Flugzeugnase zu treffen. Durch die Horizontalgeschwindigkeit des Flugzeugs wurde die "Fracht" wurde unter den Flugzeugrumpf gedrückt, so dass diese im Idealfall durch die geöffnete Heckklappe des Transporters ins Flugzeug gezogen werden konnte.
Um diese Heckklappentechnik nutzen zu können, kamen anfänglich modifizierte zweimotorige Fairchild C-119 Packet zum Einsatz, die eine Auffangvorrichtung hinter sich herzogen. (Bildreferenz: http://www.theaviationzone.com/images/vintage/c119/bin/c119_02.jpg) Damit gelangen 1960 erste Auffangmanöver vor Hawaii.
In Europa war auf der Lajes AFB auf den Azoren die 49th ARRS stationiert, die in den 70er und 80er Jahren zum "German American Friendship-Day" eine stark modifizierte HC130H Herkules nach Frankfurt Rhein-Main AB brachte: die Hercules hatte Stahlseile zum Primärschutz der Propeller, und der Fallschirm wurde mit einer beweglichen Zange am Rumpfbug eingefangen - die Aufnahme der Fracht erfolgte weiterhin über die im Flug heruntergelassene Heckrampe.
Die Zange nannte sich Fulton Skyhook bzw. Fulton Surface to Air Recovery System, und bei Youtube kann man das Ding im Einsatz sehen, auf der Seite www.Airliners.net gibt es unter der Suchanfrage "HC130H" ein sehr gutes Bild der Herkules mit der Vorrichtung