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urs patyk
16. Dezember 2012, 23:17
Es ist immer wieder erstaunlich zu lesen, sowohl in dieser Rubrik, als auch z.B. im SPON, wie andauernd auf den Amerikanern herumgehackt wird. Die, die sich mit amerikanischer Geschichte befasst haben, wissen, dass da einiges schiefgelaufen ist, um es gelinde auszudruecken. Nur was hat das mit dem
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Tom Wellige
14. Dezember 2012, 12:00
Apollo 10 war niemals geplant als erste Landemission. Es war der "dress rehearsal" (Generalprobe) für das LM (Lunar Module) im Mondorbit, nachdem das LM zuvor mit Apollo 9 im Erdorbit alle Tests bestanden hat. Ohne den erfolgreichen Test mit Apollo 10 wäre Apollo 11 niemals zur Landung angesetzt.
Es ist also falsch zu behaputen, dass Eugene Cernan als erster Mann den Monad betreten sollte.
Richtig ist, dass Grumman erhebliche Verzögerungen bei der Fertigstellung des LM hatte, was auch zu einer Änderung der Missionsplanung führte (Apollo 8 sollte eigentlich der erste LM Flug werden, stattdessen wurde es der erste Mondflug).
Es war allerdings ein weiterer Testflug im Erdorbit geplant, so dass auch vor dieser Änderung Apollo 11 der erste von 3 geplanten Mondlandeversuchen (G missions) war.
Für etwas mehr Hintergrund empfehle ich "A Man On The Moon (Andrew Chaikin)" und "How Apollo Flew To The Moon (Woods)".
Franz Bade
14. Dezember 2012, 12:02
Erschütternd diese Banalität. Der alberne Song und das Gehüpfe. Un das ganze Mondprojekt war uninteressant so bald man die Russen geschlagen hatte. Das sagt alles über die dominante Geistesverfassung der Amis. Die Hohlheit wird notdürftig zugekleistert mit dem "Das-Amerikanische-Volk"-Pathos-Blabala. Echte Demut, Staunen, Umdenken, Fehlanzeige! Eine Menschheit in der die USA die Elite verkörpert hat vermutlich keine Zukunft. Ob Mondflug oder nicht.
Steffi Schmidt
14. Dezember 2012, 12:12
Ein sehr schöner, vor allem aber tragischer Beitrag, der sehr nachdenklich macht.
Vielen Dank.
Dennis Mende
14. Dezember 2012, 13:32
Für mich haben die ganzen US-amerikanischen und sowjetischen Weltraumprogramme während des Kalten Kriegs alle einen faden Beigeschmack, wenn man bedenkt, dass es vorrangig darum ging aus ideologischen Gründen das andere System zu schlagen statt sich wirklich mit der Forschung auseinander zu setzen... ;)
Heinz Meier
14. Dezember 2012, 13:48
Bedenkenswerter Artikel. Das Apollo Programm war die größte Leistung, die der menschliche Geist geschaffen hat. Obwohl allein durch den kalten Krieg ermöglicht, ist der Anlass zweitrangig. Wer sich mit der Historie der Mondlandung beschäftigt, kommt zur Erkenntnis, dass die Menschheit auf absehbare Zeit solche Leistungen nicht mehr erreichen kann.
christian meyer
14. Dezember 2012, 13:59
Ich bin seit meiner Kindheit Fan dieser Apollo-Flüge, das waren die Helden meiner Kindheit und sind es zum Teil jetzt noch! Klar ist natürlich: Jede Heldengeschichte hat auch ihre Tragik. Auch ein Christophoro Colombo hatte blutrünstige Seiten, als Gouverneur der von ihm entdeckten Inseln nämlich.
Also: An jeden, der hier so zynisch und überheblich dahertippt: Hättest DU dein Leben so riskiert? Hättest DU das Zeug dazu?
Die Entdeckergeschichten der Menschheit sind nach wie vor die spannendsten geblieben, sie wurde durch Männer und Frauen geschrieben, die allesamt fehlerhaft waren. Wie auch sonst?
Und noch eins: Europäer und auch US-Amerikaner hatten daran einen Löwenanteil. Die USA hatten in diesen Jahren allen Grund stolz zu sein!
Deter Roosu
14. Dezember 2012, 14:22
Lieber Mitforist Heinz Meier:
Leider stimmen Ihre Worte bis aufs i-Tüpfelchen! Das Apollo-Programm war eine wissenschatliche Super-Leistung, wie auch - unter wissenschaftlichen Aspekten - der Bau der ersten Atombombe oder der ersten Wasserstoffbombe. Die Frage ist immer, was der Mensch daraus macht!
Und man muss auch immer wieder daran erinnern, dass weder die Russen noch die Amis in der Lage gewesen wären, ohne die Deutschen aus Peenemünde zu diesem Zeitpunkt Weltraumfahrt zu betreiben! Bitte jetzt nicht die übliche Nazi-Keule ableiern.......
