Hartmut Ungers
10. Januar 2013, 13:36
Liebe/r dak,
selber teile ich Ihr Boulevard-Interesse an Mehdorns Privatleben nicht.
Was ihn aber unvergessen macht, war die Dreistigkeit, mit der er die Deutsche Bahn zum Schleuderpreis an die Russen verscherbeln wollte, um sich möglichst schnell die Kriegskasse zur 'international diversification' der Bahn als 'global player' zu füllen.
Ein geschichtsträchtiger Wirtschaftsskandal, der vielleicht an der Stelle interessanter gewesen wäre, als "Kohlroulade oder das Schnitzel".
Mehdorn und Schröder planten, die Bahn zu einem Prozent! ihres Verkehrswerts an die russische Staatsbahn zu verschenken, um somit "die muffige Bundesbahn zu einem blühende modernen Konzern zu sanieren."
Die Russen wären auf einem Schlag im Besitz sämtlicher Filetgrundstücke in deutschen Innenstadtlagen gelangt, während das Schienennetz selbstverständlich auch weiterhin vom Michel zu unterhalten gewesen wäre.
Meine Phantasie reicht nicht aus, mir das Desaster, die Katastrophe auch nur annährend vorzustellen, wenn das britische Modell der Verelendung der Staatsbahn, auch hierzulande umgesetzt worden wäre.
Damit seien jetzt nicht die heutigen Managementfehler und Fehlinvestitionen der Bahn entschuldigt. Nur, es war der Russe Gorki der sagte, daß keine menschlichen Verhältnisse so jämmerlich und erbärmlich sein können, sich nicht noch verschlechtern zu lassen.