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1860-2012

In sieben Schritten Wie Abraham Lincoln den Weihnachtsmann erfand



6 Diskussionsbeiträge zu diesem Thema

Letzter Beitrag:

Christoph Frey

21. Dezember 2012, 14:07
"Und was den Weihnachtsmann angeht, sind die Versuche der Amerikaner, sich den ans Revers zu heften, völlig lächerlich. Den gab es schon seit vielen Hunderten von Jahren in Dutzenden Ländern und wurde auf Hunderte verschiedene Weisen dargestellt. "

In Europa wurde und mehr...

Thomas Hauser
20. Dezember 2012, 12:28
Übernimm niemals ohne Nachdenken die Amimeinung.

Lincoln sagte selbst:

"Mein oberstes Ziel in diesem Krieg ist es, die Union zu retten; es ist nicht, die Sklaverei zu retten oder zu zerstören", schrieb Lincoln im August 1862, kurz vor der Schlacht am Antietam: "Könnte ich die Union retten, ohne auch nur einen Sklaven zu befreien, so würde ich es tun; könnte ich sie retten, indem ich alle Sklaven befreite, so würde ich es tun; und könnte ich die Union retten, indem ich einige Sklaven befreite und andere nicht, so würde ich auch das tun. Alles, was ich in Bezug auf die Sklaverei und die Schwarzen tue, geschieht, weil ich glaube, dass es hilft, die Union zu retten."

Und was den Weihnachtsmann angeht, sind die Versuche der Amerikaner, sich den ans Revers zu heften, völlig lächerlich. Den gab es schon seit vielen Hunderten von Jahren in Dutzenden Ländern und wurde auf Hunderte verschiedene Weisen dargestellt.

Wenn ich heute ein neues Smartphone in einer ungewöhnlichen Farbe rausbringe, kann ich nachher auch nicht behaupten, ich hätte das Ding erfunden, selbst wenn in 50 Jahren alle Smartphones diese Farbe hätten.

(und im übrigen: es zeigt die eigene fehlende Bildung, wenn man die US-wir-ham-alles-erfunden-Geschichten glaubt. Wirklich überraschend viele Sachen haben die nämlich nicht erfunden, aber sie haben verdammt geschickte Autoren, die einen glauben lassen, die moderne Welt wäre in Amerika entstanden. Da hilft nur: mehr nicht-amerikanische Sachen lesen!)
Alexander J. Schabries
20. Dezember 2012, 14:29
Grossartig!
Endlich mal jemand dessen Hirn nicht aus dem Supermarkt stammt.
Sapere aude!
Andreas Meier
20. Dezember 2012, 16:39
Der Artikel sagt, er hat die Sklaverei abgeschafft. Das ist ein Fakt. Und daß er gegen Sklaverei war ist für sein ganzes politisches Leben nachlesbar.
Nichts anderes behauptet der Artikel.
Daß er das zum Thema des Krieges machte, oder es auch nur einer der Gründe dafür gewesen wäre, wird ja gar nicht behauptet.

Übrigens: Wenns um die "wir haben alles erfunden"-Hybris geht, schlägt niemand die Engländer.
mathias tiede
21. Dezember 2012, 00:42

>Übrigens: Wenns um die "wir haben alles erfunden"-Hybris geht, schlägt niemand die Engländer.

Oder die Deuschen.
Andreas Meier
21. Dezember 2012, 12:49
Typisch deutsch ist eher diese Art von Selbstkasteiung. Wenn man mal den "wir sind so furchtbar" Komplex abschaltet und sich ein echtes Bild macht, stellt man fest, daß es in GB sehr viel üblicher ist, bis zur Arroganz selbstbewußt zu sein, als bei uns.
Ich empfehle Jeremy Clarksons "the greatest inventions (oder so ähnlich). Zum Glück wurde er gestoppt, bevor er auch noch das Papier und die Sphynx als rein englische Erfindungen verkaufen konnte.
Exhibit b: Interviews mit englischen Sportlern, besonders Fußballern. Seit 45 Jahren nichts erreicht, aber in Interviews vor und während (nicht nach) Turnieren mit einer absurden Hybris untgerwegs.
Das mag keine böse Absicht sein, sondern ein mentale oder kulturelle Sache, aber typisch deutsch ist schon eher ein zu starker Hang zum Ballflachhalten und vorsichitg runterspielen.
Man stelle sich den Aufschrei vor, würden wir uns "Great" Germany nennen.
Daß wir unsere Vergangenheit massiver aufarbeiten, als Engländer oder Amerikaner ihre, ist schwer zu übersehen.
Mir sind jedenfalls im britischen TV mehr Dokus zu WK2 aufgefallen, als zu den Verbrechen der Kolonialzeit. Die sind z.b. heute noch stolz, die Zulu abgeschlachtet zu haben und die erfolgreichsten beim gewalttätigen Ausrauben Afrikas gewesen zu sein..
LAnger Rede kurzer Sinn: Ich weigere mich, bei diesem "wir sind so furchtbar, alle anderen saind besser"-Spiel mitzumachen.
Das geht an Sie, das geht (zum Thema Fußball) an Herrn Buschmann und an viele andere.
PS: Keine Lust, jetzt noch Tippfehler zu suchen :)
Christoph Frey
21. Dezember 2012, 14:07
"Und was den Weihnachtsmann angeht, sind die Versuche der Amerikaner, sich den ans Revers zu heften, völlig lächerlich. Den gab es schon seit vielen Hunderten von Jahren in Dutzenden Ländern und wurde auf Hunderte verschiedene Weisen dargestellt. "

In Europa wurde und wird der Nikolaus aber üblicherweise als Bischof dargestellt. Die amerikanische Form des Weihnachtsmanns in der Darstellung, die heute üblich ist, geht auf den Landauer (Pfalz) Thomas Nast zurück, der die Figur nach seiner Auswanderung in die USA in der Zeit des Sezessionskrieges schuf: http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Nast

Lange vor irgendwelchen Werbekampagnen.

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