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Matthias Obermaier
19. Dezember 2012, 09:59
Ich muss Ihnen widersprechen: Die wohl berühmteste 'Rosie' (auch wenn sie erst nachträglich bekannt wurde) war eine gewisse Norma Jean Dougherty - später auch bekannt als Marilyn
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Volker Altmann
18. Dezember 2012, 12:56
Sehr geehrte Frau Lutteroth,
was bitte hat das Ersetzen von männlicher Arbeitskraft aus einer Zwangslage heraus mit Feminismus zu tun? Patriotismus mag angehen, der war und ist in den USA im Übermaß vorhanden. Aber der Patriotismus der Amerikaner hat dann auch dafür gesorgt, dass die Heldinnen wieder an den Herd gehen durften nach getaner Arbeit. Weil sie den Männern nicht die Arbeit wegnehmen wollten? Was ist das für eine Logik im Sinne des Feminismus: Der Mann bringt das Geld ins Haus, Frauen gehören in die Küche? Einer allseits bekannten ehemaligen Nachrichtensprecherin der ARD hat diese Theorie ihre Karriere gekostet. Und einer Frau Schwarzer muss doch beim Lesen ihres Berichts die Galle überlaufen.
Der Status Heldinnen mag da ein buntes Trostpflaster sein aber dem Feminismus dienlich war dieser patriotische Einsatz ganz offenbar nicht. Frei nach dem Sprichwort: Die Heldinnen haben gedient, die Heldinnen können gehen. Und bestimmt haben das die Männer.
Michael Labs
18. Dezember 2012, 13:40
Männer, die arbeiten, sind Arbeiter. Frauen, die arbeiten, sind Heldinnen. An dieser verqueren Einstellung hat sich bis heute nichts geändert.
Marco Wirth
18. Dezember 2012, 14:26
Ich finde das richtig, und das sollte auch in Zukunft noch weiter gefördert werden.
Es kann nicht sein, dass Frauen sich nur um den Haushalt kümmern, um den inneren Zusammenhalt der Familie, hinter ihren Männer stehen, das Kind aufwachsen sehen, und das Leben atmen. Gerade in schweren wirtschaftlichen Zeiten muss sich auch die Frau beteiligen. Und wenn sie am Fließband steht, dann ist das ihr Job.
Josef Tura
18. Dezember 2012, 14:28
Der Regisseur Jonathan Demme ("Schweigen der Lämmer") hat diesen Frauen 1984 ein Denkmal gesetzt: "Swing Shift" hieß der Film nach einem Drehbuch von Nancy Dowd, in dem das Ehepaar
Goldie Hawn und Kurt Russell die Hauptrollen spielte. Der Film macht recht deutlich, daß die Rückkehr der Frauen an den Herd damals durchaus ein Problem war, für alle Beteiligten.
Zyniker würden sagen: der Krieg ist der Vater aller Dinge, also verdanken wir ihm auch die Emanzipation der Frauen. Das gilt übrigens auch für die deutschen Frauen, die sich und die Kinder allein durch den Krieg gebracht und nun zunehmend keine Lust mehr hatten, sich in die Heimchen-am-Herd-Rolle zu fügen. Wenn man sich allerdings die deutschen 50er-Jahre-Werbespots anschaut mit ihrer "Schatz-was gibts-zum Essen"-Attitüde, dann weiß man, weshalb das alles bei uns noch etwas länger dauerte...
Volker Altmann
18. Dezember 2012, 15:00
Herr Tura, war das nur bei uns so?
Die USA waren in den Fünfzigern wohl auch kein Ort, an dem sich Frauenrechtlerinnen besonders anerkannt gefühlt haben dürften. Auch in den USA wurde gerne das Bild von der emsigen Hüterin des Heimes propagiert. Frauen in den Vorstandsetagen hatten da genau so Seltenheitswert wie bei uns. Und auf die erste US-Präsidentin gilt es noch heute zu warten. Was aber offensichtlich nicht viele US-Bürger zu stören scheint, nur äußerst selten vernimmt man dazu eine Bemerkung.
Matthias Obermaier
19. Dezember 2012, 09:59
Ich muss Ihnen widersprechen: Die wohl berühmteste 'Rosie' (auch wenn sie erst nachträglich bekannt wurde) war eine gewisse Norma Jean Dougherty - später auch bekannt als Marilyn Monroe.
http://womenshistory.about.com/od/marilynmonroe/ig/Marilyn-Monroe-Pictures/1945-Marilyn-Monroe-in-World-War-II.htm
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