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2012

Fünf Wahrheiten über... ...die Schweiz, Bunkerland mit Damenwahl



3 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Ernst Woll

9. September 2012, 13:14
Die Rubrik „Fünf Wahrheiten über……“ finde ich aufschlussreich und interessant, sie hätte mehr Resonanz verdient. Der Beitrag über die Schweiz trifft den Kern, ich darf aber mit einem Erlebnis ergänzen und zwar, dass die Schweizer überaus freundlich mehr...

Deter Roosu
7. September 2012, 21:42
Es gab (oder gibt noch immer?) auch in Deutschland ein Schutzraumgesetz, wobei die deutschen Bau-Vorschriften bescheuert sind.
Als wir bauten, haben wir nach den schweizer Vorschriften einen Schutzraum gebaut und auch sämtliche Teile dazu aus der Schweiz bezogen. Die Mehrkosten beim Bau waren fast zu vernachlässigen. Der Raum wird ganz normal als Vorratskeller benutzt, ist also keine tote Investition!

Es erstaunt immer wieder, dass ausgerechnet die Typen, die uns täglich Horrorszenarien über "Biblis explodiert" und ähnlichen Nonsens an die Wand malen, seit eh und je den Bau von Schutzräumen erbittert bekämpfen.

Zur Information: So friedliche Länder wie Finnland und Schweden haben nach wie vor solche Gesetze. Finnland kann 140 % Schutzräume für die Bevölkerung vorweisen, weil auch jedes Unternehmen entsprechend der Anzahl der beschäftigten Schutzräume zur Verfügung stellen kann. Selbst auf "alt" gemachte Neubauten in Schweden haben ihre Schutzräume.

Angenehmer Nebeneffekt:
In die Schutzräume dringen keine elektromagnetischen Wellen ein! Weshalb z.B. viele IT-Unternehmen nach wie vor Schutzräume bauen (steuerlich nach meiner Kenntnis nach wie vor auch für Privatpersonen begünstigt), um Speichermedien vor elektromagnetischen Störfällen sicher zu lagern.

Es ist absolut unangebracht, hier die Schweiz lächerlich zu machen für eine durchaus sinnvolle und relativ billige Vorsorge für Katastrophenfälle! Stichwort z.B. SANDOZ (heute NOVARTIS) mit dem wirklich gigantischen Chemieunfall in Basel vor nunmehr schon etlichen Jahren. Was passiert mit den Menschen in der Umgebung von Ludwigshafen, wenn wirklich mal bei der BASF etwas GROSSES passiert wie weiland 1948?!

Schutzräume in Deutschland wären genauso sinnvoll wie steuerlich begünstigte Notstromaggregate, über die seinerzeit nach der schleswig-holsteinischen Schneekatastrophe im Winter 78/79 gesprochen worden war. Aber dann kamen Neuwahlen - und was interessiert die Politiker schon ihr Geschwätz von gestern!

Stromausfälle werden in Zukunft Dank "Energiewende" eher zu- als abnehmen!
Mario Risch
8. September 2012, 22:39
Offensichtlich will hier SPIEGEL mit der bisher erfolgreich betriebenen Politik fortfahren, die Atmosphäre zwischen Deutschland und der Schweiz weiter zu vergiften.

Das sei SPIEGEL vergönnt. Nur sollte SPIEGEL wenigstens genau recherchieren.

Zitat: Die im Kalten Krieg eingeführte Regelung verpflichtete jeden privaten Hauseigentümer, einen Minibunker mitzubauen.

Das ist nicht wahr. Richtig ist, dass jeder Einwohner der Schweiz Zugang zu einem Schutzraum haben soll. Ich selber habe einen solchen Schutzraum in meinem Haus. Der steht weiteren fünf Hauseigentümern in meinem Quartier zur Verfügung. Die müssen selber selbstredend keinen Schutzraum haben.
Ernst Woll
9. September 2012, 13:14
Die Rubrik „Fünf Wahrheiten über……“ finde ich aufschlussreich und interessant, sie hätte mehr Resonanz verdient. Der Beitrag über die Schweiz trifft den Kern, ich darf aber mit einem Erlebnis ergänzen und zwar, dass die Schweizer überaus freundlich und hilfsbereit sind. Wir waren im Juni 2012 in Davos und unternahmen von dort aus Ausflüge. Meine Frau ist gehbehindert und muss 2 Gehstützen benutzen. Wir haben grundsätzlich bei Bahn und Bussen überaus hilfsbereites Fahrpersonal angetroffen. Etwas Außergewöhnliches erlebten wir in Klosters – wir wollten zur Talstation der Madrisa – Gondelbahn, um auf die Saaseralp zu fahren. Wir fragten an einer Haltestelle einen Busfahrer wie wir dorthin kämen. Er sagte in seinem wohlklingenden „Schwiezerdeutsch“ sinngemäß: „Eigentlich fahr ich nicht direkt dorthin, aber wenn es Ihnen nichts ausmacht und sie meine klein Tour über die Dörfer mitfahren, bringe ich sie dann zu ihrem Ziel.“ Gesagt getan. Die zweite angenehme Überraschung erlebten wir gleich anschließend dort: Die Frau, die in der Talstation der Madrisa - Gondelbahn Aufsicht führte, hielt zum Einsteigen für meine gehbehinderte Frau die Bahn extra an und informierte auch die Bergstation, gleiches zu tun. Insgesamt trafen wir im Hotel und in Einkehr- und Einkaufsstätten durchweg Schweizer, die nach unserem Eindruck mit weniger verbitterten Gesichtern durch die Gegend liefen als wir dies in Deutschland erleben. Ein freundlicher Gruß ist ebenfalls häufiger als in unserem Lande.

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