Würden Amerika, Russland und DEUTSCHLAND (!) sich auf forschende Wissenschaft zurück ziehen, anstatt z.B. aktuell in der Sache Türkei / Syrien Stellvertreter-Krieg zu führen, ginge es uns allen besser!
Was aber macht die Kanzlerette Merkel zusammen mit dem Hinterbänkler Westerwelle? Man schickt deutsche Soldaten mit deuteschen (na ja .....) Patriot-Raketen in den Krieg, damit uns der Frieden endlich erspart bleibt.
Das Mond-Projekt kostete Geld, viel Geld! Was aber kostet derzeit ein Tag "Frieden" im Nahen Osten oder in Afghanistan?
Aus den Kriegen ziehen wir keinen Nutzen. Die Weltraumfahrt hat sich nach neutralen Berechnungen schon mehr als zehnmal bezahlt gemacht. Dass ich diesen Beitrag jetzt und hier und heute auf meinem PC schreben kann, gehört zu den positiven Ergebnissen der Weltraumfahrt: Die Amis hatten die schwächeren Raketen, also musste alles möglichst leicht, leicht und nochmals leicht sein. Und natürlich klein. Was heute so manches Handy kann, schfaffte in den 60ern nicht mal ein Großcomputer an einer Universität!
Anderseits dient aber die Computertechnik auch dazu, die ganze Welt in eine Brave New World oder 1984 zu verwandeln. Es kommt halt immer darauf an, was man daraus macht!
Ich wünsche ALLEN Menschen FRIEDE auf dieser unsrer einzigen Erde!
Mathias Völlinger
14. Dezember 2012, 14:26
>Erschütternd diese Banalität. Der alberne Song und das Gehüpfe. Un das ganze Mondprojekt war uninteressant so bald man die Russen geschlagen hatte. Das sagt alles über die dominante Geistesverfassung der Amis. Die Hohlheit wird notdürftig zugekleistert mit dem "Das-Amerikanische-Volk"-Pathos-Blabala. Echte Demut, Staunen, Umdenken, Fehlanzeige! Eine Menschheit in der die USA die Elite verkörpert hat vermutlich keine Zukunft. Ob Mondflug oder nicht.
OMG, selbst hier hört das USA-Bashing nicht auf. Sie waren anscheinend zu der Zeit noch nicht geboren, nur so ist Ihr Gestammel zu verstehen. Ich weiß noch, wie ich als 8-jähriger Junge beinahe flennte, als ich erfuhr, dass das der letzte Mondflug war. Und ich weiß noch, wie ich mit der Apollo 13 Crew mitgelitten und mitgezittert hab. Selbst an den Start von Apollo 11 kann ich mich noch dunkel erinnern. Es war ein heißer Juliabend, als ich vom Kindergarten zurückkam. Es waren andere Zeiten, welche nicht zuletzt wegen Leuten wie Ihnen nie mehr so kommen werden. Ich habe fertig!
Jan Hendrik Hammer
14. Dezember 2012, 14:36
>Erschütternd diese Banalität. Der alberne Song und das Gehüpfe. Un das ganze Mondprojekt war uninteressant so bald man die Russen geschlagen hatte. Das sagt alles über die dominante Geistesverfassung der Amis. Die Hohlheit wird notdürftig zugekleistert mit dem "Das-Amerikanische-Volk"-Pathos-Blabala. Echte Demut, Staunen, Umdenken, Fehlanzeige! Eine Menschheit in der die USA die Elite verkörpert hat vermutlich keine Zukunft. Ob Mondflug oder nicht.
Das kann man so sehen oder nicht. Ich zweifle jedoch keinen Augenblick daran, dass jedenfalls die paar Männer, die da oben waren, eine fundamentale und durch niemanden sonst nachvollziehbare Erfahrung gemacht haben, die sie nachhaltig und grundlegend beeinflusst hat. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich diese Männer mit dem Bewusstsein ihrer Erfahrung auch ganz schön allein fühlen, analog zu Soldaten, die in Kampfhandlungen furchtbare Traumata erlebt haben, für die sich nach Rückkehr in die "normale" Welt kein Mensch - nicht einmal die nächsten Angehörigen - interessiert und die auch keiner nachvollziehen kann, der das nicht erlebt hat.
Ich jedenfalls bekomme Gänsehaut, wenn ich mir vorstelle, wie die Astronauten in Ihrer kleinen Atmosphäre, nur bestehend aus ihrem Anzug, in völliger Stille und Abgeschiedenheit auf dem Mond stehen und in den Mondhimmel auf die Erde schauen.
Hermann Schultz
14. Dezember 2012, 14:58
Trotz des kalten Krieges war das damals eine Zeit des Aufbruchs und der Hoffnung, auch des Stolzes auf den technologischen Fortschritt und den Fortschritt der Menschheit. War eine Super-Zeit. Heute ist vieles nur noch rückwärts gewandt und teilweise deprimierend.
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