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Michael Möller
21. Dezember 2012, 13:03
"Heute befindet sich hier keine verwaiste Todeszone, sondern ein von Nadelwäldern umsäumtes Landidyll,"
... Hm, ein Landidyll mit Wäldern befindet sich auch nördlich von Tscheljabinsk(Kyschtym-Unfall) und im Süden Weißrusslands/Norden der
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Ralf Bülow
12. Dezember 2012, 11:14
Liebe SPIEGEL-Physiker, das ist ja interessant: "Ein donnerndes Geräusch geht durch das Gebäude - und eine Explosion reißt den tonnenschweren Deckel eines Druckgefäßes voll Helium in die Höhe." Leider kann Helium nicht donnernd explodieren, weshalb z.B. Luftschiffe damit gefüllt werden, tatsächlich fand eine Knallgasexplosion statt, also mit Wasserstoff und Luftsauerstoff wie hier beschrieben: http://en.wikipedia.org/wiki/NRX Fazit: Nicht der größte, aber der atomübliche journalistische Unfall.
Walther Kempinski
16. Dezember 2012, 14:36
Ja und es ist wirklich eine Schande, dass schon so früh die Kernenergie für medizinische Zwecke eingesetzt werden sollte. Sofort verbieten und die pöse Gentechnik noch dazu.
Maik Minuth
16. Dezember 2012, 15:24
@Ralf Bülow: Nicht wirklich ein Fehler, da nichts davon steht, dass das Helium explodiert wäre. Man hätte vielleicht hinzufügen sollen, dass es eine Knallgasexplosion war, die den Deckel des Heliumdruckbehälters weggesprengt hat, aber der Satz stimmt auch ohne den Zusatz.
Chris Random
16. Dezember 2012, 15:28
> Leider kann Helium nicht donnernd explodieren
In dem Artikel steht auch nichts davon das Helium explodiert sei, sondern ein Tank der (normalerweise) Helium enthält.
Gerd Binnig
16. Dezember 2012, 15:59
>Liebe SPIEGEL-Physiker, das ist ja interessant: "Ein donnerndes Geräusch geht durch das Gebäude - und eine Explosion reißt den tonnenschweren Deckel eines Druckgefäßes voll Helium in die Höhe." Leider kann Helium nicht donnernd explodieren, weshalb z.B. Luftschiffe damit gefüllt werden
Ja, Helium im Normalzustand kann nicht brennen, deswegen bekommt man damit keine chemische Explosion hin.
Ein physikalische Explosion von Edelgasen ist sehr wohl ohne weiteres möglich, das ist nämlich nichts anderes als z.B. das Platzen eines mit solchen Gasen gefüllten Druckgefässes, in denen ein Überdruck entsteht. Ein guter Teil der "Explosionswolke" der Challenger 1986 z.B. bestand einfach aus sich schlagartig ausdehnendem Sauerstoff- und Wasserstoffgase, ohne daß es dabei zu einer sofortigen Verbrennung des kompletten Wasserstoffs kam - dazu hätte es einer ordentlichen Durchmischung bedürft.
Wolfram Wienig
16. Dezember 2012, 16:21
Eines Tages werden vielleicht auch solche, im Grunde ganz interessante, Berichte in allen Punkten sachlich stimmen. Bei Kernkraft und Radioaktivität ist die Hoffnung allerdings gering.
Zitat:
"... vier Millionen Liter Wasser gesammelt hatten - die, so der SPIEGEL 1977, zehnmal so viel Radioaktivität enthielten, wie es noch 1940 in der ganzen Welt gegeben hatte."
Es war also ganz schlimm, oder? Womit wird hier verglichen: Künstliche Radioaktivität? Davon gab es 1940 noch kaum etwas - der Chicago pile mit der ersten Kettenreaktion kam erst im Dezember 1942 in Gang. Dann wäre die Radioaktivität also nicht der Rede wert, 10 mal mehr oder nicht.
Oder natürliche Radioaktivität? Einige Kubikkilometer Gestein mit durchschnittlichem Anteil von Thorium und Uran enthalten mehr natürliche Radioaktivität als bisher von der künstlich erschaffenen noch vorhanden ist. Das wäre in der Tat eine ungeheure Menge, die der 25 MW Reaktor nicht mal ansatzweise produzieren könnte.
Zitat:
"Tatsächlich haben die Regelstäbe sich verklemmt und sind nicht in ihre normale Position zurückgefahren. Die Radioaktivität steigt unbemerkt weiter an."
Nicht direkt falsch, wesentlich ist jedoch eher, dass die Leistung weiter ansteigt. Aber kann das unbemerkt bleiben? Leistungsmessung und -anzeige dürften auch damals wesentliche Betriebsvoraussetzungen gewesen sein. Hier hat man daher das Gefühl, dass durch die Wortwahl ("Radioaktivität") Gefährlichkeit suggeriert werden soll, leider unsachlich. Leistungsanstieg wäre ja auch nicht so toll gefährlich, wer wollte nicht ab und zu einen solchen?
Und der krönende Abschluss (Zitat):
"Hätte sich in der Reihe der Missgeschicke am 12. Dezember 1952 nur ein einziger weiterer Regelstab verklemmt, wäre ganz Deep River ausgelöscht worden."
Wohl kaum, wenn man an Menschenleben denkt. Weder von der Radioaktivität noch von der Energiefreisetzung. Der Reaktor war keine Atombombe!
Olaf Nee-Stauss
16. Dezember 2012, 17:17
Es gab 1952 übrigens auch Katastrophen jenseits der Nukleartechnik. Wesentlich dramatischer, abe r ohne Gedenken hier.
"1952: In London beginnt The Great Smog", der bis März 1953 etwa 12.000 Menschenleben fordert".
Christian Eggert
16. Dezember 2012, 20:21
[...]dass sich im Untergeschoss des Reaktorgebäudes vier Millionen Liter Wasser gesammelt hatten - die, so der SPIEGEL 1977, zehnmal so viel Radioaktivität enthielten, wie es noch 1940 in der ganzen Welt gegeben hatte[...]
So ein Blödsinn. Was soll denn "zehnmal so viel Radioaktivität" überhaupt heißen?
Lars Werner
17. Dezember 2012, 07:32
Wenn es schon keine aktuellen Horrormeldungen von AKW´s gibt, müssen Uraltgeschichten her, um die Angst vor der Radioaktivität bei der Bevölkerung wachzuhalten damit das Abkassieren mit der EEG-Umlage munter weitergehen kann.
20 Mrd EUR im Jahr sind schließlich nicht wenig und cirka das Doppelte des bundesdeutschen Bildungshaushaltes.
Sylvia Götting
17. Dezember 2012, 09:23
Aus dem Artikel:
"1947 war er nach aufwendiger Planung und dreijährigem Bau als mit 25 Megawatt leistungsstärkster Kernreaktor der Welt in Betrieb genommen worden. Mit diesem Projekt war Kanada vielen anderen Ländern im Bereich der Nuklearforschung weit voraus - so ging etwa in Deutschland erst ein Jahrzehnt später mit dem Kernkraftwerk Kahl der erste zivile Stromreaktor ans Netz ".
Toller Vergleich; als ob Deutschland, 1947 noch nicht mal Bundesrepublik, damals keine anderen Sorgen gehabt hätte, als KKWs zu bauen, oder von den Siegermächten sogar eine Genehmigung dafür bekommen hätte.
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