Über einestages

1957

Legendäre Mafia-Konferenz Grillfest mit Gangsterbossen



6 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Georg Scheffczyk

18. November 2012, 14:24
"J. Edgar Hoover schloss die Existenz einer amerikanischen Mafia kategorisch aus und ging lieber auf Kommunistenjagd."
Viel hat sich auch bei uns in D. nicht getan: seit Jahrzehnten ignorieren höchste Polizisten und Politiker die Organisierten Verbrecher, D. ist "Ruheraum der mehr...

Sylvia Götting
15. November 2012, 13:34
Das ist mir neu, dass das FBI ein Geheimdienst ist.
Markus Döring
15. November 2012, 14:56
>Das ist mir neu, dass das FBI ein Geheimdienst ist.

Erst googeln, dann meckern: "Zu den traditionellen Hauptaufgaben des FBI gehört auch die Aufklärung und Verfolgung von Spionage gegen die USA, so dass das FBI nicht nur eine Polizei- und Strafverfolgungsbehörde ist, sondern auch zur US-Nachrichtendienstgemeinde gehört." Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Federal_Bureau_of_Investigation
Stefan Gersmann
15. November 2012, 15:29
aber wirklich geändert hat sich bis heutzutage nix.
Immernoch verschwinden jährlich zig Milliarden weltweit in dunklen Kanälen zB wegen einer vollkommen unsinnigen Drogenprohibition.Was daraus ensteht, kann man aktuell sehr schön in Mexico betrachten.Das ganze mit gesundem Menschenverstand betrachtet, bleiben eigentlich nur zwei Analysen:Entweder restlose unfähigkeit der Politik oder innige verstrickung der Politik mit diesem Geschäftsbereichen.
Lutz Schomborg
16. November 2012, 00:30
Lucky Luciano war 1946 aus der Haft nach Italien abgeschoben worden und konnte also nicht an dem Treffen teilnehmen, selbst wenn er gewollt hätte.

Frank von Schirach
16. November 2012, 10:32
Eine interessante Reminiszenz, aber leider wohl nicht ganz vollständig. Das beschriebene Treffen wurde in der Tat von Vito Genovese (dem noch heutigen Namensgeber der "Genovese-Family" in New York) initiiert, mit der Intention, sich zum "Capo Di Tutti Capi", also dem Oberhaupt aller bundesweiten Verbrecherfamilien der USA, ernennen zu lassen, aber:
Das Treffen wurde, wie schon lange bekannt, gezielt verraten, um Genovese elegant zu desavouieren (und nicht, um wie zuvor jemanden wie Albert Anastasia einfach öffentlichkeitserschreckend zu liquidieren). Genovese, ein vormaliger "Unterboss" und "Hitman" für die Luciano-Familie hatte einfach deren Einfluss und Loyalität unterschätzt, da "Lucky" Luciano im italienischen Exil saß und Meyer Lansky als Jude in der "La Cosa Nostra" nichts galt. Eine Fehleinschätzung, die Genovese seine zweifelhafte Karriere kostete, "dem Geschäft" des organisierten Verbrechens in den USA aber sicherlich nütze.

Für Details, worum es beim "Apalachin-Treffen" ging und wer es "sabotierte", bitte ich bspw. bei Eisenberg/Landau/Dan: Der König der Mafia" nachzulesen. Dort wird ein Bild des heimlichen Oberhauptes der Mafia wiedegegeben, das imo sehr differenziert ist.

Und: Es gäbe eohl noch manches dazu zu sagen - wie diese Menschen leben mußten, warum Mißachtung offizieller Gesetze quasi ein Teil ihrer Natur wurde and so on. Ich aber bin nur einer von rund 8 Milliarden und unnützer Lärm ist mir zuwider!
Georg Scheffczyk
18. November 2012, 14:24
"J. Edgar Hoover schloss die Existenz einer amerikanischen Mafia kategorisch aus und ging lieber auf Kommunistenjagd."
Viel hat sich auch bei uns in D. nicht getan: seit Jahrzehnten ignorieren höchste Polizisten und Politiker die Organisierten Verbrecher, D. ist "Ruheraum der Mafia" und Geldwäsche-Paradies. Man könnte den Eindruck haben, es herrsche ein stiller Frieden: Tut ihr uns nichts, schaden wir auch euch nicht. Wie Hoover sucht man bei uns auch lieber linke Verschwörer, sie sind weniger anstrengend, weniger gefährlich, und die Herrschenden sind glücklich, daß sie ungestört wirken können, es macht den täglichen Streß einfacher.

Neuer Hinweis:

Bitte beachten: Auf einestages können Hinweise nur unter Ihrem Klarnamen veröffentlicht werden.


Sie möchten mitdiskutieren? Melden Sie sich hier an.


Artikelinfos

Im Web verfolgen




Verwandte Artikel

Legendäre Verbrechen: Blei statt Blumen

Tödlicher Gruß: Beim "Valentine's Day Massacre" vor 80...

Mafia-Fotografin Battaglia: "Verschwinde, sonst bist du tot"

Von Kugeln durchbohrte Körper, schreiende Witwen, Krieg...

Interview mit einer Mafiabraut: "Ich würde es jederzeit wieder tun"

Für die kalabrische Mafia soll Giorgio Basile 30 Menschen...


Artikel bewerten

4,3 (13 Bewertungen bisher)


Foto hinzufügen


Mehr aus der Rubrik...



» Album bearbeiten


» Album-Metadaten bearbeiten


» Produktionsansicht