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Gerhard Rieskamp
11. Januar 2013, 14:24
Der Filmeitrag bringt einiges durcheinander: Die "Metropolitan Railway" war keine "Tube"! So nannte man nur die dief liegenden Röhrenbahnen, die weit später entstanden. Die alten Baustellen.Aufnahmen zeigen Tube-Tunnel, passen also nicht zum Text.
In Tube-Tunnels
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Lutz Jansen
10. Januar 2013, 12:13
Ein sehr tendenziöser Artikel, welcher die Probleme, die speziell im 19. Jahrhundert mit der neuen Technik auftraten, sehr stark hervorhebt, die Vorteile dieses Verkehrsmittels aber nur am Rande streift.
Peter Boots
10. Januar 2013, 13:02
Leinster Gardens 23 und 24 waren nicht gebaut worden weil es einen Haeusereinsturz gab, sie waren als Schornsteine gebaut in denen die Rauch/Dampf Mixtur ausgeblasen wurde. Der Rauch wurde in einem speziellen Behaelter gesammelt und mit Dampf vermischt.
Ich lebte einige Zeit in Leinster Square und jeder dort kannte die Geschichte der Fassaden Schornsteine.
Die ganze Strecke der Underground war uebrigens nicht einem Tunnel, und daher konnte auch auf der freien Strecke Dampf und Rauch abgeblasen werden.
Zuege in einem Tunnel waren keine Neuheit mehr als die Underground gebaut wurde: der beruehmte Ingenieur Isambard Kingdom Brunel -- googlen wenn man ihn nicht kennt -- hatte schon 1841 den fast 3 KM langen Box Tunnel eroeffnet, der von ihm geplant und gebaut wurde.
Die speziellen Lokomotiven wurden in Manchester gebaut, auf der Basis von Lokomotiven die das Unternehmen schon nach Spanien geliefert hatte. England hatte damals das weitenwickelste Bahnsystem und Lokomotiven wurden in die ganze Welt verkauft.
Der Kapitalismus: wo es Passagiere gab, wurden Underground Linien gebaut. London hat damals einfach jedem eine Baugenehmigung erteilt anstatt zentral zu planen.
Wo sich Konkurrenten um Passagiere streiten hat der Kapitalismus auch ein Gutes fuer die Passagiere: die Fahrpreise sind gesenkt worden
Herbert Meier
10. Januar 2013, 13:25
Tenedenziöser Artikel von mit Falschaussagen: Es wurde mit Koks gefahren und somit fast rauchfrei. Ich empfehle vorher das Studium des Buche "Die Londoner Untergrundbahn" von Ludwig Troske von 1892. http://books.google.ch/books/about/Die_Londoner_Untergrundbahnen.html?id=DuIhAAAAMAAJ&redir_esc=y
Es ist sicher in technischen Biblioteken noch zu haben.
Cornelia Harms
10. Januar 2013, 14:29
>Leinster Gardens 23 und 24 waren nicht gebaut worden weil es einen Haeusereinsturz gab, sie waren als Schornsteine gebaut in denen die Rauch/Dampf Mixtur ausgeblasen wurde. Der Rauch wurde in einem speziellen Behaelter gesammelt und mit Dampf vermischt.
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>Ich lebte einige Zeit in Leinster Square und jeder dort kannte die Geschichte der Fassaden Schornsteine.
>
Die Häuser wurden während des Baus abgerissen und später lediglich als Fassaden wieder aufgebaut. Als Schornstein fungierten diese jedoch nicht; der Rauch konnte durch die jetzt vorhandene Lücke zwischen den benachbarten Häusern und Gärten entweichen, da dort der Tunnel nicht wieder zugedeckt worden war. Sehr gut zu sehen hier: http://www.urban75.org/london/leinster.html
Stefan Matthäus
10. Januar 2013, 20:37
Zu erwähnen wäre, dass die damals eingesetzten Dampflokomotiven, von denen eine im Londoner Science-Museum erhalten blieb, einen sogenannten Condensing Aperatus hatten. Das war auf jeden Fall eine britische Erfidung, und keine spanische. Mit diesen Kondenslokomotiven wurde der Zylinderabdampf teils dem Blasrohr zugeführt, so wie bei konventionellen Dampfloks auch, ein größerer Teil des Abdampfes wurde aber über seitliche Rohre in die Wassertanks geführt. Auch in Deutschland wurde ab 1867 durch den Ingenieur Kirchweger solche Lokomotiven gebaut. Diese Loks sollten zwei Nutzen bringen: Abdampfvermeidung, um die Luft in den Tunnels oder auf den Straßen (Trambahn-Lokomotiven) zu verbessern und eine höhere Energieausbeute und damit Brennstoffeinsparung, in dem der Abdampf das Speisewasser für den Dampfkessel schonmal vorgeheizt wude, bevor es in den Kessel gelangte. Diese Technik perfektionierte in den 1930er Jahren die Firma Henschel aus Kassel, welche vor dem 2. Weltkrieg sogenannte Henschel-Abdampf-Patentlokomotiven nach Argentinien, Irak, Sowjetunion (wo die Technik dann nachgebaut wurde) geliefert wurden. Auch die deutsche Wehrmacht setze solche Kondeslokomotiven der Baureihe 52KON aus dem Hause Henschel in der Spätphase des Russlandfeldzuges und im Raum Benelux ein, und 1952 konnte Henschel nochmal zeigen, was in dieser Technik steckt: Henschel lieferte in Kooperation mit North Britisch Locomotive (NBL) 90 Kondenslokomotiven an die South African Railways (SAR), die dort ab 1952 in der Halbwüste Great Karroo endlich einen effizienten Lokmotivbetrieb auf der Hautstrecke Kapstadt-Johannesburg ermöglichten, diese Lomotiven liefen bis weit in die 1970er hinein, konten 90% des verdampften Wassers wieder recyceln und so weit über 1000 Kilometer fahren ohne nachzutanken. Bei herkömmlichen Dampfloks ist schon nach 200 Kilometer Wasser nachfüllen erforderlich. Weiteres zu dieser Lokomotivgattung auf http://www.kondenslok.de .
Gerhard Rieskamp
11. Januar 2013, 14:24
Der Filmeitrag bringt einiges durcheinander: Die "Metropolitan Railway" war keine "Tube"! So nannte man nur die dief liegenden Röhrenbahnen, die weit später entstanden. Die alten Baustellen.Aufnahmen zeigen Tube-Tunnel, passen also nicht zum Text.
In Tube-Tunnels fuhren nie Dampfloks, die wurden von Anfang an elektrisch betrieben. Die Metropolitan Railway hingegen lag dicht unter der Oberfläche und hatte viele Öffnungen.
Heute mag der Begriff "Tube" allgemein verwendet werden; bei historischer Betrachtung ist er aber schlicht und einfach falsch.
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