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Martin Gudert
14. November 2012, 11:32
Zu Bild 7 gibt es eine Geschichte: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2221840/British-prisoner-war-fled-Nazi-camp-200-times-meet-German-sweetheart.html
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Mathias Völlinger
11. November 2012, 10:46
Warum nur musste ich beim lesen des Artikels auch an Oskar Schindler denken?
Mann (Arier wohlgemerkt) musste also "nur" den Bekloppten spielen, um bei der SS einen Stein ins Brett zu bekommen. Neben finanzieller Vorteilsgewinnung war es dann sogar auch noch möglich, viele Menschenleben zu retten. Ein Bekloppter unter Bekloppten (Welteistheorie, Runenkult usw.) fiel halt nicht auf.
Und ich bitte jetzt meine Wortwahl nicht misszuverstehen, ich will hier die unsäglichen Verbrechen der SS, über die woanders schon alles gesagt und geschrieben wurde, keinesfalls verharmlosen und/oder relativieren.
Klaus Mehlem
11. November 2012, 14:35
Ich hatte das Glück, mit dem berühmten französischen Schriftsteller und Academicien Josph Kessel befreundet gewesen zu sein.
Er hat Felix Kersten nach dem Krieg persönlich in seiner Wohnung in Wassenaaar (den Haag) aufgesucht, um ihn zu befragen. Aus diesen Gesprächen entstand das bekannte Buch Les mains du miracle. Joseph Kessel hat mir lange darüber erzählt. Von Unstimmigkeiten hat er mir nichts berichtet.
Dass der Historiker Louis de Jong, der Felix Kersten selbst nicht kannte, die Belege "evident phantasierte Stücke" nennt, ist lediglich eine Vermutung. Wer weiß, was in Louis de Jong vorgeht.
Dass Gerald Fleming labor-technisch eine vermeintliche Fälschung eines einzigen Briefes festgestellt hat, ist erst noch von unabhängiger Seite zu bestätigen. Selbst wenn dieser Brief erst nachträglich hinzugefügt wurde, darf man dennoch ehrenhaftere Motive bei einem Mann vermuten, der mehr Menschenleben gerettet hat, als in das Brief-Labor von Gerald Fleming passen.
Beide Beweise sind fragwürdig in Ihrer Bedeutungsweite und schon gar keine Rechtfertigung, Felix Kersten sensationslüstern gleich als dreisten Lügner zu diffamieren!
Solange Unstimmigkeiten nicht eindeutig als Betrug entlarvt sind, gilt die Unschuldsvermutung. Ich persönlich habe unendlich mehr Vertrauen in die großartigen Persönlichkeiten wie Felix Kersten, Joseph Kessel und all die anderen, als in Louis de Jong, Gerald Fleming
und den Spiegel-Redakteur.
Klaus Mehlem.
Kay Feske
12. November 2012, 12:03
"Von seinem Nachkriegsruhm ist jedenfalls nicht mehr viel übrig geblieben. Die merkwürdigen Lügen des Mannes, der Zehntausende Menschen rettete, überschatten seine Heldentaten bis heute."
Seine Heldentaten, welche zehntausenden Menschen retteten, überstrahlen die Lügen, sollten es denn solche gewesen sein, bis heute.
So könnte man es auch formulieren... Wenn man denn will.
Thomas Franken
12. November 2012, 17:52
war Felix Kersten Arzt oder "nur" Masseur?
Von einer Ausbildung zum Arzt ist nichts zu finden.
werner Neuss
13. November 2012, 10:07
Die 2010 erschienene Arbeit von W. Neuss "Menschenfreund und Mörder - Himmlers Leivbarzt Felix Kersten" wurde nicht berücksichtigt. Ein kapitaler Fehler!
Ramin Assisi
13. November 2012, 15:05
Ein wirklich schlecht recherchierter Artikel. Zunächst muss festgestellt werden, dass es in der Natur der Sache lag, dass über die Gespräche zwischen Himmler und Kersten nichts nach außen drang. Dass Kersten damit die Möglichkeit gehabt hätte, sich im Nachhinein einen Vorteil zu verschaffen heißt doch nicht automatisch, dass dem auch so war. Selbst ein nachträglich verfasstes Dokument könnte der Wahrheit entsprochen haben. Was zählt, sind seine Verdienste und im Zweifel für den "Angeklagten". Ich schließe mich vor allem meinem Vorredner an, der sagte, dass seine Heldentaten seine (nicht bewiesenenen) Lügen überstrahlten.
Florian Geier
13. November 2012, 22:36
Sie formulieren etwas ungenau:
"Geboren 1898 als deutschstämmiger Balte in Estland..."
Damals gehörte das Gebiet des heutigen Estlands
zum zaristischen Rußland.
Martin Gudert
14. November 2012, 11:32
Zu Bild 7 gibt es eine Geschichte: http://www.dailymail.co.uk/news/article-2221840/British-prisoner-war-fled-Nazi-camp-200-times-meet-German-sweetheart.html
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