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"Look"-Fotograf Stanley Kubrick Klickwerk Orange



13 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Siegfried Wittenburg

13. September 2012, 15:20
Herr Altmann, haben Sie meinen Wink zu McDonald nicht bemerkt, als Beispiel, wie man mit billigem Schnellfutter reich und prominent wird? Das ist keine Kunst, das ist Markenbildung, die Lenkung der Menschen als Herde zum eigenen Nutzen.

Und wie viele brillante Köche gibt es, die namenlos mehr...

Jochen Eller
11. September 2012, 14:15
Na, wie hieß die Look-Reportage denn nun: "Chicago - Stadt der Kontraste" (so Text zu Bild 3) oder "Chicago - Stadt der Extreme (so Text zu Bild 12)? Odr gab es zwei Reportagen?

Abgesehen davon: ein sehr lesens- und schauenswerter Beitrag!
Redaktion einestages
11. September 2012, 14:38
Sehr geehrter Herr Eller,
der Arbeitstitel der Fotoreportage lautete zunächst "Stadt der Kontraste", veröffentlicht wurde sie aber schließlich unter der Überschrift "Stadt der Extreme".
Viele Grüße.
Gerald Höch
11. September 2012, 16:13
Warum nur immer diese "lustigen" Wortspiele in den SPON Überschriften, wie hier jetzt "Klickwerk Orange". Mögen sie in der einzelnen Überschrift gekonnt sein; in Summe ist SPON voll davon und es fängt vor lauter Lustigkeit an zu nerven: bitte dosiert einsetzen.
Josef Tura
11. September 2012, 18:54
Sorry, aber wer die großen Fotografen aus jener Ära kennt, kann diese Fotos äußersten Falles als durchschnittlich einstufen: da wird dem Fotografen Kubrick quasi der Bonus des hochgelobten (und doch ziemlich überschätzten) Regisseurs zuteil. Kubrick hatte auch keinerlei Gespür für Schauspieler, wie Malcolm McDowell in einem Interview konstatierte. Als Beispiele seien genannt die grandiose Fehlbesetzung des historischen Films "Barry Lyndon" mit dem modernen Baseball-Gesicht Ryan O´Neal, die völlig mißglückte Schnitzlerverfilmung "Eyes wide shut" oder auch die durchgeknallte Art, in der er Nicholson in "Shining" agieren ließ, bar jeglicher Charakterentwicklung. Kubrick hatte Sinn für Soundtracks, fürs Production Design, aber ein wirklich guter Film besteht eben aus mehr. "Spartacus" und "Wege zum Ruhm" kann ich mir heute noch anschauen. Aber bei "2001" würden mich wohl unwiderstehliche Gähnkrämpfe erfassen.
Ralfonso Saupuro
11. September 2012, 22:14
Herr Höch, Sie sprechen mir aus der Seele. Genau das habe ich auch gedacht. Zumal dieses Wortspielchen einem derart großen Regiesseur nicht gerecht wird.
Volker Altmann
12. September 2012, 10:27
Herr Tura,

das ist doch ein altbekanntes Muster. Ist man erst einmal Promi, wird alles zur Kunst.

Man schaue sich nur die Krixeleien eines Udo Lindenberg an. Seine Werke werden hoch gehandelt, wobei er damit vermutlich in jedem Kunst-Leistungskurs gnadenlos durchfallen würde. Der Promi-Bonus bestimmt den Wert, nicht das Können.
Rolf Stumpf
12. September 2012, 11:48
Durchaus interessantes Frühwerk von Kubrick. Man spürt jedoch den Einfluss der FSA-OWI-Fotografen auf Kubrick's Fotografiestil. Die Arbeiten von Vachon, Delano oder Rothstein, der passenderweise ab 1947 director of photography bei LOOK war, sind aber auf einem ganz anderen Niveau.
Siegfried Wittenburg
12. September 2012, 12:36
"Man schaue sich nur die Krixeleien eines Udo Lindenberg an. Seine Werke werden hoch gehandelt, wobei er damit vermutlich in jedem Kunst-Leistungskurs gnadenlos durchfallen würde."

Jetzt bringen Sie aber etwas durcheinander, Herr Altmann. Udo Lindenberg hat die Freiheit und das Recht, das zu kritzeln, was er möchte.

Ob, wie hoch und von wem seine Kritzeleien anschließend gehandelt werden, ist ein völlig anderes Gebiet. Wenn jemand kommt und für Ihre alte Zahnbürste Geld bietet, sagen Sie doch auch nicht Nein, oder?

Und ob in einem Kunst-Leistungskurs das Schaffen und Beurteilen von Kustwerken vermittelt wird, steht wieder auf einem ganz anderen Blatt.
Ralfonso Saupuro
12. September 2012, 13:36
Herr Tura,
da kann man sehen, wie stark Kubrick polarisiert. In meinen Augen einer der größten Filmemacher. Wo die einen bei 2001 Gähnkrämpfe kriegen, sehen andere (so wie ich), ein einzigartiges, unerreichtes Meisterwerk. Mit der Meinung, dass Ryan O´Neal eine Fehlbesetzung ist, war man damals schnell zur Hand. Diese Meinung wurde mittlerweile weitgehend revidiert, da lohnt sich ein zweiter Blick. Nicholson tat das, was er immer tut: "overacting". "Eyes wide shut" war in der Tat nicht so stark. Insgesamt kann man festhalten: bei Kubrick steht der Film an sich im Vordergrund, nicht so sehr die Schauspieler. Das ist eine Frage des Stils, den kann man mögen, muss man aber nicht.

Wie gesagt, Kubrick polarisiert, aber das tun die ganz Großen immer...
Volker Altmann
13. September 2012, 00:15
Es lebe die Freiheit der Kunst, Herr Wittenburg. Da bin ich ganz bei Ihnen.

Ich nehme mir die Freiheit zu sagen, dass sich Kunstwerke von Prominenten wohl eher über deren Namen verkaufen. Das ist kein Verbrechen an sich – aber wir haben doch zum Glück die Freiheit so etwas anmerken zu dürfen.

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