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Michael Schnickers
4. Januar 2013, 13:46
Das Loch könnte sich für die Stadt als gigantische Falle erweisen, man kann auf den Luftaufnahmen gut sehen, wie das Wasser aus den Wänden heraustritt und im kurzen, aber heißen sibirischen Sommer die Permafrostböden des Loches in alle Richtungen aufgeschmolzen werden.
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Ernst Schuberth
2. Januar 2013, 17:54
Ich habe in den 90er Jahren Mirny auf Einladung der Schulverwaltung besuchen können, um Lehrerfortbildung machen zu können. Damals war allerdings die offene Mine noch in Betrieb. Ein Russlanddeutscher sprach mich an und erzählte von den Anfängen des Abbaues. Er nahm mich auch in das Dorf, wo er 70km von Mirny entfernt wohnte. Von den Lebensbedingungen machen wir uns kaum Vorstellungen.
Eduard Schechter
2. Januar 2013, 18:39
Diese Mine ist echte Umweltkatastrophe. Der Schicht der Permafrostbodens ist sehr dünn, im Sommer fliest Wasser von Boden in dieser riesige Loch und Umgebung verdüstert sich. Diese Mine wieder zu schließen ist unmöglich. Aber selbst Förderungstechnologie ist einzigartig. Diamant ist in Gestein mithilfe Röntgenstrahlung zur Lichtstrahlung gezwungen, mit Lichtdetektor entdeckt und mit Luftpumpe geschossen.
Reinhard Lange
2. Januar 2013, 23:16
Man sollte sich mal die gut bebilderten Berichte von Enrico Kramer über sein Praktikum in Mirny im Jahre 2010 aus dem Internet herunterladen (PDF). Dazu muss man bei Google nur die Stichworte "Enrico Kramer" und "Mirny" eingeben. Statt einer arlamistischen Reportage kann man dort etwas über das Leben in einer normalen russischen Stadt mit freundlichen Menschen lesen sowie über die positiven Erfahrungen während des Praktikums beim Diamantenproduzenten ALROSA.
Anton Bruckner
2. Januar 2013, 23:25
Foto 11In Mirny sind im sibirischen Winter mit Temperaturen von minus 50 Grad keine Seltenheit. Sie lassen Öl gefrieren und alte Autoreifen zerbröseln - da scheint dieses Wohnhaus für die Arbeiter nur mäßigen Schutz zu bieten." aber die Fenster sind geöffnet
Tom Doyle
3. Januar 2013, 00:07
Ist voll abgefahren dieser Ort. Weiss vielleicht jemand wie man als Tourist Mirny besuchen könnte?
Heinz Breuer
3. Januar 2013, 11:59
>Ist voll abgefahren dieser Ort. Weiss vielleicht jemand wie man als Tourist Mirny besuchen könnte?
Ganz einfach, ein Linienflug nach Lensk und dann 230km Richtung Norden. Es gibt nämlich durchaus Straßen nach Mirny. Unterwegs kann man dann bei km 150 rechts neben der Straße noch den "Ort" Ala besichtigen.
max muetze
3. Januar 2013, 17:14
Danke, Herr Lange, für den Verweis auf Enrico Kramers Erfahrungsberichte. Teils etwas wirr geschrieben und mit einer katastrophalen Rechtschreibung, die nicht vermuten lässt, dass er eine Uni besucht. Trotzdem informativ. Aufgefallen ist mir, dass er an zwei Stellen berichtet, das Diamantvorkommen, sei von einer Frau entdeckt worden. Was im Gegensatz zur Aussage des "Eines Tages" - Artikels steht.
Rudolf Waurich
4. Januar 2013, 10:34
In der Sojetunion wurde alles mögliche mit Strahltriebwerken gemacht. In grßen Braunkohle - Tagebaugebieten z.B. wurde die Deckschicht über der Kohle mit großen Mengen Explosivstoffen gelockert. Dann wurden auf um die Sprengstellen gebauten Grubenbahnen auf Waggons aufgebaute Strahltriebwerke herumgezogen, um die Sprenggase wegzublasen, um möglichst kurze Arbeitsunterbrechungen zu erreichen
Michael Schnickers
4. Januar 2013, 13:46
Das Loch könnte sich für die Stadt als gigantische Falle erweisen, man kann auf den Luftaufnahmen gut sehen, wie das Wasser aus den Wänden heraustritt und im kurzen, aber heißen sibirischen Sommer die Permafrostböden des Loches in alle Richtungen aufgeschmolzen werden.
Die Bodeneisschicht ist dort im sibirischen Tiefland gewöhnlich mehrere hundert Meter dick, das Loch wirkt wie eine ungeheure Heizspirale.
Da es weltweit ohnehin zur Erwärmung der Permafrostböden kommt, wird die angrenzende Stadt schon bald beginnen, in das Loch abzurutschen.
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