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1923-1939

Deutsches Luftschiff Der Koloss von Friedrichshafen



11 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Klaus Rondtberg

22. Dezember 2012, 19:04
Das die USA angeblich kein Helium für die "Hindenburg" liefern wollten und sie deshalb mit Wasserstoff als Traggas flog, stimmt so nicht. Die "Hindenburg" wurde nämlich von Anfang an so konstruiert, dass sie eigentlich mit "Helium" betrieben werden sollte mehr...

Reinhard Kupke
15. Dezember 2012, 12:38
Der Grund für die Füllung mit Wasserstoff war, dass kein Helium zur Verfügung stand. Die USA waren das einzige Land welches in der Lage war, genügend Helium, soweit ich weiß aus Erdgasquellen, zu gewinnen.
1936 war aber wegen der heraufdämmernden Kriegsgefahr Helium schon zu strategisch wichtigen Rohstoff erklärt worden und wurde nicht mehr exportiert.
Da Deutschland aber trotzdem die Erfolge der Zeppeline einheimsen wollte, wurden die eben mit Wasserstoff gefüllt.
Torsten Schmitt-Thomas
15. Dezember 2012, 13:34
Ein Luftschiff (=leichter als Luft) fliegt n i c h t ! sondern fährt!!
Deter Roosu
15. Dezember 2012, 13:57
Das Tragische an der Hindenburg-Geschichte ist eigentlich der Umstand, dass beabsichtigt war, die Hindenburg in New York auf Helium "umzufüllen", weil man sich der Gefährlichkeit des Wasserstoffs durchaus bewusst war. Aber auch Helium nutzt nichts, wie der tragische Unfall mit einem kleinen Luftschiff im Juni 2011 in Hessen drastisch vor Augen führte; der Pilot, ein Australier, kam bei diesem Unglück ums Leben.

Näheres findet sich im Internet unter den Suchbegriffen "Luftschiff - Hessen - Unglück".
Richard Pinckernelle
15. Dezember 2012, 14:29
Die Füllung der LZ 129 mit Wasserstoff ist kein Fehler gewesen, sondern eine Zwangsläufigkeit, da die Vereinigten Staaten kein Helium an die Nazis verkaufen wollten!
BITTE MEHR, DEM SPIEGEL GEMÄSSE SORGFALT IN DER RECHERCHE!
Herr Maier
15. Dezember 2012, 18:31
Zitat: " ...wegen eines Fehlers, den man eigentlich schon 13 Jahre zuvor erkannt und bei der ZR-3 behoben hatte: die Füllung des Schiffes mit Wasserstoff."

Das hatten die Konstrukteure sehr wohl erkannt. LZ 129 sollte mit Helium befüllt werden, war auch ausdrücklich dafür gebaut. Nur haben die Amerikaner, zu der Zeit Quasi-Monopolististen in der Heliumherrstellung, die Lieferung verweigert.
Das werden Sie wissen, Herr Patalong, und sollten es auch nicht unterschlagen!
galw
Nick Klein
16. Dezember 2012, 10:11
Kein Fehler (Wasserstoff) sondern schlicht die einzige Möglichkeit, Deutschland bekam kein Helium von dern Amerikanern.
Ralph Britze
16. Dezember 2012, 14:48
Interessanter Artikel, aber zum letzten Absatz folgende Anmerkung:

Es ist ja nicht so, dass die Deutschen die Gefahr des Einsatzes von Wasserstoff nicht auch erkannt hätten. Im Herbst 1931 begann der Bau von LZ 129 (heliumgeeignet); Fertigstellung 1936.

Da Helium jedoch nur in den USA in industriellem Maßstab hergestellt bzw. abgeschieden wurde war man von US-Importen abhängig. Kurz nach Hitlers Machtergereifung wurde Helium von den USA aber als "militärisch/strategisch wertvoll" im Rahmen des erlassenenen Handelsembargos nicht mehr an Deutschland geliefert. Trotz des ungleich höheren Risikos wurde dann (wieder) auf Wasserstoff zurückgegriffen - mit bekanntem Ausgang (Lakehurst 1937).
Reinhart Schmidt
17. Dezember 2012, 12:02
Meines Wissens wurde das Unglück der LZ 129 nicht vom Wasserstoff an sich verursacht, sondern von der leicht entzündlichen Umhüllung (ich glaube, wegen des verwendeten Lackes). Nachdem die Umhüllung brannte, wurden auch die Wasserstoffballone im Inneren entzündet.

Und so weit ich weiß, explodierte der Zeppelin nicht, sondern er verbrannte. Eine Explosion hätte sicherlich viel mehr Unglück verursacht.
Markus Schwemmle
19. Dezember 2012, 11:34
Es gibt noch einen technischen Grund, warum zunächst Wasserstoff statt Helium verwendet wurde: Wasserstoffmoleküle haben bei Normdruck eine Masse von 2, Helium hat 4 Masseeinheiten. Für denselben Auftrieb (dieselbe Tragkraft) benötigt man also grob doppelt so viel Helium wie Wasserstoff.
Michael Erfmann
22. Dezember 2012, 09:10
>Es gibt noch einen technischen Grund, warum zunächst Wasserstoff statt Helium verwendet wurde: Wasserstoffmoleküle haben bei Normdruck eine Masse von 2, Helium hat 4 Masseeinheiten. Für denselben Auftrieb (dieselbe Tragkraft) benötigt man also grob doppelt so viel Helium wie Wasserstoff.

Mit dem letzten Satz liegen Sie auch grob gerechnet sehr weit daneben. Entscheidend für den Auftrieb ist die Differenz zwischen der Dichte des Traggases und der Dichte der Luft. Daraus folgt, dass Helium in Luft ca. 8 Prozent weniger Auftrieb erzeugt als Wasserstoff.

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